itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Author: Magdalena Jehle

itb, Projekte

Nachhaltigkeits-Tools einfacher finden

Ende Juli ging das Web-Portal Nachhaltigkeitskompass BW live. Es hilft KMU dabei, passende Tools zu finden, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer wollen ihre KMU grüner machen, fühlen sich aber von der komplexen Aufgabe überfordert. Grund dafür ist oft die Vielzahl und die Unübersichtlichkeit der verfügbaren Nachhaltigkeits-Informationen. Hier setzt das Web-Portal Nachhaltigkeitskompass BW an. Es stellt Nachhaltigkeits-Tools von seriösen Anbietern kompakt und verständlich vor. So finden KMU ganz einfach die passenden Hilfsmittel für ihren Weg in Richtung Nachhaltigkeit.

Seit dem Go-Live am 30.07.2025 ist der Nachhaltigkeitskompass BW auf der Internetseite https://nachhaltigkeitskompass-bw.de/ verfügbar. Derzeit sind in dem Web-Portal bereits mehr als zehn Tools enthalten. Weitere werden in den nächsten Monaten folgen.

Der Nachhaltigkeitskompass BW wird vom itb – Institut für Betriebsführung im DHI e. V. – im Rahmen des Projektes Kompetenzzentrum Smart Services erstellt und durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

Ansprechpartner: Henrik Lerche

Abbildung 1: Startseite des Web-Portals Nachhaltigkeitskompass BW © itb, Teo Tarras auf shutterstock

Abbildung 1: Symbolbild IT-Sicherheit; Foto: Pixabay, axbenabdellah_DHI-News Juli25
itb, Projekte

Endspurt der erfolgreichen Online-Seminar-Reihe „IT-Sicherheit“

Am 24. Juli findet die letzte Ausgabe der seit Januar 2025 vom itb Karlsruhe organisierten beliebten Veranstaltungsreihe für kleine und mittlere Betriebe statt – unter der Überschrift „IT-Sicherheit aufrechterhalten – Praxistipps“.

Die bisherigen fünf Termine der Veranstaltungsreihe erfreuten sich großer Resonanz bei den Betrieben, die Teilnehmenden zeigten sich begeistert über die praxisnahen Informationen für mehr digitale Sicherheit: „Wieder sehr hilfreiche Infos! Tolle Vortragsreihe. Danke.“

Referent Jürgen Schüler erläutert, warum IT-Sicherheit für Betriebe existenziell ist, und zeigt die Bandbreite der Themen rund um die IT-Sicherheit im Betrieb auf: Wie kann ich eine Bestandsaufnahme durchführen und ein IT-Sicherheitskonzept für meinen Betrieb entwickeln? Wie kann ich Bedrohungen erkennen? Wie kann ich mich mit einem Notfallplan wappnen? Wie kann ich im Ernstfall reagieren? Wie kann ich alle im Betrieb sensibilisieren und schulen? Mit welchen Maßnahmen kann ich die IT-Sicherheit aufrechterhalten? Wie kann ich hilfreiche Tools wie den baden-württembergischen „CyberSicherheitsCheck für KMU” nutzen?

Eine zentrale Botschaft lautet, dass sich gerade auch kleine und mittlere Betriebe zwingend mit ihrer IT-Sicherheit beschäftigen müssen, denn: „Die Frage ist nicht, ob Sie angegriffen werden, sondern wann!” Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe und die Anmeldemöglichkeit zur letzten Veranstaltung am 24. Juli 2025 gibt es hier.

Die Veranstaltungsreihe kam auf Initiative der Handwerkskammer Karlsruhe zustande und wird von insgesamt acht baden-württembergischen Kammern und Fachverbänden als Kooperationspartner unterstützt. Sie findet im Rahmen des Kompetenzzentrum Smart Services statt, das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert wird. Es ist geplant, die Vorträge der Veranstaltungsreihe zum Nachhören auf dem YouTube-Kanal des Kompetenzzentrum Smart Services bereitzustellen.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Sabrina Weber

Abbildung 1: Symbolbild IT-Sicherheit; Foto: Pixabay, axbenabdellah

Veranstaltertreffen BUF_DHI News_Juli25
itb, Veranstaltungen

Veranstaltertreffen 2025: Austausch zur Betriebswirt-Fortbildung

Bildungsanbietende und Handwerkskammern tauschten sich in Karlsruhe über die Zukunft der Fortbildung zum/zur Geprüfte:n Betriebswirt:in (HwO) aus.

