itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Schlagwort: Innovation

Diagramm eines nachhaltigen Energie- und Wasserstoffsystems mit Solaranlagen und Batterien.
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Post-EEG-PV-Anlagen für grüne Wasserstoff-Dienstleistungen

Die e.systeme21 GmbH und das itb untersuchen in einem gemeinsamen Projekt, wie wirtschaftlich es ist, Strom aus Photovoltaikanlagen nach Ablauf der Einspeisevergütung zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen.

Photovoltaik-(PV-)Anlagen werden in Deutschland im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Dadurch sind im 20-jährigen Förderzeitraum feste Vergütungen für den eingespeisten Strom möglich. Beispiel: Für Strom aus PV-Anlagen auf Hallendächern, die 2006 ans Netz gingen, wurden ca. 50 Cent pro kWh gezahlt. Aber was passiert mit den PV-Anlagen und dem PV-Strom, wenn die Förderung ausläuft? Welche Vergütung ist möglich?

Für Norbert Unterharnscheidt, Geschäftsführender Gesellschafter der e.systeme21 GmbH, ist es realistisch, den PV-Strom zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen! Kurz zum Hintergrund: Die e.systeme21 GmbH plant und installiert seit 2013 PV-Anlagen in der Region Ulm. 2020 entschloss sich Unterharnscheidt dazu, das eigene Firmengebäude energetisch zu sanieren und mit Wasserstofftechnik auszustatten (siehe Abbildung). Das Firmengebäude ist mittlerweile energieautark sowie CO2-neutral. Und die e.systeme21 GmbH hat im Jahr 2024 den baden-württembergischen Umweltpreis erhalten.

Wasserstoffanlagen sollen bald auch das Produktportfolio der e.systeme21 GmbH erweitern. Unterharnscheidt möchte den Handwerksbetrieb zu einem Komplettanbieter für die gesamte Energieversorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme entwickeln – einschließlich Wasserstoffanlagen und deren begleitende Dienstleistungen wie Planung, Montage und Wartung.

Bis September 2026 wird eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für das Geschäftsmodell durchgeführt, PV-Strom aus Post-EEG-PV-Anlagen in Wasserstoffanlagen zu nutzen, um grünen und regionalen Wasserstoff für die Vermarktung durch Gashändler zu erzeugen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist im vierten Quartal 2026 vorgesehen.

Das itb (Institut für Betriebsführung im DHI e.V.) bearbeitet das Verbundprojekt im Rahmen des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen. Weitere Informationen zum Zentrum für industrienahe Dienstleistungen finden Sie hier.

Ansprechperson: Henrik Lerche

Abbildung: PV- und H2-Technik im Gebäude © e.systeme21 GmbH

Gruppengespräch bei ITB Karlsruhe im Bildungsbereich.
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InnoFort entwickelt Lernformate für das Handwerk weiter

Beim Projekttreffen in Nürnberg erprobte das Projektteam erste Ansätze für ein Planspiel und konkretisierte die weitere Ausgestaltung von Lernbausteinen zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit.  

Das itb-Forschungsprojekt InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials hat einen weiteren Entwicklungsschritt erreicht. Beim Projekttreffen am 28. und 29. Juli 2026 in Nürnberg kamen die Projektpartner zusammen, um die bisher erarbeiteten Konzepte gemeinsam weiterzuentwickeln.

Ein Schwerpunkt des Treffens war die erste interne Erprobung des im Projekt entwickelten Planspiels. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen unmittelbar in die Diskussion zur weiteren konzeptionellen Ausgestaltung ein. Im Fokus stand insbesondere die Verzahnung des Planspiels mit den im Projekt entstehenden inhaltlichen Demonstratoren zu den Themen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, ein didaktisch aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept zu entwickeln, das Transformationsprozesse im Handwerk praxisnah vermittelt und den Transfer in die betriebliche Weiterbildung unterstützt.

Für InnoFort ist es von zentraler Bedeutung, das entwickelte Planspiel konsequent an den Bedarfen des Handwerks sowie den Anforderungen angehender Führungskräfte auszurichten. Von besonderer Relevanz ist daher die Erprobungsphase, welche nicht allein der praktischen Anwendung, sondern als wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses dient. Durch die Einbindung geeigneter Erprobungspartner sollen praxisnahe Rückmeldungen gewonnen werden, die systematisch in die Weiterentwicklung des Planspiels einfließen. Vor diesem Hintergrund wurden die organisatorischen und inhaltlichen Voraussetzungen für die Erprobungsphase konkretisiert.

Organisationen mit Interesse an einer Mitwirkung in der Erprobungsphase sind herzlich eingeladen, Kontakt mit dem Projektteam aufzunehmen.

