itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.
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Zwei neue Mitarbeiterinnen am itb begrüßt

Zwei neue Mitarbeiterinnen ergänzen seit Januar das Team am itb.

Wir freuen uns, mit Frau Dr. Anna Herzog und Frau Bianca Batke zwei talentierte Wissenschaftlerinnen in unserem Forschungsinstitut willkommen zu heißen! Lernen Sie unsere neuen Kolleginnen kennen und entdecken Sie ihre spannenden Forschungs- und Umsetzungsprojekte.

Dr. Anna Herzog studierte Betriebswirtschaft an der European School of Business (ESB, Reutlingen), der Universidad de las Américas (UDLAP; Mexiko), an der Hochschule Niederrhein sowie an der Ruhr Universität Bochum. Seit 2026 arbeitet sie am itb und beschäftigt sich im Rahmen ihrer Forschungsschwerpunkte, insbesondere mit Bioökonomie und Künstlicher Intelligenz.

Bianca Batke studierte Wirtschaftspädagogik in Mannheim. Am itb verstärkt sie das Team Betrieb Unternehmensführung bei der Fortentwicklung der höchsten kaufmännischen Aufstiegsfortbildung im deutschen Handwerk, dem/der Geprüften Betriebswirt/Betriebswirtin (HwO). Zudem widmet sie sich im Rahmen ihrer Forschungsaktivitäten dem Thema Fachkräftesicherung.

© Bild von José Miguel auf Pixabay

itb, Projekte

Transfercheck: Wissenstransfer strategisch gestalten

Der Transfercheck unterstützt Forschende und Projektverantwortliche dabei, Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis systematisch zu planen, Zielgruppen einzubinden und nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Der Transfercheck unterstützt dabei, Wissenstransfer von der Projektidee bis zur Evaluierung strategisch zu planen. Als praxisnaher Leitfaden hilft er, Ziele zu klären, relevante Akteur*innen frühzeitig einzubeziehen und Transferprozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ursprünglich für Arbeitsforschende entwickelt, ist der Check, der innerhalb des Projekts „Wissens- und Innovations-Netzwerk: Arbeitsforschung“ (WIN:A) (gefördert durch das BMFTR) erstellt wurde, ebenso interessant für alle, die Projekte umsetzen und ihren Wissenstransfer reflektieren möchten. Er zeigt, wie Ergebnisse zielgruppengerecht aufbereitet werden und nachhaltig Wirkung entfalten können.

Das Instrument umfasst drei Dimensionen – von Rahmenbedingungen und Netzwerkaufbau über Planung und Durchführung bis zur Verstetigung der Ergebnisse. Eine Ampelsystematik macht Handlungsbedarfe sichtbar und unterstützt dabei, konkrete Maßnahmen abzuleiten.

Mit einer Bearbeitungszeit von rund 30 bis 60 Minuten bietet der Transfercheck eine kompakte Möglichkeit, den eigenen Transfer zu analysieren und zu verbessern – damit Forschung und Projektergebnisse erfolgreich in der Praxis ankommen. Der Transfercheck steht auf der itb Webseite zum freien Download zur Verfügung: www.itb.de/veroeffentlichungen/

Ansprechperson: Julia Maxi Bauer

© WIN:A

itb, Projekte

itb im neuen Zentrum für Dienstleistungen

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) wird wissenschaftlicher Partner im neu gegründeten „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“, in dessen Rahmen innovative und wettbewerbsfähige Dienstleistungen für KMU entwickelt werden.

Für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg sind technologie- und wissensintensive Dienstleistungen ein zunehmend wichtiger Wettbewerbsfaktor. Sie erzeugen Innovationsimpulse und bieten die Möglichkeit für neue Geschäftsmodelle, Produktivitätssteigerungen und zusätzliche Wertschöpfung im Dienstleistungsexport. Vor diesem Hintergrund wird das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ gemeinsam mit Unternehmen in Baden-Württemberg Entwicklungsprojekte zur Konzeption und Umsetzung innovativer Services aufsetzen und vorantreiben. Durch die unternehmenszentrierte Methodik und die wissenschaftliche Begleitung werden die Entwicklungsprojekte so umgesetzt, dass sämtliche Unternehmen im Bereich der industrienahen Dienstleistungen in Baden-Württemberg von den entwickelten Lösungen profitieren können.

