itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

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Azubis ansprechen über Social Media: Projekt startet Aktion

Innovative Unterstützung für Handwerksbetriebe zur Mitarbeitergewinnung und -bindung gibt das Projekt Next Level Handwerk unter der Schirmherrschaft der Aktion Modernes Handwerk e.V. (AMH). Das Institut für Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e. V. (itb) ist als wissenschaftliche Begleitung mit dabei.

Viele Betriebe fragen sich: Kann man als Handwerksbetrieb junge Menschen über Social Media erreichen und ihr Interesse an einer handwerklichen Ausbildung wecken? Dies ist derzeit der Fokus bei Next Level Handwerk und Fragen, die am besten die Jugendlichen selbst beantworten. Daher haben Marta (19) und Lea (19), zwei junge Frauen aus der umworbenen Generation Z, die relevanten Kanäle wie Instagram, TikTok und Youtube nach Inhalten von Handwerksbetrieben durchsucht, die sie ansprechen und neugierig machen.

Unter dem Titel „Lea und Marta zeigen, wie´s geht“ präsentieren sie jetzt regelmäßig auf nextlevelhandwerk.de gelungene Posts von Handwerksbetrieben und erklären, was sie an diesen Beiträgen anspricht und warum sie ihnen positiv aufgefallen sind. „Mit der neuen Rubrik wollen wir Handwerksbetrieben Orientierung für eigene Aktivitäten auf Social Media-Kanälen geben. Und nichts hilft da konkreter und effektiver als das unmittelbare Feedback aus der Zielgruppe“, erklärt Anja Cordes vom Institut für Betriebsführung (itb), das auch dieses Angebot inhaltlich begleitet.

Next Level Handwerk bietet Innungsbetrieben auf seiner Website aber noch mehr: Neben Aktionen, Live-Events und regelmäßigen Blogbeiträgen, die wichtige Themenfelder der Arbeitgeberattraktivität beleuchten, befindet sich eine Online-Bibliothek zu allen Facetten der Personalgewinnung und -bindung mit Downloads, Links und Videos im Aufbau. Ein wichtiger Baustein ist auch die bundesweite Imagekampagne des Handwerks mit ihren Angeboten an Designvorlagen und Werbematerial für die Unternehmen. Denn sinnvoll verzahnt eingesetzt, stärkt auch der Werbedruck der bundesweiten Kampagne die Arbeitgeberattraktivität des einzelnen Handwerksbetriebes.

Ermöglicht wird dieses langfristig gedachte und angelegte Projekt durch das Engagement der handwerksnahen Partner Signal Iduna, IKK classic, Mewa Textil-Service und Grün Handwerk Digital. Alle Infos zum Projekt finden interessierte Handwerker unter www.nextlevelhandwerk.de.

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© Next Level Handwerk

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Handwerk in innenstadtnahen Gebieten

itb veröffentlicht Bericht zur Bedeutung des Handwerks in Innenstädten

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) hat für den Zentralverband des Deutschen Handwerks neue Ansätze zur Sicherung, Neuansiedlung und Präsentation von Handwerksbetrieben in inneren Stadtbereichen analysiert.

Es ging dabei darum, Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen durch folgende Tätigkeiten zu unterstützen:

  • Anregungen zur Sicherung und Neuerschließung von innerörtlichen (kundennahen) Standorten, Eindämmung der Verdrängung von Handwerksbetrieben
  • Möglichkeit zu größerer „Sichtbarkeit“ der modernen Angebote des Handwerks für Kundschaft und potenzielle Fachkräfte
  • Weitere Sensibilisierung der Kommunen für Potenziale des Handwerks in den Städten

Im Rahmen des zum DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramm 2022/2023 gehörenden Projekts wurden wesentliche Erkenntnisse in einem Bericht zusammengestellt. Der Bericht liegt jetzt vor und steht unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/ als Download zur Verfügung.

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Betriebe wünschen sich passgenaue Angebote in der Weiterbildung

Das Institut für Betriebsführung (itb) führte im Verbundprojekt mehrWERT eine Betriebsbefragung mit rund 130 Probanden zu ihren Bedarfen in der Weiterbildung durch. Die Ergebnisse liegen nun vor.