Das Projekt InnoFort wird gefördert als InnoVET PLUS-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das BMBFSFJ bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ansprechperson: Verena Berten

Das InnoFort Projektteam beim Projekttreffen in Nürnberg © itb

 

 

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Blumeninsel einmal anders: „Rethinking Smart Services“

Das Zentrum für industrienahe Dienstleistungen lädt zur siebten Ausgabe der beliebten Fachveranstaltung am 22. September 2026 auf der Insel Mainau ein.

Bei der diesjährigen Ausgabe der „Rethinking Smart Services“ werden industrienahe Dienstleistungen, die Steigerung der Produktivität und innovative Geschäftsmodelle diskutiert. Fachvorträge, Best-Practices und Workshops zeigen auf, wie Unternehmen und Lösungsanbieter diese Themen gestalten und implementieren können. Die Veranstaltung richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte, die für die Weiterentwicklung von (digitalen) Dienstleistungen mit Bezug zu Industrieprozessen und -produkten verantwortlich sind.

Neben Networking und Erfahrungsaustausch erwarten die Teilnehmenden aktuelle Erkenntnisse und Trends von und für Industrieunternehmen anhand von Fachvorträgen. In Live-Demonstrationen lässt sich der Einsatz innovativer Technologien erleben und praxisnahe Workshops und Open Space bieten die Möglichkeit zur interaktiven Vertiefung persönlicher und fachlicher Kompetenzen.

Schnellentschlossene aufgepasst: Bis Ende Juni 2026 gilt ein Rabatt für Frühbucherinnen und Frühbucher. Anmeldung und Infos zur Veranstaltung hier oder per QR-Code:

„Rethinking Smart Services ist eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen, des AFSMI German Chapter e. V. und cyberLAGO e. V. und wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Das itb – Institut für Betriebsführung im DHI e.V. – unterstützt die Veranstaltung als Teil des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber

© itb

Person arbeitet an Laptop mit Diagrammen und Grafiken, Fokus auf Innovation und Technologie bei itb.
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InnoFort-Beiratstreffen liefert wichtige Impulse

Beim dritten Treffen des Projektbeirats standen Austausch und Weiterentwicklung im Fokus. Die Teilnehmenden lieferten wertvolle Anregungen für die nächste Projektphase.

Am 19. Mai fand das dritte Projektbeiratstreffen des Projektes InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials statt. Im Rahmen des Treffens wurde der bisherige Projektfortschritt im Bereich der konkreten inhaltlichen Ausgestaltung von Lernmaterialien zu den Themen KI und Nachhaltigkeit vorgestellt. Die Mitglieder des Beirats konnten sowohl in die Reflexion des aktuellen Projektstandes als auch in die Ausrichtung zukünftiger Schritte eingebunden werden. Der konstruktive Dialog ermöglichte es, zentrale Fragestellungen zu schärfen und neue Perspektiven einzubringen.

Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Impulse aus dem Kreis des Beirats, die gezielt in die weitere Ausgestaltung der zu entwickelnden Materialien einfließen werden. Die Beiträge der Teilnehmenden leisten damit einen wichtigen Impuls zur erfolgreichen Fortführung des Projekts und unterstreichen den Mehrwert des kontinuierlichen Austauschs.

Das Projekt InnoFort wird gemeinsam vom itb mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und BAUM e.V. durchgeführt.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ansprechperson: Verena Berten

© Tumisu auf Pixabay

 

 

ITB Karlsruhe Messe mit Besuchern und Ausstellern im Bereich Tourismus und Innovation.
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Veröffentlichung zu Qualifizierungsbedarfen im HW

Wie verändern Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit die Kompetenzanforderungen im Handwerk? Ein neuer Bericht aus dem Projekt InnoFort zeigt Ansatzpunkte für die betriebliche Weiterbildung.

Im Projekt „Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials (InnoFort)“ wurden aktuelle Qualifizierungsbedarfe im Handwerk systematisch untersucht. Die Analyse basiert auf einer Kombination aus Literaturauswertung, quantitativer Sekundärdatenauswertung sowie qualitativen Interviews mit Handwerksbetrieben unterschiedlicher Größen und Gewerke. Ziel war es, die Rolle von Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit im Handwerk sowie daraus entstehende Qualifizierungsbedarfe zu analysieren.

Die Ergebnisse zeigen, dass neben spezifischem Fachwissen – etwa im Umgang mit digitalen Technologien, Ressourceneffizienz oder Kreislaufwirtschaft – insbesondere überfachliche Kompetenzen an Bedeutung gewinnen. Dazu zählen unter anderem gewerkeübergreifendes Denken, Anpassungsfähigkeit sowie Kommunikations- und Beratungskompetenzen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass Qualifizierungsangebote vor allem dann als sinnvoll und umsetzbar wahrgenommen werden, wenn sie sich gut in betriebliche Abläufe integrieren lassen, praxisnah gestaltet sind und eine flexible, selbstgesteuerte Teilnahme ermöglichen.

