itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Projekte

Wasser fließt durch eine Holzrinne, Symbol für Wasser im Handwerk.
itb, Projekte

Wasser wird zum Zukunftsthema

Dürre und sinkende Grundwasserstände erhöhen den Druck. Das itb-Projekt „Nachhaltiges Wassermanagement im Handwerk“ untersucht die Bedeutung von Wasser im Handwerk und entwickelt praxisnahe Ansätze für einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource.

Wasser ist für zahlreiche Handwerksbetriebe eine zentrale Ressource. Es prägt Produktions- und Arbeitsprozesse und beeinflusst damit Effizienz, Umweltbilanz und wirtschaftliche Stabilität. Steigende Wasser- und Abwasserpreise sowie eine mögliche sinkende Verfügbarkeit von sauberem Wasser erhöhen den Handlungsbedarf. Das gilt besonders für wasserintensive Gewerke.

Das Projekt untersucht die verschiedenen Rollen des Handwerks in einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen für einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser. Dazu gehören die Einsparung, Reinigung und Aufbereitung von Wasser sowie der Schutz der Ressource. Auch betriebliche Anpassungsstrategien sollen die Resilienz gegenüber möglichen Versorgungsengpässen stärken. Veränderte Betriebsabläufe, wassersparende Technologien und mögliche Kreislaufsysteme werden auf ihre Potenziale geprüft.

Ziel des Projekts ist es praxistaugliche Strategien für ein nachhaltiges Wassermanagement zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen Handwerksbetrieben konkrete Orientierung geben. Auch Verbände und Politik sollen stärker für die Bedeutung des Themas sensibilisiert werden.

Denn Wasser ist längst nicht mehr nur eine Frage des Umweltschutzes. Für Handwerkerinnen und Handwerker kann der Zugang zu Wasser zunehmend auch über Kosten und Versorgungssicherheit entscheiden. Damit wird Wasser zu einem Wettbewerbs- und Zukunftsfaktor für das Handwerk.

Wir interessieren uns für Ihre Perspektive: Welche Entwicklungen rund um das Thema Wasser beobachten Sie in Ihrem Handwerkskammerbezirk oder in Ihrem Gewerk? Kommen Sie mit uns ins Gespräch! Die Erfahrungen aus der Praxis können wichtige Hinweise liefern und dabei helfen passende Lösungen für das Handwerk zu entwickeln.

Ansprechpersonen: Dr. Anna Herzog, Julia Bauer

Bild: wijs wise via Pexels

Windräder auf einem Feld bei Karlsruhe unter blauem Himmel.
itb, Projekte

Handwerk, Energiewende und Akzeptanz

Im August veröffentlichte das itb zwei neue Publikationen im Rahmen des Verbundvorhabens „Sozialpartnerschaftliche Energiewende – Akzeptanz, Wissensproduktion und Reorganisation in der handwerklichen Selbstverwaltung“ (SoPaEn)  

Die Energiewende zählt zu den zentralen Transformationsprozessen des 21. Jahrhunderts und verfolgt den grundlegenden Umbau des Energiesystems hin zu einer nachhaltigen, treibhausgasarmen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien. Dem Handwerk kommt dabei als „Umsetzer“ eine zentrale Rolle zu.

Das Verbundprojekt SoPaEn betrachtet sieben Gewerke, die den „Klimahandwerken“ zuzuordnen sind; während Verbundpartner die individuelle oder verbandliche Ebene adressieren, fokussiert das Teilvorhaben des Instituts für Betriebsführung im DHI e.V. (itb), „Betriebliche Ebene der Energiewende: Identifikation von Einstellungsmustern und Förderung und Verbreitung guter Praxis im Handwerk“ die betriebliche Ebene und analysiert die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende im deutschen Handwerk, um sie mittels passgenauer Maßnahmen zu befördern. Im Rahmen dieses Teilvorhabens sind im August zwei Berichte veröffentlicht worden, die thematisch aufeinander aufbauen.

Im ersten Bericht werden theoretische Grundlagen, relevante Begriffe und Diskurse der Energiewende im Kontext des Handwerks untersucht. Hierbei werden verschiedene Akzeptanz-Modelle und Faktoren der Akzeptanz als primär theoretischer Zugang zu dem Thema zusammengefasst. Der zweite Bericht untersucht mittels einer Literatur- und Medienanalyse die Akzeptanz, die betrieblichen Herausforderungen und die förderlichen Faktoren ausgewählter Klimagewerke. Ein Überblick über diese Gewerke und deren Rolle in der Energiewende dient als Fundament für die spezifischere Betrachtung der einzelnen Gewerke. Anschließend werden allgemeine förderliche und hemmende Faktoren für die Akzeptanz im Kontext der Energiewende aufgeführt.

Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber, Dr. Esther Stern

© Bild von Wolfgang Weiser auf Pexels

Glaskugel zeigt reflektierte Baumkronen und Himmel, Symbol für Umwelt und Nachhaltigkeit im Bau.
itb, Projekte

Circular Economy im Bau- und Ausbauhandwerk voranbringen

Das neue itb-Projekt KreisBau identifiziert Erfolgsfaktoren und entwickelt Handlungsempfehlungen für Betriebe und Institutionen des Handwerks.

Die Baubranche zählt zu den ressourcen- und emissionsintensivsten Wirtschaftssektoren und trägt wesentlich zum globalen CO₂-Ausstoß und Ressourcenverbrauch bei. Gleichzeitig bieten Ansätze der Circular Economy großes Potenzial, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu reduzieren, indem Baustoffe möglichst lange genutzt, wiederverwendet und recycelt werden. Das Ausbauhandwerk spielt dabei eine wichtige Rolle, da es durch energetische Sanierungen und effiziente Gebäudetechnik zur Reduzierung von Energieverbrauch und Emissionen beiträgt.

Hier setzt das Projekt „Kreislaufwirtschaft im Bau“ (KreisBau) an, das Anfang des Jahres im Rahmen des Forschungs- und Arbeitsprogramms (FuA) gestartet ist und vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) im Auftrag der Handwerkskammer Münster durchgeführt wird.

Mittels qualitativer Interviews mit Betrieben werden im Projekt KreisBau Erkenntnisse zu Chancen, Hürden und Prioritäten von CE-Maßnahmen eruiert. Auf Basis dieser Ergebnisse werden schrittweise Implementierungsempfehlungen für Handwerksbetriebe sowie Handlungsempfehlungen für Institutionen wie HWKs und ZDH entwickelt, um die Umsetzung von Circular-Economy-Ansätzen systematisch zu unterstützen.

Ziel des Projektes ist es, konkrete ökologische und ökonomische Vorteile zu identifizieren, Best-Practice-Beispiele aus Betrieben zu analysieren und daraus praxisnahe Handlungsleitfäden abzuleiten.

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

Bild: JD Photography via Pexels

Diagramm eines nachhaltigen Energie- und Wasserstoffsystems mit Solaranlagen und Batterien.
itb, Projekte

Post-EEG-PV-Anlagen für grüne Wasserstoff-Dienstleistungen

Die e.systeme21 GmbH und das itb untersuchen in einem gemeinsamen Projekt, wie wirtschaftlich es ist, Strom aus Photovoltaikanlagen nach Ablauf der Einspeisevergütung zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen.

Photovoltaik-(PV-)Anlagen werden in Deutschland im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Dadurch sind im 20-jährigen Förderzeitraum feste Vergütungen für den eingespeisten Strom möglich. Beispiel: Für Strom aus PV-Anlagen auf Hallendächern, die 2006 ans Netz gingen, wurden ca. 50 Cent pro kWh gezahlt. Aber was passiert mit den PV-Anlagen und dem PV-Strom, wenn die Förderung ausläuft? Welche Vergütung ist möglich?

Für Norbert Unterharnscheidt, Geschäftsführender Gesellschafter der e.systeme21 GmbH, ist es realistisch, den PV-Strom zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen! Kurz zum Hintergrund: Die e.systeme21 GmbH plant und installiert seit 2013 PV-Anlagen in der Region Ulm. 2020 entschloss sich Unterharnscheidt dazu, das eigene Firmengebäude energetisch zu sanieren und mit Wasserstofftechnik auszustatten (siehe Abbildung). Das Firmengebäude ist mittlerweile energieautark sowie CO2-neutral. Und die e.systeme21 GmbH hat im Jahr 2024 den baden-württembergischen Umweltpreis erhalten.

Wasserstoffanlagen sollen bald auch das Produktportfolio der e.systeme21 GmbH erweitern. Unterharnscheidt möchte den Handwerksbetrieb zu einem Komplettanbieter für die gesamte Energieversorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme entwickeln – einschließlich Wasserstoffanlagen und deren begleitende Dienstleistungen wie Planung, Montage und Wartung.

Bis September 2026 wird eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für das Geschäftsmodell durchgeführt, PV-Strom aus Post-EEG-PV-Anlagen in Wasserstoffanlagen zu nutzen, um grünen und regionalen Wasserstoff für die Vermarktung durch Gashändler zu erzeugen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist im vierten Quartal 2026 vorgesehen.