Wie lässt sich die Aufstiegsfortbildung zur/zum Geprüfte:n Betriebswirt:in (HwO) zukunftsfähig gestalten? Diese Frage stand im Zentrum des Veranstaltertreffens am 30. Juni und 1. Juli 2025 in Karlsruhe. Eingeladen waren Bildungsanbietende und Handwerkskammern, die das Konzept des Instituts für Betriebsführung im DHI e. V. (itb), bestehend aus qualifizierten Dozierenden und handlungsorientierten Lehrunterlagen, nutzen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Verlagsanstalt Handwerk GmbH durchgeführt.

Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen in der Berufsbildung, insbesondere in Bezug auf die Anforderungen der höheren Berufsbildung, neue regulatorische Rahmenbedingungen sowie die praktische Kursumsetzung. In mehreren Diskussionsrunden wurden Herausforderungen wie Teilnehmendenakquise, steigende Kurskosten und sich verändernde Anforderungen an das Lehrpersonal thematisiert.

Die Teilnehmenden konnten außerdem einen Einblick in aktuelle Forschungstätigkeiten des itb erhalten. Das vom BMFTR geförderte Projekt „InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials“ beschäftigt sich mit der Frage, wie kompakte Lerneinheiten zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit sinnvoll in das Fortbildungssystem des Handwerks integriert und formell anerkannt werden können.

Das Projekt „Das ist doch Ehrensache!“ widmet sich der Frage, wie ehrenamtliches Engagement im Handwerk gestärkt werden kann und entwickelt dazu gezielte Handlungsempfehlungen für ehrenamtlich engagierte Handwerkerinnen und Handwerker sowie Interessierte, die ein Ehrenamt im Handwerk übernehmen möchten.

Neben dem fachlichen Austausch bot das Treffen auch Raum für Vernetzung, etwa bei der Stadtführung durch Karlsruhe oder dem gemeinsamen Abendessen.

Weitere Informationen zur Aufstiegsfortbildung „Geprüfte:r Betriebswirt:in (HwO)“ und dem begleitenden Serviceangebot des Instituts für Betriebsführung sind unter www.betriebswirt.de abrufbar.

Ansprechpartnerin: Verena Berten

Abbildung 1: Verena Berten (itb) bei der Moderation des Veranstaltertreffens, © : itb

Abbildung 1: Teilnehmende an der Fachgruppe Handwerk, Copyright: Lüüd
itb, Offensive Mittelstand

Zukunft Handwerk im Blick beim Treffen der Fachgruppe Handwerk

Expertinnen und Experten unterschiedlicher Organisationen tauschten sich im Rahmen der Fachgruppe Handwerk am 26. Juni 2025 in Hamburg über Herausforderungen und Lösungsansätze für das Handwerk aus.

Beim diesjährigen Treffen der Fachgruppe Handwerk der Offensive Mittelstand am 26. Juni 2025 stand der Austausch über aktuelle Herausforderungen und zukunftsorientierte Lösungen des Handwerks im Mittelpunkt.

Ziel der Fachgruppe ist der Austausch zu handwerksrelevanten Themen über die Grenzen von Institutionen hinweg. Neben fachlichen Impulsen zu aktuelle Entwicklungen und Themen wie Personalgewinnung, Digitalisierung/KI, bot das Treffen praktische Einblicke in Erfahrungen aus der Betriebsberatung mit Best Practice-Beispielen und branchenspezifischer Unterstützung sowie die Arbeit und Erkenntnisse der Handwerksforschung.