In mehr als der Hälfte der befragten Betriebe fehlen dezidierte Ansprechperson für Weiterbildung und nur jeder fünfte Betrieb erfasst regelmäßig seine Qualifizierungsbedarfe, ein Viertel aller Betriebe schafft dies überhaupt nicht. Diese Zahlen zeigen die Wichtigkeit einer unabhängigen und kostenfreien Beratung zur strategischen Personalentwicklung für Handwerksbetriebe.

Genau das will das Verbundprojekt mehrWERT erreichen und setzt sich zum Ziel, Betriebe in sieben Landkreisen zu ihren Bedarfen zu beraten und das berufliche Weiterbildungsangebot mit regionalen Anbietenden weiterzuentwickeln.

Die Befragung zeigt daneben konkrete Themen, zu welchen die befragten Betriebe Weiterbildungsbedarfe sehen: Dies sind vor allem bei Führungsthemen wie Teamentwicklung, Personalthemen wie Motivation sowie Bindung von Mitarbeitenden und Kommunikationsthemen wie Konfliktmanagement und interne Kommunikation. Bei den sogenannten „Trendthemen“ fällt auf, dass Digitalisierung für viele Betriebe ein großes Thema ist, während für Nachhaltigkeit, Diversität oder Künstliche Intelligenz die Bedarfe an Weiterbildung geringer eingeschätzt werden.

Der Analysebericht kann hier heruntergeladen werden.

Das Projekt mehrWERT wird im Rahmen des Bundesprogramms zum Aufbau von Weiterbildungsverbünden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und ist einer von 53 Weiterbildungsverbünden (WBV) bundesweit. mehrWERT erstreckt sich über die Landkreise Cloppenburg, Vechta, Diepholz, Nienburg/Weser, Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden. Projektträgerin ist die Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH.

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Nachhaltige Betriebsführung im Handwerk

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) hat für den Spitzenverband des Handwerks in Baden-Württemberg – HANDWERK BW – untersucht, wie Handwerksbetriebe möglichst nachhaltig arbeiten können. Der Bericht liegt jetzt vor.

Ziel des Projekts war, Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen durch folgende Tätigkeiten zu unterstützen:

  • Veröffentlichung von Informationen zur nachhaltigen Unternehmensführung
  • Erarbeitung praktischer Ansätze, Hilfestellungen und Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Unternehmensführung
  • Ermittlung von Best Practice-Beispielen für eine nachhaltige Unternehmensführung

Im Bericht werden verschiedene Schritte vorgestellt, die ein Betrieb berücksichtigen sollte, um ökonomische, soziale und ökologische Nachhaltigkeitsthemen erfolgreich in sein Geschäftsmodell zu integrieren. Der im Rahmen des DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramms 2022/2023 erstellte Bericht kann unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/ kostenfrei heruntergeladen werden.

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Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung

Institut für Betriebsführung im DHI e.V. bietet Seminarreihe in Villingen-Schwenningen an

Bereits seit 2014 können sich Beratende in Baden-Württemberg für die Dienstleistungsberatung qualifizieren. Die Seminarinhalte rund um das Thema „Dienstleistung“ und die sich abwechselnden Theorie- und Praxisteile kommen bei den Teilnehmenden traditionell sehr gut an. Sie bezeichnen die Seminare u.a. als „bereichernd“, „weitere Perspektiven eröffnend“ und „in der praktischen Umsetzung bei der Kundschaft unterstützend“. Ein Seminar mit dem Titel „Green Services“ wird nun die etablierte Seminarreihe um wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit ergänzen. In den nächsten Monaten werden die Seminare in Villingen-Schwenningen an den folgenden Terminen stattfinden:

  • „Systematische Dienstleistungsgestaltung (Service Engineering)“ am 30. Januar 2024
  • „Steigerung der Dienstleistungsproduktivität mit dem Service-Navigator“ am 28. Februar 2024
  • „Methodische Gestaltung digital unterstützter Geschäftsmodellinnovationen“ am 18. und 19. März 2024
  • „Green Services“ am 9. und 10. April 2024

Hier finden Sie weitere Details zu den Seminaren sowie Anmeldeinformationen: https://smart-service-bw.de/category/veranstaltungen/. Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. organisiert die Seminarreihe im Rahmen des Kompetenzzentrums Smart Services. Weitere Informationen zum Kompetenzzentrum Smart Services finden Sie unter https://smart-service-bw.de.