Die mittelstandsgeführte Forschungs- und Transfermethodik des neuen Zentrums setzt die langjährige, erfolgreiche Arbeit des Kompetenzzentrums Smart Services konsequent fort. Der Fokus auf technologieorientierte Dienstleistungen unterstreicht auch den Forschungs- und Transferansatz des itb. Durch das neue Zentrum wird eine Brücke geschlagen von der Forschung zur unternehmerischen Praxis im Dienstleistungssektor. Interessierte Unternehmen aller Branchen sind eingeladen, im Rahmen des neuen Zentrums aktiv an den Dienstleistungen der Zukunft zu arbeiten. Eine Kontaktaufnahme sowie die Einbringung eigener Ideen für innovative Projekte sind über die Webseite des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen (https://industrienahe-dienstleistungen.de) unkompliziert möglich.

Die wissenschaftlichen Partner des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen sind neben dem itb das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart, das Forschungs- und Innovationszentrum Kognitive Dienstleistungssysteme in Heilbronn sowie die beiden Hochschulen in Furtwangen und in Konstanz. Mit diesen Projektpartnern hat das itb bereits erfolgreich im Rahmen des Kompetenzzentrums Smart Services zusammengearbeitet, das in den Jahren 2019 bis 2025 rund 20.000 Unternehmen erfolgreich bei der Digitalisierung unterstützt hat.

Das Zentrum für industrienahe Dienstleistungen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg im Jahr 2026 mit insgesamt 1,6 Millionen Euro gefördert.

Ansprechpersonen: Henrik Lerche, Dr. Jochen Siegele, Dr. Sabrina Weber

Bild: Logo des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen © itb

DHI, itb

Handwerksbetriebe in innenstadtnahen Gebieten

Das itb veröffentlicht einen Bericht zur Lösung von standortbezogenen Nutzungskonflikten des Handwerks in inneren Stadtbereichen unter Berücksichtigung von Mobilitätsstrukturen

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) hat für den Zentralverband des Deutschen Handwerks für die Standortsicherung von Handwerksbetrieben in inneren Stadtbereichen standortbezogene Nutzungskonflikte unter Berücksichtigung von Erreichbarkeits- und Mobilitätsstrukturen identifiziert. Zur Bewältigung dieser Nutzungskonflikte wurden Konfliktlösungsstrategien für die Mobilität von Handwerksbetrieben auf Ebene der Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik unter die Lupe genommen. Einige der in dieser Ausarbeitung benannten Lösungsansätze bezüglich Lade- und Servicezonen, Organisation der Zulieferung, Wandel der Fahrzeugparks, betrieblichem Mobilitätsmanagement, Antriebswende, Abstellen am Betriebssitz sowie Zugängen zu verkehrseingeschränkten Bereichen können in Zukunft zur Bewältigung von solchen standortbezogenen Nutzungskonflikten beitragen.

Die Ergebnisse dieses Projekts, das Teil des DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramms 2024/2025 war, wurden in einem Bericht zusammengestellt und stehen kostenfrei als Download unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/#2025 zur Verfügung.

Ansprechpartner: Dr. Jochen Siegele

© Bild von Brigitte Werner auf Pixabay

DHI, itb

Kreislaufwirtschaft bei der Installation von PV-Modulen

Das itb veröffentlicht einen Bericht dazu, wie Maßnahmen umgesetzt werden können, die für Handwerksbetriebe bei der Installation von Photovoltaikmodulen einen Mehrwert bieten.

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) hat für den Spitzenverband des Handwerks in Baden-Württemberg – HANDWERK BW – die Potenziale der Kreislaufwirtschaft bei der Installation von Photovoltaik (PV)-Modulen an Dächern und Fassaden in Zusammenarbeit mit Dachdecker- und Elektrobetrieben herausgearbeitet. In Interviews mit im Rahmen der Ausarbeitung befragten Handwerksbetrieben dieser beiden Gewerke wurden Maßnahmen und Handlungsfelder identifiziert, um bei der Installation von PV-Modulen in den Materialkreisläufen anfallenden Abfall zu vermeiden, diesen Abfall zu reduzieren sowie durch die Einbindung in eine Kreislaufwirtschaft wieder zu verwenden. Ziel ist es, dass durch die Anwendung der identifizierten Maßnahmen für Handwerksbetriebe ein konkreter Nutzen im Sinne eines betrieblichen positiven Nutzen-Kosten-Verhältnisses entstehen kann.