Die Breite und Vielfalt der teilnehmenden Institutionen unterstrichen das große Engagement für diesen Austausch und das Netzwerk. Vertreten waren neben der Gastgeberin, die HWK Hamburg die Handwerkskammern Bremen, Hannover (sowie ihre Projekt- und Servicegesellschaft mbH) und Flensburg, regionale Innungen, der Landesinnungsverband des Bayerischen Dachdeckerhandwerks, der ZDH, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), die Initivative neue Qualität der Arbeit (INQA), sowie die Stiftung „Mittelstand – Gesellschaft – Verantwortung“, die Lüüd Personalberatung für das Hamburger Handwerk, sowie mehrere Forschungsinstitute und Unternehmensvertreter des Handwerks.

Die nächste Sitzung der Fachgruppe Handwerk findet am 08.12.2025 virtuell statt. Weitere Informationen und Anmeldungen bei: bauer@itb.de.

Ein besonderer Dank gilt der Handwerkskammer Hamburg, die als Gastgeberin nicht nur ihre Räume zur Verfügung stellte, sondern auch zur inhaltlichen Gestaltung und der offenen Atmosphäre des Treffens beitrug.

Ansprechpartnerinnen: Julia Bauer und Anja Cordes

Abbildung 1: Teilnehmende an der Fachgruppe Handwerk, ©: Lüüd

itb

Nachhaltige Innovationen durch Green Services

Das Kompetenzzentrum Smart Services hat eine neue wissenschaftliche Studie mit dem Titel „Green Services – Welchen Stellenwert hat ökologische Nachhaltigkeit in Unternehmen?“ vorgelegt. 

Das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg geförderte Kompetenzzentrum Smart Services hat eine neue wissenschaftliche Studie zu den Potenzialen ökologisch-nachhaltiger Dienstleistungsgestaltung vorgelegt. Im Fokus der Untersuchung stehen die Nachhaltigkeitsstrategien kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in Baden-Württemberg, mit einem besonderen Blick auf den Dienstleistungssektor.

Grundlage der Studie bildet eine Befragung von 99 Unternehmen, deren Ergebnisse ein differenziertes Bild aktueller Herausforderungen und Zukunftsperspektiven zeichnen: Ökologische Nachhaltigkeit wird von vielen Unternehmen als eine der zentralen unternehmerischen Aufgaben verstanden – heute und in Zukunft. Die Ergebnisse zeigen, dass ökologische Verantwortung nicht nur gesellschaftlich, sondern zunehmend auch wirtschaftlich an Bedeutung gewinnt.

Zentrale Erkenntnisse der Studie:

  • Nachhaltigkeit und Klimawandel werden als drittgrößte aktuelle Herausforderung im Unternehmenskontext genannt.
  • Für die kommenden Jahre rückt ökologische Nachhaltigkeit noch weiter in den Fokus – direkt nach der Digitalisierung.
  • 29 % der befragten Unternehmen bieten bereits heute nachhaltige Dienstleistungen an.
  • Haupttreiber für nachhaltige Maßnahmen sind Kundenerwartungen und gesetzliche Anforderungen.

Die Studie leistet damit einen fundierten Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion um „Green Services“ – ein Feld, das angesichts von Klimakrise, Regulatorik und sich wandelnden Marktanforderungen weiter an Relevanz gewinnen wird.

Die vollständige Studie steht kostenfrei zum Download bereit: Studie Green Services

Mehr Infos, Praxisbeispiele und Publikationen zum Fokusthema Green Services des Kompetenzzentrums Smart Services finden Sie hier.

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

Cover der Studie Green Services. © Kompetenzzentrum Smart Services

 

 

itb, Projekte

Arbeitsforschung für die Betriebsberatung

Die Praxisimpulse Arbeitsforschung für Betriebe und Beratende bereiten Hilfsmittel und Erkenntnisse aus der Arbeitsforschung kompakt und praxisgerecht auf.

