itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Schlagwort: Fachkräfte

Gruppenfoto bei der ZDH-Fachtagung Personalberatung in Karlsruhe.
itb, Veranstaltungen

ZDH-Fachtagung Personalberatung

Das itb lädt ein zur ZDH-Fachtagung, die Beratungstools, innovative Impulse und einen bundesweiten Austausch bietet. Es sind noch Plätze frei, neue Impulse für die Beratungspraxis warten auf Sie.

Wo entstehen die besten Ideen für die Betriebsberatung? Dort, wo Praxiserfahrung auf neue Impulse trifft. Die ZDH-Fachtagung „Personalberatung im Handwerk“ bringt Beraterinnen und Berater aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um erfolgreiche Ansätze zu teilen, voneinander zu lernen und aktuelle Entwicklungen gemeinsam einzuordnen. Im Fokus stehen neben neuen Erkenntnissen zu Fachkräftesicherung und Arbeitgeberattraktivität vor allem deren praktische Umsetzung in der Betriebsberatung.

Die Teilnehmenden erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit aktuellen fachlichen Impulsen aus Forschung und Praxis, erprobten Beratungsansätzen und zahlreichen Möglichkeiten zum kollegialen Austausch.

Zu den Programmhöhepunkten zählen Praxistools und -berichte zur Arbeitgeberattraktivität, Beiträge zu den Potenzialen von Frauen im Handwerk, innovative Beratungsinstrumente sowie ein Blick auf die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Personalberatung. Darüber hinaus werden praxisnahe Methoden zur Fachkräftegewinnung über Social Media vorgestellt und in einem Workshop mit LEGO® SERIOUS PLAY® neue Perspektiven auf die Attraktivität von Handwerksbetrieben entwickelt.

Es sind noch Plätze frei, wir laden Sie herzlich ein, dabeizusein:

ZDH-Fachtagung Personalberatung

02.04. November 2026

Handwerkskammer Münster

Weitere Informationen sowie das Programm sind im BISNET (Seminar 1.4) hinterlegt.

Ansprechperson: Anja Cordes

Bild: Gruppenfoto der ZDH-Fachtagung im November 2025 in Erfurt, © itb

Menschen im Gespräch bei einem Treffen in Karlsruhe, Fokus auf Ehrenamt.
itb, Veranstaltungen

Ehrenamt zukunftsfähig gestalten

Wie können Innungen und Kreishandwerkerschaften Ehrenamtliche gewinnen und langfristig binden? Und wie müssen sich Strukturen verändern, damit ehrenamtliches Engagement auch künftig attraktiv bleibt?

Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Workshops „Ehrenamt im Handwerk: Smart organisieren, erfolgreich gestalten, Mitglieder begeistern“ bei der Handwerkskammer Dresden, der von Verena Berten vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. vorbereitet und moderiert wurde. Gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen von Innungen, Kreishandwerkerschaften und Fachverbänden wurden am 27. August 2026 aktuelle Herausforderungen und konkrete Ansätze für ein zukunftsfähiges Ehrenamt im Handwerk diskutiert. Den Ausgangspunkt bildete ein Überblick zur Ist-Situation des Ehrenamts im Handwerk und zu Möglichkeiten, Menschen für ein Engagement zu gewinnen und ihnen den Einstieg zu erleichtern.

Im Mittelpunkt standen konkrete Ansatzpunkte, mit denen Handwerksorganisationen die Gewinnung und den Einstieg neuer Ehrenamtlicher unterstützen können. Diskutiert wurde unter anderem, wie potenzielle Interessierte gezielter angesprochen, erste Einblicke in ehrenamtliche Tätigkeiten ermöglicht und neue Engagierte beim Einstieg begleitet werden können. Dabei ging es nicht allein darum, welche Ansätze erfolgversprechend erscheinen. Die Teilnehmenden setzten sich auch damit auseinander, welche Voraussetzungen für deren Umsetzung in Innungen und Kreishandwerkerschaften geschaffen werden müssen.

Der intensive Austausch machte deutlich, dass Nachwuchsgewinnung und die Zukunftsfähigkeit des Ehrenamts eng miteinander verbunden sind. Es gilt nicht nur, neue Menschen für bestehende Ämter zu begeistern. Ebenso wichtig ist es, Strukturen, Aufgaben und Rahmenbedingungen so weiterzuentwickeln, dass ehrenamtliches Engagement mit unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Lebenssituationen vereinbar bleibt.