Die Ergebnisse des Projekts, das Teil des DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramms 2024/2025 war, wurden in einem Bericht zusammengestellt und stehen kostenfrei als Download unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/#2025 zur Verfügung.

Ansprechpartner: Dr. Jochen Siegele

© itb

itb, Projekte

3DiH – 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk

Nach rund dreieinhalb Jahren Laufzeit ist das Verbundprojekt 3DiH planmäßig beendet. Das itb resümiert mit dem interdisziplinären 3DiH-Projektverbund über den Status Quo des 3D-Drucks im Lebensmittelhandwerk.

Im Rahmen des BMFTR-geförderten Forschungsprojekts „3D-Druck im Lebensmittelhandwerk“ (3DiH) kam das Projektkonsortium zu einem digitalen Abschlusstreffen zusammen, um sich über die Projektergebnisse auszutauschen. Sowohl die Partner aus Forschung und Wissenschaft als auch die Praxispartner aus dem Konditorenhandwerk diskutierten über die Anwendungsmöglichkeiten in der Praxis, innovative Produktionsketten sowie Produkte und Dienstleistungen. Dabei ging es auch um die Reflexion des Ausgangspunktes zu Beginn der Projektlaufzeit im August 2022 und die Entwicklungsschritte, die jeder Projektpartner im Austausch mit den anderen gehen konnte.

Das Projekt wurde interdisziplinär umgesetzt, unter anderem durch das DAP der RWTH Aachen, das Institut für Betriebsführung im DHI (itb), das Zentrum für Ernährung und Gesundheit der HWK Koblenz (ZEG) sowie weitere Forschungs-, Technologie- und Praxispartner. Die enge Einbindung von Handwerksbetrieben stellte sicher, dass die entwickelten Lösungen einen hohen Praxisbezug aufweisen.

Kernstück von 3DiH ist eine webbasierte 3D-Anwenderplattform, die Handwerksbetriebe bei Design, Umsetzung und Vermarktung von 3D-gedruckten Anwendungen unterstützt. Ergänzt wurde diese durch einen digitalen Marktplatz, einen 3D-Design-Konfigurator sowie ein strukturiertes Wissens- und Schulungsangebot. Insgesamt wurden 19 Lerneinheiten entwickelt und gemeinsam mit beteiligten Konditoreibetrieben erprobt.

Mit dem Projektende liegen nun wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse, digitale Werkzeuge und Qualifizierungskonzepte vor, die den Transfer additiver Fertigungstechnologien in das Lebensmittelhandwerk unterstützen. Die Ergebnisse leisten damit einen Beitrag zur digitalen Transformation und zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit handwerklicher Betriebe.

Alle Angebote und Tools sind über die Website des Projektes (www.3DiH.de) auch nach der Projektlaufzeit noch zugänglich.

Zu den 3D-Konfiguratoren geht es hier: https://3dih.de/3dih-3d-design-konfiguratoren

Zur umfangreichen Schulung zum 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk geht es hier: https://3dih.de/3dih-lernplattform

Zu den Publikationen des Projektes geht es hier: https://3dih.de/presse

Ein umfangreicher Forschungsstand sowie Praxisbeispiele wurden in diesem Band publiziert: https://www.itb.de/shop/3d-druck-im-lebensmittelhandwerk

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

© Bild von Stephane auf Pixabay

itb, Projekte

Von der Forschung in die Praxis: Instrumente für Beratende

Wie können Beratende und Betriebe Erkenntnisse und Instrumente aus der Forschung in ihrem Alltag nutzen? Mit den Praxisimpulsen Arbeitsforschung! Hier sind Hilfsmittel und Erkenntnisse aus der Arbeitsforschung kompakt und praxisgerecht aufbereitet.