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Beratende im Seminar © Dr. Esther Stern (itb)

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Wie erfolgreicher Transfer in der Arbeitsgestaltung gelingt

Unter Beteiligung des Instituts für Betriebsführung wurde ein Fachbuch zum Transfer von Forschungswissen zu kleinen und mittleren Betrieben veröffentlicht.

Die Arbeitsforschung erarbeitet kontinuierlich neue Erkenntnisse zur Gestaltung der Arbeit. Auch das itb überführt diese Forschungsergebnisse in praxistaugliche Produkte wie z. B. Leitfäden, Checklisten oder Umsetzungshilfen. Solche Produkte können Betriebe dabei unterstützen, aktuelle Herausforderungen wie die Fachkräfteproblematik, die Digitalisierung oder die Energie- und Klimakrise zu bewältigen und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Jedoch zeigen zahlreiche Studien eine Transferlücke aus den Arbeitswissenschaften in die Praxis: Oftmals sind Forschungsergebnisse sowie ihre Produkte nicht bekannt bzw. werden nicht wahrgenommen. Zudem bestehen meist wenig Anknüpfungspunkte für das alltägliche Handeln im Betrieb oder der Beratung oder es bestehen Schwierigkeiten bei der Übersetzung arbeitswissenschaftlicher Ergebnisse in den eigenen Anwendungskontext. Im neu erschienen Fachbuch Erfolgreicher Transfer in der Arbeitsgestaltung. Wie Dienstleistungen zur präventiven Arbeitsgestaltung und Ergebnisse der Arbeitsforschung die Akteure in den Unternehmen wirkungsvoll erreichen werden Ansätze für einen erfolgreichen Wissenstransfer untersucht und konkrete Beispiele und Lösungen für gelungenen Transfer dargestellt.

Für den Handwerksbereich sind zwei Beiträge erschienen:

Von Dr. Constantin Terton vom Zentralverband des Deutschen Handwerks zu Transfer und Handwerk – Praxiserfahrungen und bewährte Ansätze für einen erfolgreichen Wissenstransfer.

Von Anja Cordes, Judith Schliephake und Julia Maxi Bauer (Institut für Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut) zu Transfer und Handwerk – Herausforderungen und strukturelle Rahmenbedingungen des Handwerks als Rezipient und Produzent arbeitswissenschaftlichen Wissens.

Diese Beiträge sind wie das gesamte Fachbuch offen zugänglich und können unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/ kostenfrei heruntergeladen werden.

Das Fachbuch wurde im Rahmen des Projekts Win:A veröffentlicht, welches im Rahmen des Programms »Zukunft der Wertschöpfung. Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit« vom BMBF gefördert wird. Win:A entwickelt Strategien und Produkte für eine neue Transfer- und Handlungskultur, in der die Ergebnisse der Arbeitsforschung jederzeit für alle Akteure verfügbar sind und in deren Alltagshandeln berücksichtigt werden. Dafür werden unterschiedliche intermediäre Organisationen eingebunden.

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© Waxmann Verlag, Münster

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Weiterhin Bedarf an verbessertem Transfer

Das itb führt im Rahmen des Forschungsprojektes WIN:A regelmäßig Bedarfserhebungen im Handwerk durch und analysiert, wie der Wissenstransfer in der Arbeitswissenschaft weiter angepasst werden muss.

Die Arbeitsforschung bietet hilfreiche und innovative Ansätze für die Bewältigung aktueller Herausforderungen, wie der digitalen Transformation oder des Fachkräftemangels, sowie für die Gestaltung optimaler Arbeitsbedingungen im Betrieb. Jedoch kommt dieses Wissen oftmals nicht in der Breite der Betriebe an und es existiert eine Transferlücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihrer Umsetzung im Handwerk. Das itb verfolgt daher im Projekt WIN:A das Ziel, den bedarfsgerechten Transfer von Arbeitsforschungsergebnissen in das Handwerk zu verbessern.