Der Workshop bot damit Raum, Impulse aus Forschung und Praxis zusammenzuführen, bestehende Ansätze kritisch zu reflektieren und konkrete Ideen für die eigene Organisation mitzunehmen.

Ansprechperson: Verena Berten

Bild: Workshop zukunftsfähiges Ehrenamt im Handwerk. © Handwerkskammer Dresden / Julia Stegmann-Schaaf

Windräder auf einem Feld bei Karlsruhe unter blauem Himmel.
itb, Projekte

Handwerk, Energiewende und Akzeptanz

Im August veröffentlichte das itb zwei neue Publikationen im Rahmen des Verbundvorhabens „Sozialpartnerschaftliche Energiewende – Akzeptanz, Wissensproduktion und Reorganisation in der handwerklichen Selbstverwaltung“ (SoPaEn)  

Die Energiewende zählt zu den zentralen Transformationsprozessen des 21. Jahrhunderts und verfolgt den grundlegenden Umbau des Energiesystems hin zu einer nachhaltigen, treibhausgasarmen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien. Dem Handwerk kommt dabei als „Umsetzer“ eine zentrale Rolle zu.

Das Verbundprojekt SoPaEn betrachtet sieben Gewerke, die den „Klimahandwerken“ zuzuordnen sind; während Verbundpartner die individuelle oder verbandliche Ebene adressieren, fokussiert das Teilvorhaben des Instituts für Betriebsführung im DHI e.V. (itb), „Betriebliche Ebene der Energiewende: Identifikation von Einstellungsmustern und Förderung und Verbreitung guter Praxis im Handwerk“ die betriebliche Ebene und analysiert die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende im deutschen Handwerk, um sie mittels passgenauer Maßnahmen zu befördern. Im Rahmen dieses Teilvorhabens sind im August zwei Berichte veröffentlicht worden, die thematisch aufeinander aufbauen.

Im ersten Bericht werden theoretische Grundlagen, relevante Begriffe und Diskurse der Energiewende im Kontext des Handwerks untersucht. Hierbei werden verschiedene Akzeptanz-Modelle und Faktoren der Akzeptanz als primär theoretischer Zugang zu dem Thema zusammengefasst. Der zweite Bericht untersucht mittels einer Literatur- und Medienanalyse die Akzeptanz, die betrieblichen Herausforderungen und die förderlichen Faktoren ausgewählter Klimagewerke. Ein Überblick über diese Gewerke und deren Rolle in der Energiewende dient als Fundament für die spezifischere Betrachtung der einzelnen Gewerke. Anschließend werden allgemeine förderliche und hemmende Faktoren für die Akzeptanz im Kontext der Energiewende aufgeführt.

Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber, Dr. Esther Stern

© Bild von Wolfgang Weiser auf Pexels

SoPaEn_via Pexels
itb, Projekte

Wie steht es um die Akzeptanz der Energiewende im Handwerk?

Das itb Karlsruhe diskutierte mit Kammern, Verbänden und Gewerkschaften erste Ergebnisse des Verbundprojekts „Sozialpartnerschaftliche Energiewende – Akzeptanz, Wissensproduktion und Reorganisation in der handwerklichen Selbstverwaltung (SoPaEn)“.

Unterscheiden sich die energiewendebezogenen Einstellungen von Handwerkerinnen und Handwerkern von jenen der Gesamtbevölkerung? Welche Rolle spielen auf betrieblicher Ebene persönliche Überzeugungen und betriebswirtschaftliche Argumente für die Akzeptanz der Energiewende? Bietet der bestehende Rechtsrahmen für die handwerkliche Selbstverwaltung hinreichende Spielräume, um Qualifikations- und Leistungsanforderungen der Energiewende flexibel zu begegnen? Diese und weitere Fragen diskutierten die am Verbundprojekt SoPaEn Beteiligten bei einem Online-Workshop am 12. Juni 2026 mit Vertreterinnen und Vertretern aus Handwerksorganisationen, Fachverbänden und Gewerkschaften.

Das Verbundprojekt SoPaEn betrachtet sieben Gewerke, die den „Klimahandwerken“ zuzuordnen sind; während Verbundpartner die individuelle oder verbandliche Ebene adressieren, fokussieren die Arbeiten des itb Karlsruhe die betriebliche Ebene. Die Workshop-Gäste waren sich einig, dass Handwerkerinnen und Handwerker als „Beratende“ und „Umsetzende“ Schlüsselfiguren der Energiewende sind, politische Unsicherheiten diese Rolle jedoch erschweren. Berufsaus- und Weiterbildung gelten als wichtige Instrumente zur Steigerung der Energiewendeakzeptanz im Handwerk. Betont wurde zudem, dass Dialog und Vernetzung, gerade auf lokaler und regionaler Ebene, einen zentralen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende im Handwerk leisten.

Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber, Dr. Esther Stern

© Bild von cristian rojas auf Pexels

Scrabble-Steine mit dem Wort 'Ehrenamt' auf Holzoberfläche.
itb, Veranstaltungen

Die Zukunft des Ehrenamts braucht Dialog

Beim vierten und zugleich abschließenden Zukunftstag „Let’s talk about Ehrenamt“ kamen erneut Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Interessierte zusammen, um gemeinsam über die Zukunft des Ehrenamts in der Handwerksorganisation zu diskutieren.

Am 18. Juli 2026 fand der vierte und letzte Zukunftstag der Ehrenamtsakademie von Handwerk BW statt, der gemeinsam mit dem Institut für Betriebsführung im DHI (itb) durchgeführt wurde. Durch die Veranstaltung führten Verena Berten (itb) sowie Julia Kottmann und Raphael Wohlfahrt (Handwerk BW).

Im Mittelpunkt standen die zukünftigen Entwicklungsperspektiven des Ehrenamts im Handwerk. Die Diskussionen machten deutlich, dass die Zukunft des Ehrenamts neue Denkansätze und gemeinsames Handeln erfordert.

Das Ehrenamt der Zukunft braucht…

  • Mut, bestehende Rollen und Strukturen neu zu denken.
  • Menschen, die Menschen für das Ehrenamt begeistern.
  • frühzeitige und kontinuierliche Nachwuchsentwicklung.
  • mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Ämtern.
  • das gemeinsame Ziel, die Selbstverwaltung des Handwerks langfristig zu sichern.

Ein herzlicher Dank gilt der Handwerkskammer Heilbronn-Franken für die Gastfreundschaft sowie Handwerk BW für die hervorragende Organisation. Besonderer Dank gebührt zudem allen Teilnehmenden, die ihre Erfahrungen offen teilten und den Dialog mit großem Engagement bereicherten. Gerade dieser vertrauensvolle Austausch bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Ehrenamts.

Mit dem vierten Zukunftstag endet eine Veranstaltungsreihe, die in den Jahren 2025 und 2026 an insgesamt vier Standorten stattfand. Die vielfältigen Erkenntnisse und Impulse aus den Veranstaltungen werden nun systematisch aufbereitet und in einen Handlungsempfehlungskatalog überführt, um konkrete Perspektiven für ein zukunftsfähiges Ehrenamt im Handwerk aufzuzeigen.

Ansprechperson: Verena Berten

Bild: markus winkler auf pexels

ITB Karlsruhe Familien-Event mit Alina und Lara am 10. Juli.

Online-Event: „Meister… und jetzt?“ – In die Fußstapfen der Eltern treten

Wie gelingt die Übernahme eines Familienbetriebs, wenn nicht nur die nächste Generation, sondern gleich zwei Schwestern Verantwortung übernehmen? In unserem Online-Event „Generationswechsel im Familienbetrieb“ sprechen Lara und Alina Soyez über ihren Weg in die Unternehmensnachfolge bei Soyez Stuckateur GmbH.

Der 1993 gegründete Betrieb beschäftigt heute rund 170 Mitarbeitende. Alina unterstützte das Familienunternehmen bereits während ihres Bauingenieurstudiums. Lara schlug zunächst einen anderen Weg ein und begann ein Tiermedizinstudium, entschied sich dann jedoch bewusst für eine Ausbildung zur Stuckateurin mit dem Ziel, den Betrieb in Familienhand zu halten. Heute übernehmen die beiden Schwestern Schritt für Schritt die Führungsverantwortung und gestalten gemeinsam mit ihren Eltern den Generationswechsel.

Im Gespräch berichten sie von den Chancen und Herausforderungen einer innerfamiliären Nachfolge: Wie funktioniert die gemeinsame Führung unter Geschwistern? Wie gelingt ein strukturierter Übergabeprozess? Und wie behauptet man sich als Frau in einer Branche, die noch immer als Männerdomäne gilt?

Link zur Event-Seite: https://www.nextlevelhandwerk.de/events/

Wir freuen uns auf Sie. Hier geht es zur kostenlosen Anmeldung. 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: Anja Cordes.

