itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Schlagwort: Innovation

itb, Projekte

Veröffentlichung zu Qualifizierungsbedarfen im HW

Wie verändern Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit die Kompetenzanforderungen im Handwerk? Ein neuer Bericht aus dem Projekt InnoFort zeigt Ansatzpunkte für die betriebliche Weiterbildung.

Im Projekt „Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials (InnoFort)“ wurden aktuelle Qualifizierungsbedarfe im Handwerk systematisch untersucht. Die Analyse basiert auf einer Kombination aus Literaturauswertung, quantitativer Sekundärdatenauswertung sowie qualitativen Interviews mit Handwerksbetrieben unterschiedlicher Größen und Gewerke. Ziel war es, die Rolle von Digitalisierung, KI und Nachhaltigkeit im Handwerk sowie daraus entstehende Qualifizierungsbedarfe zu analysieren.

Die Ergebnisse zeigen, dass neben spezifischem Fachwissen – etwa im Umgang mit digitalen Technologien, Ressourceneffizienz oder Kreislaufwirtschaft – insbesondere überfachliche Kompetenzen an Bedeutung gewinnen. Dazu zählen unter anderem gewerkeübergreifendes Denken, Anpassungsfähigkeit sowie Kommunikations- und Beratungskompetenzen.

Gleichzeitig wird deutlich, dass Qualifizierungsangebote vor allem dann als sinnvoll und umsetzbar wahrgenommen werden, wenn sie sich gut in betriebliche Abläufe integrieren lassen, praxisnah gestaltet sind und eine flexible, selbstgesteuerte Teilnahme ermöglichen.

Die Ergebnisse wurden in einem Bericht aufbereitet, der als Veröffentlichung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) online unter: https://www.f-bb.de/fileadmin/Projekte/INFO/2603_f-bb-Bericht_Qualifizierungsbedarfe_Handwerk.pdf zur Verfügung steht.

Das Projekt InnoFort wird gemeinsam vom itb mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und BAUM e.V. durchgeführt.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ansprechperson: Verena Berten

Titel Veröffentlichung © f-bb

 

 

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Schulungsangebot für die Dienstleistungsberatung

Save The Date: Das itb bietet im Oktober 2026 Schulungen in Stuttgart und Karlsruhe an. Beratende, die sich für Dienstleistungen interessieren, können sich bereits anmelden.

Bereits seit 2014 können sich Beraterinnen und Berater in Baden-Württemberg für die Dienstleistungsberatung qualifizieren. Die Schulungsinhalte rund um das Thema „Dienstleistung“ und die sich abwechselnden Theorie- und Praxisteile kommen bei den Teilnehmenden traditionell sehr gut an. In diesem Jahr werden die bewährten Formate gezielt weiterentwickelt: Der Fokus soll stärker auf „Produktivität“ und „Industrienähe“ liegen. Auch wenn die Neukonzeption noch in Arbeit ist, sollten Sie sich bereits jetzt die Termine vormerken und einen Platz sichern:

  • „Dienstleistungen systematisch gestalten“ am 08.10.2026 in Stuttgart
  • „Dienstleistungs-Produktivität steigern“ am 22.10.2026 in Karlsruhe

Weitere Details zu den Schulungen finden Sie hier.

Das itb (Institut für Betriebsführung im DHI e.V.) organisiert die Schulungen im Rahmen des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen. Weitere Informationen zum Zentrum für industrienahe Dienstleistungen finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Henrik Lerche

Bild: Beratende in Dienstleistungsschulung © Henrik Lerche (itb)

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Impulse für die moderne Berufsbildung im Handwerk

AG BFN Fachtagung: Diskussion um Chancen der Transformation für die Berufsbildung. Im Fokus stehen systemische Ansätze und neue Wege der Fortbildung.

Die Zukunft der Berufsbildung erfordert systemische Antworten – dieses zentrale Fazit prägte die Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft Berufsbildungsforschungsnetz (AG BFN) am 12. und 13. März 2026. Die Veranstaltung, organisiert vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO, dem Karlsruher Institut für Technologie sowie der Technischen Universität Hamburg, bot eine hochkarätige Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Praxis und Politik.

Unter dem Motto „Zukunftsweisende Berufsbildung: Chancen der Transformation für Innovationen nutzen“ wurden aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze intensiv diskutiert. Besonders betont wurde, dass nachhaltige Entwicklungen nur gelingen können, wenn didaktische, institutionelle und ordnungspolitische Ebenen eng miteinander verzahnt werden.

An diese Perspektive knüpften Verena Berten (itb) und Dr. Friederike Enßle-Reinhard (f-bb) mit ihrem Beitrag an. Sie diskutierten unter dem Titel „‚Da setze ich mich zwei Stunden aufs Sofa und dann hab‘ ich das durchgespielt.‘ Microcredentials im Spannungsfeld zwischen Flexibilitätserwartungen und fundierter Berufsbildung“ mit den Teilnehmenden der Fachtagung. Dabei wurde deutlich, dass flexible Lernformate zwar neue Chancen eröffnen, gleichzeitig jedoch hohe Anforderungen an Qualität und Struktur stellen. Die vorgestellten Erkenntnisse resultieren aus dem Projekt „InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials“.