Die Betriebsberatung der Handwerksorganisationen decken eine enorme Bandbreite an Themen ab und unterstützen Betriebe zu vielfältigen Bedarfen, z. B. zur Fachkräftesicherung, Arbeitsorganisation, KI-Nutzung, Marketing oder zur Finanzierung. Umso wichtiger ist es, schnell auf praxistaugliche Instrumente und aktuelle Erkenntnisse zugreifen zu können. Genau hier setzen die Praxisimpulse Arbeitsforschung an.

Was bieten die Praxisimpulse?     
Speziell für Beratende macht das Format wissenschaftliche Ergebnisse der Arbeitsforschung für die Beratungspraxis nutzbar: kompakt, verständlich und direkt einsetzbar. Die Praxisimpulse Arbeitsforschung liefern gezielte Handlungs- und Orientierungshilfen für die Betriebsberatung.

Sie zeigen auf einen Blick, welche Hilfsmittel und Tools aus der Arbeitsforschung zu welchen Themen zur Verfügung stehen, welchen Mehrwert sie für die Beratung bieten – und wie sie konkret eingesetzt werden können.

Hier geht es zu den Praxisimpulsen.

Diese sind gegliedert nach Hilfsmittel zum Thema…

Digitalisierung und KI.

Fachkräftesicherung und Personal.

Umwelt & Klima.

Sicherheit & Gesundheit.

Arbeits- und Organisationsgestaltung.

Das itb – Institut für Betriebsführung im DHI e. V. entwickelt die Praxisimpulse Arbeitsforschung im BMFTR-Projekt WIN:A (Wissens- und Innovations-Netzwerk: Arbeitsforschung) für die Praxis geeignete Handlungs- und Orientierungshilfen, die speziell auf die Bedürfnisse von Führungskräften in KMU und Handwerksbetrieben oder deren Beratenden zugeschnitten sind.

Wir haben inzwischen zu über 100 Hilfsmitteln aus der Arbeitsforschung Praxisimpulse erstellt – und jeden Monat kommen neue dazu.

Ansprechpersonen: Anja CordesNicole Stegmüller

Abbildung 1: Beispiel Praxisimpulse Arbeitsforschung: der Technologie-Steckbrief Künstliche Intelligenz des HPI, Copyright WIN:A

 

itb, Projekte

Gelungener Start für den Projektbeirat von InnoFort

Der Projektbeirat von InnoFort ist zu seiner ersten digitalen Sitzung zusammengekommen und begleitet künftig das Projektvorhaben mit Perspektiven aus Praxis und Wissenschaft.

Am 22. Mai 2025 fand das erste digitale Treffen des Projektbeirats im Forschungsprojekt InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials statt. Das Projektkonsortium, bestehend aus dem Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb), dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) und BAUM e.V. stellte die geplanten Arbeitspakete vor gab einen Einblick in die laufenden Literatur- und Datenanalyse zum Stand der Digitalisierung und des Nachhaltigkeitsmanagements im Handwerk. Diese Analyse bildet die Grundlage für die Konzipierung und inhaltliche Ausgestaltung praxisnaher Microcredentials.

Im Fokus des Treffens standen neben dem gegenseitigen Kennenlernen auch die Vorstellung der Ausgangssituation: Microcredentials sind im Kontext des Handwerks bislang kaum erforscht. InnoFort setzt genau hier an und möchte die Potenziale von Microcredentials systematisch untersuchen. Entsprechend wurden auch die zentralen Fragestellungen des Projekts vorgestellt, beispielsweise wie Microcredentials sinnvoll gestaltet, anerkannt und in das Berufslaufbahnkonzept des Handwerks integriert werden können.

Besonders erfreulich: Der interdisziplinär besetzte Beirat bringt Perspektiven aus Wissenschaft, Bildung und Handwerk ein und versteht sich als strategischer Sparringspartner. Die Mitglieder möchten zentrale Fragen rund um Microcredentials und deren Einsatz im Berufsbildungssystem des Handwerks kritisch mitdenken und weiterentwickeln.

Auch die geplante Transferstrategie des Projekts sowie mögliche Beiträge des Beirats zur Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung wurden gemeinsam besprochen und erste Impulse für die weitere Projektarbeit eingebracht.

Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Beirat gewinnt InnoFort eine starke fachliche Unterstützung für Qualitätssicherung, konzeptionelle Schärfung und nachhaltige Wirkung.

Mit dem Programm InnoVET fördert das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Verena Berten

Auftakt der ersten Projektbeiratssitzung/Präsentationseröffnung ©itb.

 

 

itb, Projekte

3D-Druck im Lebensmittelhandwerk begeistert auf der iba 2025

Vom 18.-22. Mai 2025 konnte sich das Projekt 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk (3DiH) auf der iba – dem internationalen Treffpunkt für Bäckerei, Konditorei und Snacks – präsentieren.

Ende Mai hieß es Bühne frei für Innovation – und das Projekt 3DiH war mittendrin: Auf der iba 2025 in Düsseldorf, der weltweit führenden Messe für Bäckerei, Konditorei und Snacks, konnten Besucherinnen und Besucher live erleben, wie moderne 3D-Drucktechnologie das traditionelle Handwerk bereichert.

Das Projekt 3DiH und der Deutschen Konditorenbund (DKB) präsentierten die Möglichkeiten des 3D-Drucks im Lebensmittelbereich, die greif- und schmeckbar wurden. Mitten im Trubel der über 100.000 m² großen Messefläche – auf der mehr 985 Aussteller aus rund 46 Ländern ihre Innovationen zeigten – wurde deutlich: Die Zukunft des Konditorhandwerks liegt in der Zusammenarbeit. Sie ist Dank des 3D-Drucks digital, kreativ und überraschend vielseitig.

Besonderes Interesse weckten die Live-Demonstrationen: Vor den Augen des Fachpublikums wurden detailreiche, essbare und 3D-gedruckte Formen gezeigt – von filigranen Schokoladendekoren bis zu individuell gestalteten Polymerprodukten. Das Highlight war jedoch der 3D-Polymerdrucker, der live Prototypen aus Kunststoff druckte. Die Technik dahinter stieß auf großes Interesse bei Handwerksbetrieben, Start-ups und internationalen Interessierten.

Der 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk hat auf der IBA 2025 gezeigt, welches Potenzial in der Verbindung von Handwerk, Design und Technologie steckt – und wie durch dieses Zusammenspiel die Zukunft des Genusses gestalten werden kann.

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

Abbildung 1 Das Projekt 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk (3DiH) auf der iba in Düsseldorf. © itb

 

 

Altersgerechtes Arbeiten_SHK_Juni2025
DHI, itb

Wie altersgerecht ist die Arbeit im SHK-Handwerk?

Der Zentralverband Sanität Heizung Klima (ZVSHK) und das Institut für Betriebsführung (itb) führten gemeinsam eine Befragung zur altersgerechten Arbeitsgestaltung im SHK-Handwerk durch.

Der demografische Wandel führt zu Engpässen – auch im Handwerk. Belegschaften altern und es sind wenige Nachwuchs- und Fachkräfte verfügbar. Ein Schlüssel, um damit umzugehen ist eine altersgerechte Arbeitsgestaltung. Um herauszufinden, wie es im SHK-Handwerk mit der altersgerechten Gestaltung von Arbeit aussieht, führten der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und das Institut für Betriebsführung (itb) gemeinsam eine Befragung durch. Insgesamt konnten im Frühjahr 2025 im Rahmen der jährlichen Konjunkturbefragung, in deren Rahmen auch ein Frageslot für die altersgerechte Arbeitsgestaltung vorgesehen war, 2011 Betriebe erreicht werden.

Zentral war die Frage, wie die Arbeitsumgebung, die Arbeitsorganisation, die Arbeitsaufgabe und die sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz in der täglichen Arbeit erlebt werden und ob sich die Befragten vorstellen können bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter in ihrem Beruf zu arbeiten. Ergänzt wurden diese Aspekte der Arbeitsgestaltung durch die Frage nach klassischen wie digitalen Hilfsmitteln – und ob deren Einsatz als sinnvoll eingeschätzt wird.