Die Betriebsberatende im Handwerk unterstützt Betriebe zu einer großen Vielfalt an Themen – von Fachkräftesicherung und Arbeitsorganisation über den KI-Einsatz und Marketing bis hin zu Finanzierungsfragen. Damit Betriebe zu dieser großen Bandbreite an Themen schnell und wirkungsvoll unterstützt werden können, braucht es leicht einsetzbare Werkzeuge und aktuelle, praxisnahe Erkenntnisse. Hier setzen die Praxisimpulse Arbeitsforschung an: Sie bieten fundierte, kompakte und direkt nutzbare Unterstützung für die Beratungspraxis.

Was bieten die Praxisimpulse?     
Speziell für Beratende werden Instrumente und Erkenntnisse aus der Arbeitswissenschaft für die Beratungspraxis nutzbar gemacht: nach Beratungsthema auswählbar, kompakt und direkt einsetzbar. Sie zeigen auf einen Blick, welche Hilfsmittel und Tools aus der Arbeitsforschung zu welchen Themen zur Verfügung stehen, welchen Mehrwert sie für die Beratung bieten – und wie sie konkret eingesetzt werden können.

Drei Leitfäden Ausbildungsmarketing für KKU, Copyright WIN:A

Derzeit sind 136 Praxisimpulse für Beratende und für Betriebe verfügbar.

Am neusten hinzugekommen sind die Praxisimpulse…

 Alle 136 Praxisimpulse sind gegliedert nach den Themen…

Digitalisierung und KI.

Fachkräftesicherung und Personal.

Umwelt & Klima.

Sicherheit & Gesundheit.

Arbeits- und Organisationsgestaltung.

Das itb – Institut für Betriebsführung im DHI e. V. entwickelt die Praxisimpulse Arbeitsforschung im BMFTR-Projekt WIN:A (Wissens- und Innovations-Netzwerk: Arbeitsforschung) für die Praxis geeignete Handlungs- und Orientierungshilfen, die speziell auf die Bedürfnisse von Führungskräften in KMU und Handwerksbetrieben oder deren Beratenden zugeschnitten sind.

Ansprechperson: Anja Cordes

© Win:A Projekt

itb, Projekte

Zweite Projektbeiratssitzung im Projekt InnoFort

Im Fokus der Online-Sitzung vom 28.11.2025 standen die Vorstellung des aktuellen Projektstands sowie die gemeinsame fachliche Weiterentwicklung des Projektvorhabens.  

Nach einer kurzen Darstellung der bisher umgesetzten Arbeitsschritte wurden die auf Basis einer Literatur- und Sekundäranalyse sowie qualitativer Interviews erarbeiteten Erkenntnisse vorgestellt. Diese sind in einem Ergebnisbericht dokumentiert und wurden im Rahmen der Beiratssitzung in ihren zentralen Punkten gemeinsam vertieft. Besonders deutlich wurde hierbei, dass die digitale und grüne Transformation Kompetenzanforderungen im Handwerk grundlegend verändert. Gefragt sind neben spezifischem Fachwissen (z.B. zu nachhaltiger Beschaffung und digitalen Technologien) auch überfachliche Kompetenzen wie Kommunikations- und Beratungskompetenz. Was bestehende Qualifizierungsformate im betrieblichen Bereich betrifft, so sind diese in Zielsetzung und Wirkung heterogen, wobei betriebsintegrierte Maßnahmen besonders wirksam sind.

Aktuell wird im Projekt ein Gestaltungsrahmen für Microcredentials für die Bildungslandschaft im Handwerk überprüft. Die Beiratssitzung fungierte hierfür als Ideengeber. In diesem Rahmen wurden die Grundsätze der zugrunde liegenden EU-Ratsempfehlung reflektiert und deren Bedeutung sowie Anwendungsmöglichkeiten für die Bildungslandschaft des Handwerks gemeinsam diskutiert.