Die Tagung bot insgesamt wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der Berufsbildung und unterstrich die Bedeutung gemeinsamer Lösungsansätze in Zeiten tiefgreifender Transformation.

Förderhinweis

Das Projekt InnoFort wird gefördert als InnoVET PLUS-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das BMBFSFJ bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Verena Berten

© Bild von Maurice Müller auf Pixabay

 

 

WIN:A Transfertag 2026: Wissen, was wirkt – Transfer als Gemeinschaftsaufgabe

SAVE THE DATE

WIN:A Transfertag 2026

7. Juli 2026
9:30 – 16:15 Uhr
KOMED, Köln

Unter dem Titel „Wissen, was wirkt – Transfer als Gemeinschaftsaufgabe“ diskutiert der diesjährige Transfertag die Gestaltung von Transferprozessen als gemeinsame Aufgabe betrieblicher und wissenschaftlicher Akteure. Im Fokus stehen praxisnahe Impulse, Demonstratoren sowie der Austausch zwischen Betriebsräten, Beratenden, Forschenden und KMU-Führung.

Alle Informationen zum Programm und den Link zur kostenfreien Anmeldung finden Sie hier.

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itb im neuen Zentrum für Dienstleistungen

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) wird wissenschaftlicher Partner im neu gegründeten „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“, in dessen Rahmen innovative und wettbewerbsfähige Dienstleistungen für KMU entwickelt werden.

Für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg sind technologie- und wissensintensive Dienstleistungen ein zunehmend wichtiger Wettbewerbsfaktor. Sie erzeugen Innovationsimpulse und bieten die Möglichkeit für neue Geschäftsmodelle, Produktivitätssteigerungen und zusätzliche Wertschöpfung im Dienstleistungsexport. Vor diesem Hintergrund wird das neue „Zentrum für industrienahe Dienstleistungen“ gemeinsam mit Unternehmen in Baden-Württemberg Entwicklungsprojekte zur Konzeption und Umsetzung innovativer Services aufsetzen und vorantreiben. Durch die unternehmenszentrierte Methodik und die wissenschaftliche Begleitung werden die Entwicklungsprojekte so umgesetzt, dass sämtliche Unternehmen im Bereich der industrienahen Dienstleistungen in Baden-Württemberg von den entwickelten Lösungen profitieren können.

Die mittelstandsgeführte Forschungs- und Transfermethodik des neuen Zentrums setzt die langjährige, erfolgreiche Arbeit des Kompetenzzentrums Smart Services konsequent fort. Der Fokus auf technologieorientierte Dienstleistungen unterstreicht auch den Forschungs- und Transferansatz des itb. Durch das neue Zentrum wird eine Brücke geschlagen von der Forschung zur unternehmerischen Praxis im Dienstleistungssektor. Interessierte Unternehmen aller Branchen sind eingeladen, im Rahmen des neuen Zentrums aktiv an den Dienstleistungen der Zukunft zu arbeiten. Eine Kontaktaufnahme sowie die Einbringung eigener Ideen für innovative Projekte sind über die Webseite des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen (https://industrienahe-dienstleistungen.de) unkompliziert möglich.

Die wissenschaftlichen Partner des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen sind neben dem itb das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation in Stuttgart, das Forschungs- und Innovationszentrum Kognitive Dienstleistungssysteme in Heilbronn sowie die beiden Hochschulen in Furtwangen und in Konstanz. Mit diesen Projektpartnern hat das itb bereits erfolgreich im Rahmen des Kompetenzzentrums Smart Services zusammengearbeitet, das in den Jahren 2019 bis 2025 rund 20.000 Unternehmen erfolgreich bei der Digitalisierung unterstützt hat.

Das Zentrum für industrienahe Dienstleistungen wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg im Jahr 2026 mit insgesamt 1,6 Millionen Euro gefördert.

Ansprechpersonen: Henrik Lerche, Dr. Jochen Siegele, Dr. Sabrina Weber

Bild: Logo des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen © itb

DHI, itb

Handwerksbetriebe in innenstadtnahen Gebieten

Das itb veröffentlicht einen Bericht zur Lösung von standortbezogenen Nutzungskonflikten des Handwerks in inneren Stadtbereichen unter Berücksichtigung von Mobilitätsstrukturen

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) hat für den Zentralverband des Deutschen Handwerks für die Standortsicherung von Handwerksbetrieben in inneren Stadtbereichen standortbezogene Nutzungskonflikte unter Berücksichtigung von Erreichbarkeits- und Mobilitätsstrukturen identifiziert. Zur Bewältigung dieser Nutzungskonflikte wurden Konfliktlösungsstrategien für die Mobilität von Handwerksbetrieben auf Ebene der Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik unter die Lupe genommen. Einige der in dieser Ausarbeitung benannten Lösungsansätze bezüglich Lade- und Servicezonen, Organisation der Zulieferung, Wandel der Fahrzeugparks, betrieblichem Mobilitätsmanagement, Antriebswende, Abstellen am Betriebssitz sowie Zugängen zu verkehrseingeschränkten Bereichen können in Zukunft zur Bewältigung von solchen standortbezogenen Nutzungskonflikten beitragen.