Ein besonderes Highlight aus der Befragung ist die Bewertung der Arbeitsaufgabe – die Arbeit im SHK-Handwerk zeichnet sich demnach in der Stichprobe besonders durch einen guten Informationsfluss aus. Insgesamt 91,4 % der Befragten geben an, dass sie die benötigten Kompetenzen bzw. das Wissen für Aufträge in ihrer alltäglichen Arbeit sehr häufig oder häufig haben – es ist also überwiegend vorhanden. Die benötigten Informationen zur Auftragsdurchführung sind in der Stichprobe ebenfalls überwiegend vorhanden (insgesamt 88,8 %). Auffällig ist auch, dass die Arbeitsaufgaben überwiegend als abwechslungsreich eingeschätzt werden (insgesamt 91,5 %), die Einbringung eigener Ideen überwiegend möglich ist (insgesamt 89,6 %) sowie Handlungs- und Entscheidungsspielräume (insgesamt 84,6 %) von den Befragten überwiegend in ihrer täglichen Arbeit erlebt werden. Das alles sind Faktoren, die angestrebt werden können, um die Arbeitsaufgabe altersgerecht und gesundheitsförderlich zu gestalten.

Die Befragung wurde im Rahmen des Projekts „Altersgerechte Arbeitsgestaltung im SHK-Handwerk im Lichte des hohen Fachkräftebedarfs“ durchgeführt.

Ansprechperson: Nicole Stegmüller

Abbildung 1: Antworten auf die Frage: „Wie häufig erleben Sie in Ihrer alltäglichen Arbeit die folgenden Aspekte Ihrer Arbeitsaufgabe?“

© itb

 

itb, Projekte

Arbeitsforschung für das Handwerk zugänglich gemacht!

Praxisnahe Lösungen auf einen Klick. Die Plattform Management – Arbeit – Forschung bietet der handwerklichen Praxis einen unkomplizierten Zugang zu innovativen Instrumenten und Hilfsmitteln der Arbeitsforschung. Die Plattform wurde unter Beteiligung des itb im Projekt WIN:A erarbeitet.

Die angewandte Arbeitsforschung hält viele Lösungen und Hilfsmittel für aktuelle Herausforderungen von Handwerksbetrieben bereit. Es fehlen nur oft die Zugänge dazu. Nun arbeitet das itb am Aufbau einer Plattform, die genau das bietet: Die Plattform Management – Arbeit – Forschung (MAF) schafft genau diesen Zugang, indem sie praxisnahe Lösungen, wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Werkzeuge der Arbeitsforschung gebündelt für Handwerksbetriebe und ihre Unterstützer bereitstellt (siehe Abbildung).

Enthalten sind von der Arbeitsforschung entwickelte und in der Praxis erprobte Instrumente zu Themen wie Fachkräftemangel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder Sicherheit/Gesundheit. Ohne aufwändige Recherche erhalten Betriebe des Handwerks und deren Unterstützer, wie die Beratenden der Kammern, Innungen und Verbände des Handwerks, Zugriff auf passgenaue Hilfsmittel aus der Arbeitsforschung, an einem zentralen Ort.

Unter den sogenannten „Praxisimpulse Arbeitsforschung“ können Führungskräfte und Beratende mit der intelligenten Suchfunktion genau die Lösungen finden, die sie benötigen. Zusätzlich lässt sich das passende Format auswählen, Wie Checklisten, Leitfäden, Apps oder Beispielsammlungen.

Die Plattform wird kontinuierlich erweitert, sodass immer die neuesten Erkenntnisse aus der Arbeitsforschung ergänzt werden.

Die Plattform MAF wurde im Rahmen des Projektes Wissens- und Innovationsnetzwerks Arbeitsforschung (WIN:A) entwickelt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.om-maf.de/

 

Ansprechperson: Anja Cordes

Bildquelle (Titelbild)

Ausschnitt aus der Plattform Management – Arbeit – Forschung, Copyright: WIN:A-Projekt