Die Ergebnisse wurden in einem Bericht aufbereitet, der als Veröffentlichung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) online unter: https://www.f-bb.de/fileadmin/Projekte/INFO/2603_f-bb-Bericht_Qualifizierungsbedarfe_Handwerk.pdf zur Verfügung steht.

Das Projekt InnoFort wird gemeinsam vom itb mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und BAUM e.V. durchgeführt.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ansprechperson: Verena Berten

Titel Veröffentlichung © f-bb

 

 

Geschäftstreffen bei itb Karlsruhe mit Präsentation und Diskussion.
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Schulungsangebot für die Dienstleistungsberatung

Save The Date: Das itb bietet im Oktober 2026 Schulungen in Stuttgart und Karlsruhe an. Beratende, die sich für Dienstleistungen interessieren, können sich bereits anmelden.

Bereits seit 2014 können sich Beraterinnen und Berater in Baden-Württemberg für die Dienstleistungsberatung qualifizieren. Die Schulungsinhalte rund um das Thema „Dienstleistung“ und die sich abwechselnden Theorie- und Praxisteile kommen bei den Teilnehmenden traditionell sehr gut an. In diesem Jahr werden die bewährten Formate gezielt weiterentwickelt: Der Fokus soll stärker auf „Produktivität“ und „Industrienähe“ liegen. Auch wenn die Neukonzeption noch in Arbeit ist, sollten Sie sich bereits jetzt die Termine vormerken und einen Platz sichern:

  • „Dienstleistungen systematisch gestalten“ am 08.10.2026 in Stuttgart
  • „Dienstleistungs-Produktivität steigern“ am 22.10.2026 in Karlsruhe

Weitere Details zu den Schulungen finden Sie hier.

Das itb (Institut für Betriebsführung im DHI e.V.) organisiert die Schulungen im Rahmen des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen. Weitere Informationen zum Zentrum für industrienahe Dienstleistungen finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Henrik Lerche

Bild: Beratende in Dienstleistungsschulung © Henrik Lerche (itb)

Leere Sitzreihen bei ITB Karlsruhe, Konferenzraum mit blauen Stühlen.
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Impulse für die moderne Berufsbildung im Handwerk

AG BFN Fachtagung: Diskussion um Chancen der Transformation für die Berufsbildung. Im Fokus stehen systemische Ansätze und neue Wege der Fortbildung.

Die Zukunft der Berufsbildung erfordert systemische Antworten – dieses zentrale Fazit prägte die Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) am 12. und 13. März 2026. Die Veranstaltung, organisiert vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO, dem Karlsruher Institut für Technologie sowie der Technischen Universität Hamburg, bot eine hochkarätige Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik.

Unter dem Motto „Zukunftsweisende Berufsbildung: Chancen der Transformation für Innovationen nutzen“ wurden aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze intensiv diskutiert. Besonders betont wurde, dass nachhaltige Entwicklungen nur gelingen können, wenn didaktische, institutionelle und ordnungspolitische Ebenen eng miteinander verzahnt werden.

An diese Perspektive knüpften Verena Berten (itb) und Dr. Friederike Enßle-Reinhard (f-bb) mit ihrem Beitrag an. Sie diskutierten unter dem Titel „‚Da setze ich mich zwei Stunden aufs Sofa und dann hab‘ ich das durchgespielt.‘ Microcredentials im Spannungsfeld zwischen Flexibilitätserwartungen und fundierter Berufsbildung“ mit den Teilnehmenden der Fachtagung. Dabei wurde deutlich, dass flexible Lernformate zwar neue Chancen eröffnen, gleichzeitig jedoch hohe Anforderungen an Qualität und Struktur stellen. Die vorgestellten Erkenntnisse resultieren aus dem Projekt „InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials“.

Die Tagung bot insgesamt wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Berufsbildung und unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Lösungsansätze in Zeiten tiefgreifender Transformation.

Förderhinweis

Das Projekt InnoFort wird gefördert als InnoVET PLUS-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das BMBFSFJ bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Verena Berten

© Bild von Maurice Müller auf Pixabay

 

 

ITB Karlsruhe 2026, Fachmesse für Tourismus und Reisen in Deutschland.

WIN:A Transfertag 2026: Wissen, was wirkt – Transfer als Gemeinschaftsaufgabe

SAVE THE DATE

WIN:A Transfertag 2026

7. Juli 2026
9:30 – 16:15 Uhr
KOMED, Köln

Unter dem Titel „Wissen, was wirkt – Transfer als Gemeinschaftsaufgabe“ diskutiert der diesjährige Transfertag die Gestaltung von Transferprozessen als gemeinsame Aufgabe betrieblicher und wissenschaftlicher Akteure. Im Fokus stehen praxisnahe Impulse, Demonstratoren sowie der Austausch zwischen Betriebsräten, Beratenden, Forschenden und KMU-Führung.

Alle Informationen zum Programm und den Link zur kostenfreien Anmeldung finden Sie hier.