Das Projekt InnoFort wird gemeinsam vom itb mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung und BAUM e.V. durchgeführt.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Verena Berten

© Oleksandr Pidvalnyi auf Pixabay

 

 

itb, Projekte

20 Tools im Nachhaltigkeitskompass BW zu finden

Seit dem Go-Live im August wurde das Web-Portal Nachhaltigkeitskompass BW weiter ausgebaut. Mittlerweile sind darin 20 Nachhaltigkeits-Tools zu finden, die KMU dabei helfen, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Viele Unternehmerinnen und Unternehmen wollen ihre KMU grüner machen, fühlen sich aber von der komplexen Aufgabe überfordert. Grund dafür ist oft die Vielzahl und die Unübersichtlichkeit der verfügbaren Nachhaltigkeits-Informationen. Hier setzt das Web-Portal Nachhaltigkeitskompass BW an. Es stellt Nachhaltigkeits-Tools von seriösen Anbietern kompakt und verständlich vor. So finden KMU ganz einfach die passenden Hilfsmittel für ihren Weg in Richtung Nachhaltigkeit.

Seit dem Go-Live im August ist der Nachhaltigkeitskompass BW auf der Internetseite https://nachhaltigkeitskompass-bw.de/ verfügbar. Mittlerweile sind darin bereits 20 Tools zu finden. Darüber hinaus wurde im November ein Kurzvideo eingebunden, das einen Blick hinter die Kulissen des Web-Portals erlaubt. Das Besondere daran: Die Stimme und der Avatar stammen aus einem KI-Videogenerator.

Der Nachhaltigkeitskompass BW wird vom itb – Institut für Betriebsführung im DHI e. V. – im Rahmen des Projektes Kompetenzzentrum Smart Services erstellt und durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.

Ansprechpartner: Henrik Lerche

© itb

itb, Projekte

Prototyp-Plattform für 3D-Druckkonfiguratoren online

Im Rahmen des Forschungsprojekts 3DiH – 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie (BMFTR), steht nun eine Prototyp-Plattform zur Verfügung, die Anwenderinnen und Anwender zur Erprobung innovativer digitaler Fertigungsprozesse einlädt.

Das 3DiH-Team öffnet zum Jahresende die Pforten zur Gestaltung individueller Designs für den 3D-Druck. Entwickelt in Kooperation mit dem Softwareunternehmen Trinckle, bietet die Plattform vielfältige Möglichkeiten, um cloudbasierte 3D-Design- und Fertigungsprozesse im Lebensmittelhandwerk zu erproben – auch ohne eigenen 3D-Drucker. Die Plattform ermöglicht, 3D-Modelle flexibel an spezifische Anforderungen anzupassen. Dies reicht von der einfachen Parametrisierung einzelner Bauteile bis hin zur vollständigen Automatisierung komplexer Designprozesse, wodurch sowohl Entwicklungszeit als auch Produktionskosten signifikant reduziert werden können.

Nutzerinnen und Nutzer können innerhalb der Plattform unterschiedliche Konfiguratoren einzeln oder in Kombination für verschiedene Anwendungsszenarien testen – etwa für:

  • Schokostücke
  • Tiefzieh-Extrudate
  • Linocut-Motive
  • Belüftungslöcher (für Tiefziehformen)
  • Stempel
  • Cookie Cutter (Ausstechformen)
  • KI Tolls (für 2D- und 3D-Objekten)

Diese Beispiele zeigen die große Bandbreite möglicher Anwendungen des 3D-Drucks im Lebensmittelhandwerk – von dekorativen Elementen bis hin zu funktionalen Produktionshilfen. Eine Besonderheit der Plattform sind die KI-basierten 2D- und 3D-Konfiguratoren, die Designprozesse zusätzlich vereinfachen. Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich Vorlagen automatisch generieren, anpassen und in druckbare Modelle überführen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Bibliothek hilfreicher Templates sowie ein umfangreiches Schulungs- und Informationsmaterial rund um den Einsatz von 3D-Drucktechnologien im Lebensmittelhandwerk.

Die Nutzung der Plattform steht nicht nur Forschungseinrichtungen oder Handwerksbetrieben offen. Auch Interessierte ohne eigenen 3D-Drucker können die Funktionen vollständig testen und Designprozesse virtuell erleben. Damit schafft das Projekt 3DiH eine niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit in die digitale Produktentwicklung und trägt zur weiteren Digitalisierung handwerklicher Produktionsprozesse bei.

Mehr Informationen zum Projekt: www.3DiH.de

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

© Trinckle