Das itb (Institut für Betriebsführung im DHI e.V.) bearbeitet das Verbundprojekt im Rahmen des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen. Weitere Informationen zum Zentrum für industrienahe Dienstleistungen finden Sie hier.

Ansprechperson: Henrik Lerche

Abbildung: PV- und H2-Technik im Gebäude © e.systeme21 GmbH

Gruppengespräch bei ITB Karlsruhe im Bildungsbereich.
itb, Projekte

InnoFort entwickelt Lernformate für das Handwerk weiter

Beim Projekttreffen in Nürnberg erprobte das Projektteam erste Ansätze für ein Planspiel und konkretisierte die weitere Ausgestaltung von Lernbausteinen zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit.  

Das itb-Forschungsprojekt InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials hat einen weiteren Entwicklungsschritt erreicht. Beim Projekttreffen am 28. und 29. Juli 2026 in Nürnberg kamen die Projektpartner zusammen, um die bisher erarbeiteten Konzepte gemeinsam weiterzuentwickeln.

Ein Schwerpunkt des Treffens war die erste interne Erprobung des im Projekt entwickelten Planspiels. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen unmittelbar in die Diskussion zur weiteren konzeptionellen Ausgestaltung ein. Im Fokus stand insbesondere die Verzahnung des Planspiels mit den im Projekt entstehenden inhaltlichen Demonstratoren zu den Themen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, ein didaktisch aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept zu entwickeln, das Transformationsprozesse im Handwerk praxisnah vermittelt und den Transfer in die betriebliche Weiterbildung unterstützt.

Für InnoFort ist es von zentraler Bedeutung, das entwickelte Planspiel konsequent an den Bedarfen des Handwerks sowie den Anforderungen angehender Führungskräfte auszurichten. Von besonderer Relevanz ist daher die Erprobungsphase, welche nicht allein der praktischen Anwendung, sondern als wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses dient. Durch die Einbindung geeigneter Erprobungspartner sollen praxisnahe Rückmeldungen gewonnen werden, die systematisch in die Weiterentwicklung des Planspiels einfließen. Vor diesem Hintergrund wurden die organisatorischen und inhaltlichen Voraussetzungen für die Erprobungsphase konkretisiert.

Organisationen mit Interesse an einer Mitwirkung in der Erprobungsphase sind herzlich eingeladen, Kontakt mit dem Projektteam aufzunehmen.

Das Projekt InnoFort wird gefördert als InnoVET PLUS-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das BMBFSFJ bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ansprechperson: Verena Berten

Das InnoFort Projektteam beim Projekttreffen in Nürnberg © itb

 

 

SoPaEn_via Pexels
itb, Projekte

Wie steht es um die Akzeptanz der Energiewende im Handwerk?

Das itb Karlsruhe diskutierte mit Kammern, Verbänden und Gewerkschaften erste Ergebnisse des Verbundprojekts „Sozialpartnerschaftliche Energiewende – Akzeptanz, Wissensproduktion und Reorganisation in der handwerklichen Selbstverwaltung (SoPaEn)“.

Unterscheiden sich die energiewendebezogenen Einstellungen von Handwerkerinnen und Handwerkern von jenen der Gesamtbevölkerung? Welche Rolle spielen auf betrieblicher Ebene persönliche Überzeugungen und betriebswirtschaftliche Argumente für die Akzeptanz der Energiewende? Bietet der bestehende Rechtsrahmen für die handwerkliche Selbstverwaltung hinreichende Spielräume, um Qualifikations- und Leistungsanforderungen der Energiewende flexibel zu begegnen? Diese und weitere Fragen diskutierten die am Verbundprojekt SoPaEn Beteiligten bei einem Online-Workshop am 12. Juni 2026 mit Vertreterinnen und Vertretern aus Handwerksorganisationen, Fachverbänden und Gewerkschaften.

Das Verbundprojekt SoPaEn betrachtet sieben Gewerke, die den „Klimahandwerken“ zuzuordnen sind; während Verbundpartner die individuelle oder verbandliche Ebene adressieren, fokussieren die Arbeiten des itb Karlsruhe die betriebliche Ebene. Die Workshop-Gäste waren sich einig, dass Handwerkerinnen und Handwerker als „Beratende“ und „Umsetzende“ Schlüsselfiguren der Energiewende sind, politische Unsicherheiten diese Rolle jedoch erschweren. Berufsaus- und Weiterbildung gelten als wichtige Instrumente zur Steigerung der Energiewendeakzeptanz im Handwerk. Betont wurde zudem, dass Dialog und Vernetzung, gerade auf lokaler und regionaler Ebene, einen zentralen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende im Handwerk leisten.

Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber, Dr. Esther Stern

© Bild von cristian rojas auf Pexels

itb, Projekte

Handwerk als Motor der Bioökonomie im Rheinischen Revier

Die explorative Studie vom itb im Auftrag des BioökonomieREVIER zeigt welche Potenziale im Zusammenwirken von Handwerk und zirkuläre Bioökonomie liegen 

Das Rheinische Revier ist eine Modellregion für nachhaltige Bioökonomie. Die Initiative BioökonomieREVIER am Forschungszentrum Jülich untersucht, wie diese Transformation aktiv gestaltet werden kann. Eine aktuelle, vom itb realisierte Studie analysiert in diesem Zusammenhang, inwiefern Handwerksbetriebe bioökonomische Ansätze bereits nutzen, welche Innovationsfelder attraktiv sind und wo gezielte Unterstützung nötig ist.

Die explorative Studie zeigt: Handwerksbetriebe leisten bereits heute wertvolle Beiträge zur Ressourceneffizienz und regionalen Wertschöpfung – oft ohne es explizit zu benennen. Gleichzeitig stehen sie vor Herausforderungen wie Bürokratie, Wissensdefizite, neue Materialien, sich wandelnden Kundenbedürfnissen und politischen Vorgaben. Praxisnahe Lösungen stehen im Fokus: Umsetzbare Geschäftsmodelle, Beratung und Qualifizierungsansätze wie Angebote neue Materialien und Dienstleistungen vor Ort zu erproben sollen auch Betrieben mit begrenzten Ressourcen den Einstieg erleichtern.

Kernstück der Studie sind konkrete Beispiele aus der Region: Textilreiniger, Bauhandwerker, Tischler, Metzger, Friseurin, Maler, Brauer, Bestatter und Feinwerkmechaniker zeigen, wie Bioökonomie im Alltag funktioniert. Ob Naturbaustoffe wie Holz, Lehm oder Hanf im Baugewerbe oder kreislauffähige Materialien in anderen Gewerken – das Handwerk übernimmt dabei verschiedene Rollen: als Innovator, Anwender und Möglichmacher. Durch Beratung und Skalierung biobasierter Produkte kann das Handwerk einen großen Beitrag leisten, die zirkuläre Bioökonomie in die Breite zu tragen.

Eine Broschüre mit Informationen und Anregungen für Handwerksbetriebe erscheint im Laufe des Jahres.

Sie beschäftigen sich im Handwerk mit Bioökonomie?
Melden Sie sich – wir freuen uns auf Ihren Beitrag und Ihre Ideen! Gemeinsam können wir die zirkuläre Bioökonomie in der Region weiter vorantreiben.

Ansprechperson: Dr. Anna Herzog, Julia Maxi Bauer

© Bild von Germans Aļeņins auf Pixabay

itb, Projekte

Blumeninsel einmal anders: „Rethinking Smart Services“

Das Zentrum für industrienahe Dienstleistungen lädt zur siebten Ausgabe der beliebten Fachveranstaltung am 22. September 2026 auf der Insel Mainau ein.

Bei der diesjährigen Ausgabe der „Rethinking Smart Services“ werden industrienahe Dienstleistungen, die Steigerung der Produktivität und innovative Geschäftsmodelle diskutiert. Fachvorträge, Best-Practices und Workshops zeigen auf, wie Unternehmen und Lösungsanbieter diese Themen gestalten und implementieren können. Die Veranstaltung richtet sich an alle Fach- und Führungskräfte, die für die Weiterentwicklung von (digitalen) Dienstleistungen mit Bezug zu Industrieprozessen und -produkten verantwortlich sind.

Neben Networking und Erfahrungsaustausch erwarten die Teilnehmenden aktuelle Erkenntnisse und Trends von und für Industrieunternehmen anhand von Fachvorträgen. In Live-Demonstrationen lässt sich der Einsatz innovativer Technologien erleben und praxisnahe Workshops und Open Space bieten die Möglichkeit zur interaktiven Vertiefung persönlicher und fachlicher Kompetenzen.

