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Karlsruher Schriften zur Handwerksforschung

Band 04 - Karlsruher Schriften zur Handwerksforschung

Band 04: Personal finden und binden in Zeiten steigender Bürokratiebelastung

Nach Eröffnung der Schriftenreihe zum 100-jährigen Bestehen des itb im Jahre 2019 liegt hiermit Band 4 der Reihe vor. Im Rahmen einer Branchenstudie steht das bayerische Dachdeckerhandwerk anhand seiner aktuellen Handlungsfelder und Potenziale im Fokus. Basis ist eine Betriebsbefragung von 138 Unternehmerinnen und Unternehmern des Dachdeckerhandwerks in Bayern.

ISBN 978-3-9821317-3-3 | 1. Auflage, 2021 | 108 Seiten | Preis: 19,95 € (inkl. MwSt zzgl. Versandkosten)
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Aktuelles

Neue Termine Seminarreihe "Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung"

Neue Studie zum Dachdeckerhandwerk

Die Fachkräftesicherung und die Belastung durch Bürokratie stehen bei dieser Untersuchung des Dachdeckerhandwerks im Fokus. Neben Erkenntnissen aus der handwerklichen Praxis liegen Empfehlungen für Organisationen und Betriebe vor.

Projekt Dikraft in den Badische Neuste Nachrichten

itb Projektübersicht

Nutzen Sie unsere Projektübersicht und erhalten Sie einen ersten Einblick in die Projekte des itb.

Wissens- und Innovations-Netzwerk Arbeitsforschung (WIN:A)

Im Rahmen der Arbeitsforschung werden kontinuierlich Konzepte, Methoden und Instrumente entwickelt, die dazu eingesetzt werden können, die Arbeit von morgen aktiv zu gestalten.
Förderung:
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

HaDiL

Ländliche Regionen durch ein besser vernetztes Handwerk stärken – das ist das Ziel des Verbundprojektes „Konzeption und Erprobung von handwerklichen Dienstleistungen im ländlichen Raum“, kurz HaDiL.
Förderung: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Zukunftsthemen des Handwerks

Digitalisierung und Konnektivität

Digitalisierung und Konnektivität
Digitale Tech­nologien auf Basis von cyber-physika­lischen Sys­temen haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeu­tung gewonnen und einen welt­weiten Struktur­wandel in Wirt­schaft und Gesell­schaft, Wissen­schaft und Poli­tik aus­gelöst. Die digitale Trans­forma­tion erfasst die komplette Wert­schöpfungs­kette eines Unter­nehmens und jeden damit assoziierten Be­schäf­tigten. Dieser Wan­del hat die Fähig­keit, das aktuelle und zukünftige Geschäfts­modell grund­legend zu verändern, wobei dieser aus zeit­lichen Gesichts­punkten weniger im Sinne einer Revo­lution, vielmehr als eine Evolu­tion ver­laufen wird und nach und nach, aber stetig, unsere Wirt­schaft und Gesell­schaft verändern wird.

Ökologie und Energie

Ökologie und Energie
Der globale Klima­wandel und die lokale Luft­verschmutz­ung sowie die starke Zu­nahme des Welt­energie­bedarfes vor dem Hinter­grund be­grenz­ter fossiler Brenn­stoffe (z.B. Er­döl) stellen alle Gesell­schaften welt­weit vor große Heraus­forderungen. Anderer­seits ist eine rasante Ent­wicklung bezüglich energie- bzw. ressourcen­schonender Tech­nologien für Produkte und Dienst­leistungen von morgen (etwa Smart Home, Elektro­mobilität, Kraft­wärme­koppelung) fest­zustellen. Für das Hand­werk liegen die Heraus­forderungen der Zukunft im Aus­bau der E-Mobilität, in der dezen­tralen/lokalen Erzeugung von Strom aus Erneuer­baren Energien und der Sicher­stellung der deutschen Wert­schöpfung und Kompe­tenz bezüglich der Schlüssel­techno­logien Energie­speicher: Batterie und Brenn­stoffzelle.

Märkte und Mobilität

Märkte und Mobilität
Das wirtschaft­liche Um­feld gewinnt aufgrund der neuen Heraus­forderun­gen, wie Digita­lisierung, Um­welt- und Ressourcen­schutz und Globa­lisierung ständig an Kom­plexität. Damit die Unter­nehmen in der La­ge sind, die Chancen aufgrund von dyna­mischen Märkten zu nutzen, müssen diese bei der Bewer­tung der Ent­wick­lungen wie auch bei der Förderung betrieb­licher Inno­vationen unterstützt werden. Die syste­matische Ent­wicklung von Geschäfts­modellen spielt bei der Schaffung und Er­haltung von Wettbewerbs­vorteil eine zen­trale Rolle.

Diversität und Alterung

Diversität und Alterung
Die Heraus­forderungen liegen im grund­legenden Wan­del der Alters­struk­tur der Be­völkerung, die maß­geblich von drei Hauptein­fluss­faktoren bestimmt wird: Der sin­kenden Fer­tili­täts­rate, der ge­stiegenen Le­benser­wartung und der Netto­zuwan­derungs­rate. Die Ent­wicklung dieser drei Fak­toren führt zum demo­grafischen Wan­del. Seine Fol­ge ist eine mit zu­nehmender Ge­schwindig­keit alternde und schrumpfende Gesell­schaft in Deutsch­land, die allein über Zu­wan­derung aus ande­ren Ländern das Schrumpfen ver­hindern kann. Heraus­forde­rungen liegen im Man­gel an verfüg­baren Nachwuchs- und Fachkräften; Chancen und Potenziale ergeben sich vor allem auf der Nachfrageseite: Die veränderte Bevölkerungs-struktur führt zu veränderten Bedarfsstrukturen nach Produkten und Dienstleistungen (z.B. Stichwort: seniorengerechtes Bauen und Wohnen, Sicherheitstechnik).