Hände mit Weltkarte bemalt, symbolisieren globale Reise- und Tourismusbranche bei itb Karlsruhe.
DHI, itb

Internationale Auszubildende: Chancen & Herausforderungen

Neues Projekt des itb untersucht den Beitrag internationaler Auszubildender zur Fachkräftesicherung im Handwerk.

Vor dem Hintergrund des Fach- und Nachwuchskräftemangels untersucht das itb in Karlsruhe mit dem Forschungsprojekt HAND-IN, wie internationale Auszubildende zur Fachkräftesicherung beitragen können und welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration erforderlich sind. Ziel des Projekts ist es, Handwerksorganisationen und Betriebe mit wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und praxisnahen Handlungsempfehlungen zu unterstützen. Grundlage der ersten Erkenntnisse sind Interviews mit Mitarbeitenden aus Handwerksorganisationen und weiteren Akteuren aus dem Handwerksumfeld.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Rekrutierung internationaler Auszubildender insbesondere in Gewerken mit starkem Nachwuchsmangel als wichtig angesehen wird. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Bedeutung je nach Gewerk unterschiedlich eingeschätzt wird. Während einige Branchen bereits auf internationale Nachwuchskräfte angewiesen sind, sehen andere derzeit noch ausreichend Bewerberpotenzial im Inland.

Viele Betriebe stehen der Ausbildung junger Menschen aus dem Ausland grundsätzlich offen gegenüber, zeigen sich in der Praxis jedoch häufig zurückhaltend. Gründe sind unter anderem der erwartete organisatorische und finanzielle Aufwand, rechtliche Unsicherheiten sowie fehlende Möglichkeiten zum persönlichen Kennenlernen vor Ausbildungsbeginn. Betriebe, die bereits Erfahrungen gesammelt haben, berichten dagegen häufig von einer hohen Motivation und Lernbereitschaft der internationalen Auszubildenden.

Eine wichtige Rolle übernehmen Handwerksorganisationen. Sie beraten Betriebe zu rechtlichen und organisatorischen Fragen, unterstützen bei der Auswahl geeigneter Bewerberinnen und Bewerber und begleiten Integrationsprozesse. Gleichzeitig helfen sie dabei, Unsicherheiten abzubauen und realistische Erwartungen zu vermitteln.

Als zentrale Herausforderungen nennen die Befragten bürokratische Verfahren, Sprachbarrieren, die Wohnungssuche sowie die soziale Integration der Auszubildenden. Erfolgreiche Beispiele zeigen jedoch, dass eine gute Vorbereitung, feste Ansprechpersonen im Betrieb, eine offene Unternehmenskultur und die Nutzung vorhandener Unterstützungsangebote entscheidende Erfolgsfaktoren sind.

Die bisherigen Ergebnisse des Projekts machen deutlich: Internationale Auszubildende können einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Handwerk leisten. Gleichzeitig zeigt sich jedoch, dass erfolgreiche Integration kein Selbstläufer ist, sondern gezielt Unterstützung, verlässliche Rahmenbedingungen und das Zusammenspiel verschiedener Akteure erfordert.

Ansprechpersonen: Bianca Batke, Julia Maxi Bauer

© Bild von stokpic auf Pixabay

Mann mit Brille und Bart bei ITB Karlsruhe, Werbeplakat für Betriebsübernahme-Event.

Online-Event: Betriebsübernahme als Chance

Wie gelingt eine erfolgreiche Betriebsübernahme im Handwerk und welche Chancen bietet sie?

In diesem Online-Event aus der Reihe „Meister…was jetzt?“ geben wir anhand der Glaserei Manske aus Bad Bramstedt praxisnahe Einblicke. Der Traditionsbetrieb (gegründet 1866) wurde 2014 von Robin Burmeister übernommen und steht heute für die Verbindung von Tradition und moderner Ausrichtung. Robin berichtet von seinem Weg in die Selbstständigkeit, typischen Fragen und Unsicherheiten im Übernahmeprozess sowie seinen wichtigsten Learnings.

Melden Sie sich kostenlos an, wir freuen uns auf Sie! Hier geht es zur Anmeldung. 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an: Anja Cordes.