Schnellentschlossene aufgepasst: Bis Ende Juni 2026 gilt ein Rabatt für Frühbucherinnen und Frühbucher. Anmeldung und Infos zur Veranstaltung hier oder per QR-Code:

„Rethinking Smart Services ist eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen, des AFSMI German Chapter e. V. und cyberLAGO e. V. und wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Das itb – Institut für Betriebsführung im DHI e.V. – unterstützt die Veranstaltung als Teil des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber

© itb

itb, Projekte

EU-Taxonomie im Handwerk: ESG & Finanzierung

Wie wirkt die EU-Taxonomie auf Kredite im Handwerk? Ein neues Projekt der Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird gemeinsam von itb und ifh durchgeführt und entwickelt praxisnahe Hilfen, damit Betriebe ESG-Daten bereitstellen, Vorgaben erfüllen und Finanzierungen sichern können.

Die EU-Taxonomie gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Finanzierung wirtschaftlicher Aktivitäten. Auch wenn sie sich nicht direkt an Handwerksbetriebe richtet, beeinflusst sie deren Zugang zu Krediten indirekt erheblich. Hintergrund ist unter anderem die Green Asset Ratio (GAR), über die Banken nachhaltige Aktivitäten in ihre Risikobewertung einbeziehen. Fehlende oder unzureichende ESG-Daten können dazu führen, dass Finanzierungsmöglichkeiten eingeschränkt oder verteuert werden.

Hier setzt das Projekt EUTHA an. Ziel ist es, kleine und mittlere Handwerksbetriebe (KMU) gezielt dabei zu unterstützen, nachhaltige Finanzierungsentscheidungen zu treffen und regulatorische Anforderungen der EU-Taxonomie umzusetzen. Gleichzeitig sollen Betriebe befähigt werden, umweltfreundliche und zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die systematische Analyse der Betroffenheit verschiedener Handwerksbereiche. Dabei wird untersucht, welche Gewerke besonders stark unter Anpassungsdruck stehen und welche Strategien bisher im Umgang mit den neuen Anforderungen verfolgt werden. Darauf aufbauend werden praxisnahe Instrumente entwickelt, die Betrieben helfen, Nachhaltigkeitskriterien zu erfüllen und ihre ESG-Leistung sichtbar zu machen.

Die Herausforderung: Viele Handwerksbetriebe unterliegen keinen umfassenden Berichtspflichten und verfügen daher oft nicht über strukturierte Nachhaltigkeitsdaten. Gleichzeitig berücksichtigen Banken zunehmend ökologische Risiken bei Kreditentscheidungen – unabhängig von gesetzlichen Berichtspflichten. Dadurch entsteht ein struktureller Nachteil für KMU, die stark auf bankbasierte Finanzierung angewiesen sind.

EUTHA schließt diese Lücke zwischen Regulierung und betrieblicher Praxis. Durch die Entwicklung konkreter Lösungsansätze – etwa für die Erfassung und Aufbereitung von ESG-Daten – soll der Zugang zu Finanzierung verbessert und nachhaltige Investitionen gezielt gefördert werden. Langfristig trägt das Projekt dazu bei, ökologische Anforderungen und wirtschaftliche Realität im Handwerk besser in Einklang zu bringen und die Transformation aktiv zu unterstützen.

Ansprechperson: Julia Maxi Bauer

© Pixabay

Person arbeitet an Laptop mit Diagrammen und Grafiken, Fokus auf Innovation und Technologie bei itb.
itb, Projekte

InnoFort-Beiratstreffen liefert wichtige Impulse

Beim dritten Treffen des Projektbeirats standen Austausch und Weiterentwicklung im Fokus. Die Teilnehmenden lieferten wertvolle Anregungen für die nächste Projektphase.

Am 19. Mai fand das dritte Projektbeiratstreffen des Projektes InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials statt. Im Rahmen des Treffens wurde der bisherige Projektfortschritt im Bereich der konkreten inhaltlichen Ausgestaltung von Lernmaterialien zu den Themen KI und Nachhaltigkeit vorgestellt. Die Mitglieder des Beirats konnten sowohl in die Reflexion des aktuellen Projektstandes als auch in die Ausrichtung zukünftiger Schritte eingebunden werden. Der konstruktive Dialog ermöglichte es, zentrale Fragestellungen zu schärfen und neue Perspektiven einzubringen.

Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen Impulse aus dem Kreis des Beirats, die gezielt in die weitere Ausgestaltung der zu entwickelnden Materialien einfließen werden. Die Beiträge der Teilnehmenden leisten damit einen wichtigen Impuls zur erfolgreichen Fortführung des Projekts und unterstreichen den Mehrwert des kontinuierlichen Austauschs.

Das Projekt InnoFort wird gemeinsam vom itb mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und BAUM e.V. durchgeführt.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ansprechperson: Verena Berten

© Tumisu auf Pixabay