Die Ergebnisse dieses Projekts, das Teil des DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramms 2024/2025 war, wurden in einem Bericht zusammengestellt und stehen kostenfrei als Download unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/#2025 zur Verfügung.

Ansprechpartner: Dr. Jochen Siegele

© Bild von Brigitte Werner auf Pixabay

itb, Projekte

Zweite Projektbeiratssitzung im Projekt InnoFort

Im Fokus der Online-Sitzung vom 28.11.2025 standen die Vorstellung des aktuellen Projektstands sowie die gemeinsame fachliche Weiterentwicklung des Projektvorhabens.  

Nach einer kurzen Darstellung der bisher umgesetzten Arbeitsschritte wurden die auf Basis einer Literatur- und Sekundäranalyse sowie qualitativer Interviews erarbeiteten Erkenntnisse vorgestellt. Diese sind in einem Ergebnisbericht dokumentiert und wurden im Rahmen der Beiratssitzung in ihren zentralen Punkten gemeinsam vertieft. Besonders deutlich wurde hierbei, dass die digitale und grüne Transformation Kompetenzanforderungen im Handwerk grundlegend verändert. Gefragt sind neben spezifischem Fachwissen (z.B. zu nachhaltiger Beschaffung und digitalen Technologien) auch überfachliche Kompetenzen wie Kommunikations- und Beratungskompetenz. Was bestehende Qualifizierungsformate im betrieblichen Bereich betrifft, so sind diese in Zielsetzung und Wirkung heterogen, wobei betriebsintegrierte Maßnahmen besonders wirksam sind.

Aktuell wird im Projekt ein Gestaltungsrahmen für Microcredentials für die Bildungslandschaft im Handwerk überprüft. Die Beiratssitzung fungierte hierfür als Ideengeber. In diesem Rahmen wurden die Grundsätze der zugrunde liegenden EU-Ratsempfehlung reflektiert und deren Bedeutung sowie Anwendungsmöglichkeiten für die Bildungslandschaft des Handwerks gemeinsam diskutiert.

Das Projekt InnoFort wird gemeinsam vom itb mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung und BAUM e.V. durchgeführt.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Verena Berten

© Oleksandr Pidvalnyi auf Pixabay

 

 

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Prototyp-Plattform für 3D-Druckkonfiguratoren online

Im Rahmen des Forschungsprojekts 3DiH – 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie (BMFTR), steht nun eine Prototyp-Plattform zur Verfügung, die Anwenderinnen und Anwender zur Erprobung innovativer digitaler Fertigungsprozesse einlädt.

Das 3DiH-Team öffnet zum Jahresende die Pforten zur Gestaltung individueller Designs für den 3D-Druck. Entwickelt in Kooperation mit dem Softwareunternehmen Trinckle, bietet die Plattform vielfältige Möglichkeiten, um cloudbasierte 3D-Design- und Fertigungsprozesse im Lebensmittelhandwerk zu erproben – auch ohne eigenen 3D-Drucker. Die Plattform ermöglicht, 3D-Modelle flexibel an spezifische Anforderungen anzupassen. Dies reicht von der einfachen Parametrisierung einzelner Bauteile bis hin zur vollständigen Automatisierung komplexer Designprozesse, wodurch sowohl Entwicklungszeit als auch Produktionskosten signifikant reduziert werden können.

Nutzerinnen und Nutzer können innerhalb der Plattform unterschiedliche Konfiguratoren einzeln oder in Kombination für verschiedene Anwendungsszenarien testen – etwa für:

  • Schokostücke
  • Tiefzieh-Extrudate
  • Linocut-Motive
  • Belüftungslöcher (für Tiefziehformen)
  • Stempel
  • Cookie Cutter (Ausstechformen)
  • KI Tolls (für 2D- und 3D-Objekten)

Diese Beispiele zeigen die große Bandbreite möglicher Anwendungen des 3D-Drucks im Lebensmittelhandwerk – von dekorativen Elementen bis hin zu funktionalen Produktionshilfen. Eine Besonderheit der Plattform sind die KI-basierten 2D- und 3D-Konfiguratoren, die Designprozesse zusätzlich vereinfachen. Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich Vorlagen automatisch generieren, anpassen und in druckbare Modelle überführen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Bibliothek hilfreicher Templates sowie ein umfangreiches Schulungs- und Informationsmaterial rund um den Einsatz von 3D-Drucktechnologien im Lebensmittelhandwerk.

Die Nutzung der Plattform steht nicht nur Forschungseinrichtungen oder Handwerksbetrieben offen. Auch Interessierte ohne eigenen 3D-Drucker können die Funktionen vollständig testen und Designprozesse virtuell erleben. Damit schafft das Projekt 3DiH eine niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit in die digitale Produktentwicklung und trägt zur weiteren Digitalisierung handwerklicher Produktionsprozesse bei.

Mehr Informationen zum Projekt: www.3DiH.de

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

© Trinckle