Zwei Frauen stehen neben einem Banner der Ehrenamtsakademie im Handwerk in Baden-Württemberg.
itb, Projekte

Ehrenamt im Handwerk: Die Zukunft gemeinsam gestalten

Austausch und neue Perspektiven prägen den dritten Zukunftstag rund um Engagement im Handwerk. Gemeinsam wurden Herausforderungen diskutiert und Impulse für eine nachhaltige Stärkung des Ehrenamts entwickelt.

Das Ehrenamt ist eine tragende Säule des Handwerks – und gleichzeitig im Wandel. Wie kann es gelingen, Engagement zu stärken, neue Zielgruppen zu erreichen und bestehende Strukturen zukunftsfähig weiterzuentwickeln? Genau diesen Fragen widmete sich der dritte Zukunftstag „Let’s talk about Ehrenamt“, den das itb gemeinsam mit dem Handwerk BW in der Handwerkskammer Reutlingen ausgerichtet hat.

Im Mittelpunkt stand ein innovatives Veranstaltungsformat: interaktiv, bewegungsorientiert und nah an den Perspektiven der Teilnehmenden. Durch die Kombination aus Thesenarbeit, Positionierungen im Raum und direktem Austausch entstand eine dynamische Diskussionskultur, die sowohl Haupt- als auch Ehrenamtliche aktiv einband.

Durch den Tag führte unsere Kollegin Verena Berten (itb) gemeinsam mit Raphael Wohlfahrt und Julia Kottmann von Handwerk BW, die den intensiven Austausch strukturierte und Impulse setzte. Gleichzeitig brachte Nadja Jakel (itb) ihre Perspektive als Ehrenamtliche ein und bereicherte die Diskussion mit praktischen Einblicken.

Im Fokus stand die Leitfrage: Was braucht es, um das Ehrenamt im Handwerk nachhaltig zu stärken und zukunftssicher zu gestalten?

Die Diskussionen machten deutlich:

  • Ehrenamt lebt von Begegnung auf Augenhöhe
  • Es braucht klare Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen
  • Echte Mitgestaltungsmöglichkeiten sind entscheidend für langfristiges Engagement

Der Zukunftstag hat gezeigt, wie wichtig der offene Dialog zwischen Haupt- und Ehrenamt ist – und wie viel Potenzial in gemeinsamer Weiterentwicklung steckt.

Ein herzlicher Dank gilt der Handwerkskammer Reutlingen für die Gastfreundschaft sowie Handwerk BW für die Organisation. Besonders bedanken wir uns bei allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen für ihre Offenheit, ihre Perspektiven und den wertvollen Input.

Ansprechperson: Verena Berten

Bild: Nadja Jakrel (links) und Verena Berten (rechts) beim Zukufntstag „let’s talk about Ehrenamt“

@ itb

 

Hände mit Weltkarte bemalt, symbolisieren globale Reise- und Tourismusbranche bei itb Karlsruhe.
DHI, itb

Internationale Azubis im Handwerk – Mitmachen bei den Projekten

 

Zwei neue Projekte des itb stärken die Integration internationaler Auszubildender im Handwerk. Betriebe und Berater*innen können sich jetzt aktiv beteiligen.

Der Fachkräftemangel stellt das Handwerk weiterhin vor große Herausforderungen. Die zwei neuen Projekte HAND-IN und Handwerk+ – entwickeln praxisnahe Strategien, um internationale Nachwuchskräfte besser zu gewinnen, auszubilden und langfristig zu integrieren.

HAND-IN untersucht, wie Handwerksbetriebe junge Menschen aus dem Ausland gezielt ansprechen und erfolgreich in Ausbildung und Arbeitsalltag einbinden können. Das Projekt sammelt Erfahrungen aus der Praxis und entwickelt konkrete Empfehlungen für Betriebe und Beratende.

Handwerk+ identifiziert und dokumentiert konkrete Geschichten der Integration internationaler Auszubildender. Die Ergebnisse sollen Handwerksbetrieben Orientierung bieten und zeigen, welche Ansätze bereits heute gut funktionieren.

Für beide Projekte werden Beraterinnen und Berater der Handwerksorganisationen gesucht, die Betriebe bei der Integration internationaler Azubis begleiten möchten. Ebenso werden Handwerksbetriebe eingeladen, die bereits internationale Auszubildende erfolgreich integriert haben und ihre Erfahrungen einbringen wollen.

Interessierte können sich ab sofort melden und aktiv zur Weiterentwicklung der internationalen Ausbildung im Handwerk beitragen.

Bianca Batke, Julia Maxi Bauer

© Bild von stokpic auf Pixabay