Die erste Bedarfserhebung im Handwerk durch WIN:A fokussiert auf die Themen der Arbeitsforschung, ihre Aufbereitung und Netzwerke. Betriebe betonen die Relevanz langfristiger Themen wie Fachkräfterekrutierung, digitale Transformation und Nachhaltigkeit. Die befragten Beratenden des Handwerks legen besonders großen Wert auf Kommunikationsfähigkeiten, Motivation und Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch KI-Anwendungen. Beide Gruppen sehen Netzwerke als wichtige Struktur für den Austausch, vorausgesetzt, der Nutzen für die Betriebe ist klar erkennbar.

Die Studie betont die Bedeutung eines stetigen Dialogs zwischen Forschung und Praxis sowie die Rolle von intermediären Organisationen und Netzwerken. Zukünftige Erhebungen sollten sich auf konkrete Transferprodukte und innovative Formate konzentrieren, um die Transferlücke zu schließen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Der Artikel Schliephake, J., Ihm, A., Bauer J.M. & Cordes, A. (2023): Vom Labor zur Werkbank: Bedingungen für einen wirksamen Transfer arbeitswissenschaftlicher Ergebnisse in die handwerkliche Praxis. Veröffentlichung im Rahmen des BMBF-Forschungsprojektes WIN:A – Wissens- und Innovations-Netzwerk: Arbeitsforschung – Arbeitswissenschaft durch innovative Transfermethoden regional nutzbar machen. Karlsruhe. Kann unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/ kostenfrei heruntergeladen werden.

Wenn Sie an der Weiterentwicklung des bedarfsgerechten Transfers mitwirken wollen, nehmen Sie am nächsten Online-Workshop teil, damit Wissen schneller für das Handwerk nutzbar wird: Die Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten! Donnerstag, der 07.02.2024, 11:00 – 13:00 Uhr (online via Teams), Anmeldung und Infos unter: bauer@itb.de

Die Bedarfserhebungen finden im Rahmen des Projekts WIN:A statt, welches vom BMBF gefördert wird. WIN:A entwickelt Strategien und Produkte für eine neue Transfer- und Handlungskultur, in der die Ergebnisse der Arbeitsforschung jederzeit für alle Akteure verfügbar sind und in deren Alltagshandeln berücksichtigt werden. Dafür werden unterschiedliche intermediäre Organisationen eingebunden.

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© Pixabay

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Betriebsbefragung zu Bedarf in der Weiterbildung

In mehr als der Hälfte der befragten Betriebe fehlen dezidierte Ansprechperson für Weiterbildung und nur jeder fünfte Betrieb erfasst regelmäßig seine Qualifizierungsbedarfe, ein Viertel aller Betriebe schafft dies überhaupt nicht. Diese Zahlen zeigen die Wichtigkeit einer unabhängigen und kostenfreien Beratung zur strategischen Personalentwicklung für Handwerksbetriebe.

Genau das will das Verbundprojekt mehrWERT erreichen und setzt sich zum Ziel, Betriebe in sieben Landkreisen zu ihren Bedarfen zu beraten und das berufliche Weiterbildungsangebot mit regionalen Anbietenden weiterzuentwickeln.

Die Befragung zeigt daneben konkrete Themen, zu welchen die befragten Betriebe Weiterbildungsbedarfe sehen: Dies sind vor allem bei Führungsthemen wie Teamentwicklung, Personalthemen wie Motivation sowie Bindung von Mitarbeitenden und Kommunikationsthemen wie Konfliktmanagement und interne Kommunikation. Bei den sogenannten „Trendthemen“ fällt auf, dass Digitalisierung für viele Betriebe ein großes Thema ist, während für Nachhaltigkeit, Diversität oder Künstliche Intelligenz die Bedarfe an Weiterbildung geringer eingeschätzt werden.

Der Analysebericht kann hier heruntergeladen werden.

Das Projekt mehrWERT wird im Rahmen des Bundesprogramms zum Aufbau von Weiterbildungsverbünden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und ist einer von 53 Weiterbildungsverbünden (WBV) bundesweit. mehrWERT erstreckt sich über die Landkreise Cloppenburg, Vechta, Diepholz, Nienburg/Weser, Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden. Projektträgerin ist die Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH.