Kompetenzen und Qualifizierung

Kompetenzen und Qualifizierung
Die Aus­wirkungen des Wan­dels der Arbeits­welt fordern von den Be­schäftigten und den Unter­nehmern eine Er­weite­rung und Ver­tiefung ihrer Fach- und Methoden­kennt­nisse sowie zu­nehmend der quali­fizierten Ab­schlüsse. Einer­seits verändern sich die Quali­fika­tions- und Kom­petenzan­forderungen für die Akteur/innen in Hand­werks­betrieben, anderer­seits ermög­lichen die Wand­lungs­prozesse neue Anwendungs­bereiche der Lern­medien sowie betrieb­licher Lehr- und Lern­prozesse. Dies erfor­dert von Handwerks­betrieben, die ihre Fach­kräfte in der Re­gel selbst qualifizieren, einen eigen­ständigen und syste­matischen Um­gang mit den digi­talen Möglich­keiten beruflicher Bildung und parallel zum technischen Fortschritt den Aufbau entsprechender Qualifikationen. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels erhält der Begriff des Lebenslangen Lernens ein erhöhtes Gewicht.

Gesundheit und Kultur

Gesundheit und Kultur
Mit Blick auf die gewan­delten wirt­schaft­lichen Rah­men­bedin­gungen und die Alters­struktur der Be­schäftig­ten erhöht sich die Heraus­forderung an eine zu­kunftsorien­tierte Förde­rung der Human­ressourcen, insbeson­dere wenn sich das Ver­hältnis zwischen Arbeitsan­forderun­gen und indivi­duellem Leistungs­vermögen ändert. Ein ganz­heitliches betrieb­liches Gesund­heits­manage­ment zur Förde­rung von Arbeits­fähig­keit gehört zur zen­tralen Heraus­forderung der Unter­nehmens- und Personalstrategie. Aus­gehend von der Führungsebene muss es in der Unternehmens­kultur, der Quali­fikation der Be­schäftig­ten sowie der Gestal­tung der Arbeits­systeme und dem persön­lichen Gesund­heits­verhalten ansetzen.

Einblick in unsere Geschäftsbereiche

Forschung

Die Gründungsidee des itb aus dem Jahr 1919, die Pro­dukti­vität im Hand­werk zu stei­gern, ist grund­legen­des Motiv unserer For­schungsaktivi­täten. Als eine von fünf For­schungsein­richtungen des Deutschen Hand­werksinsti­tuts e. V. (DHI) leisten wir wissen­schaft­lich fun­dierte, an­wendungs­bezogene For­schung zur Unter­nehmens­führung für kleine und mittlere Unter­nehmen (KMU), vor allem für die rund 1 Mio. Hand­werks­betriebe. Der Wandel der Arbeitswelt, sich verändernde Anforderungen der Märkte, technischer Fortschritt oder auch die Alterung der Gesellschaft bedeuten konkrete Anforderungen und Chancen für Handwerksbetriebe und die Handwerksorganisationen. Die Themen der Zukunft sind zunehmend Querschnittsthemen, die verschiedenste Fragen und Akteure betreffen.

Beraterseminare

Zu den Grundauf­gaben des itb ge­hört die Ent­wicklung, Orga­nisation und Durch­führung von Maß­nahmen zur regel­mäßigen Quali­fizierung der Betriebs­berater der Hand­werksorga­nisation. Dieser stän­dige „Input“ trägt dazu bei den hohen Qualitäts­stand der Betriebs­bera­tung im Hand­werk zu sichern. In Abstimmung und Zusammenarbeit mit den übrigen Instituten im Deutschen Handwerksinstitut e.V. werden so die Berater dabei unterstützt den notwendigen Vorsprung an Managementwissen zu halten, um die Beratungsanforderungen der Handwerksbetriebe, auch bei ständig komplexer werdenden Problemstellungen, erfüllen zu können.

Betriebswirt (HWO)

Die bundes­weit ein­heit­liche Aufstiegs­fortbildung zum „Geprüf­ten Betriebs­wirt nach der Hand­werksord­nung“ wird von fast allen Hand­werks­kammern und vielen wei­teren Orga­nisa­tionen aus dem Hand­werk als Seminar­reihe ange­boten. Ziel­gruppe sind Unter­nehmer und Führungs­kräfte im Hand­werk. Mit der aktualisierten Konzeption erfolgte eine inhaltliche als auch die metho­dische Neuausrichtung der Betriebs­wirt­­fortbildung. Inhaltlich wurde vor allem das Thema „Unternehmensstrategie“ eingeführt, das sich als Querschnitts­thema durch alle Inhalts­bereiche des neuen Betriebswirts zieht. „Innovationsmanagement“ wurde als eigener Prüfungsteil ergänzt, die Erstellung einer Projektarbeit ist verpflichtend.