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© itb Karlsruhe

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3D-Druck und Handwerk – geht das zusammen?

Vom 14.-15. November fand im Urban Innovation Hub in Heilbronn eine Schulung des Kompetenzzentrums Smart Services für Beratende zu Potenzialen, Anwendungsfeldern und
Geschäftsmodellen des 3D-Drucks im Handwerk statt.

3D-Druck (Additive Fertigung) ist in aller Munde. Mit neuen Druckmöglichkeiten und Anwendungsfeldern steigt das Innovationspotenzial von Geschäftsmodellen – besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem Handwerk.

Im Rahmen des Kompetenzzentrums Smart Services organisierte das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb, Karlsruhe) eine Schulung rund um das Thema 3D-Drucktechnologie im Handwerk. Referent Patrick Amato vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk (MDZH) konnte mit seiner fachlichen und praktischen Expertise interessante Einblicke in das Thema bieten und beleuchtete sowohl Grundlagen der 3D-Drucktechnologie als auch Anwendungspotenziale. Konkret umfassten die Schulungsinhalte verschiedene Druckverfahren sowie deren Vor- und Nachteile, Informationen zu Hard- und Software, Möglichkeiten der Implementierung in bisherige Geschäftsprozesse und -modelle sowie Best-Practice-Beispiele.

Es wurde deutlich, dass die Technologie diverse Potenziale der Weiterentwicklung bisheriger Geschäftsmodelle und Prozessketten bietet. Die Anforderungen an das jeweilige 3D-Druckverfahren und entsprechende Beratungsansätze müssen jedoch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich angegangen werden.

Die Schulung richtete sich an KMU- und Handwerks-Beratende aus Baden-Württemberg – ohne und mit Vorwissen. Neben den fachlichen Einblicken bot die Schulung auch die Möglichkeit für Networking, Austausch und neue Impulse unter den Beratenden.

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© Stern, itb

Patrick Amato informiert über die Herausforderungen der Additiven Fertigung

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Rolle und Bedeutung der Reparatur im Handwerk

Tradition und Handwerkskunst trifft auf Nachhaltigkeit. Dies ist der Fall beim Thema Reparatur. Jedoch existiert nur eine eingeschränkte Datenlage zum Handwerk als Reparateur. Der Artikel zur Reparatur und Handwerk vom itb und ifh gibt Einblicke.  

Die Zunahme des Umweltbewusstseins rückt die Reparatur in den Fokus. Statt Gegenstände wegzuwerfen und durch neue zu ersetzen, suchen immer mehr Menschen nach nachhaltigen Alternativen. Von der Reparatur antiker Möbelstücke mit ideellem Wert bis hin zur Verlängerung der Lebensdauer elektronische Geräte, sei es aus Nachhaltigkeits- oder Kostengründen – hier spielt das Handwerk als Reparaturdienstleister eine wesentliche Rolle.

Neben der reinen Reparierbarkeit von Objekten, umfasst Reparatur aber auch die ökonomische, die juristische und die soziale Ebene. So sind auch die Rollen des Handwerks verschieden, denn das Handwerk ist nicht nur Reparaturdienstleister, sondern ebenso selbst als Hersteller von Produkten von Gesetzen zur Reparierbarkeit und Ersatzteilverfügbarkeit betroffen. Ebenso nutzen Handwerksbetriebe selbst Reparaturen, wenn beispielweise Anlagen oder Maschinen defekt sind. Die Datenlage zur Rolle und Bedeutung der Reparatur im Handwerk ist jedoch äußerst eingeschränkt. Die Studie Reparatur und Handwerk aus dem DHI-Gemeinschaftsprojekt befasst sich auf verschiedenen Ebenen mit dieser Forschungslücke. So liefert die Studie nicht nur eine umfassende Einordnung der Reparatur im Handwerk, sondern gibt auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Förderung der Reparaturtätigkeit in Deutschland – von der Ausweitung der Reparierbarkeit durch Hersteller bis zu politischer Unterstützung und interdisziplinärer Forschung im Handwerk.

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© itb, Mentimeterfrage auf dem ZDH-Seminar „Nachhaltigkeitsmanagement im Handwerk – Circular Economy, Ressourceneffizienz und Praxisbeispiele“