itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Author: Magdalena Jehle

Windräder auf einem Feld bei Karlsruhe unter blauem Himmel.
itb, Projekte

Handwerk, Energiewende und Akzeptanz

Im August veröffentlichte das itb zwei neue Publikationen im Rahmen des Verbundvorhabens „Sozialpartnerschaftliche Energiewende – Akzeptanz, Wissensproduktion und Reorganisation in der handwerklichen Selbstverwaltung“ (SoPaEn)  

Die Energiewende zählt zu den zentralen Transformationsprozessen des 21. Jahrhunderts und verfolgt den grundlegenden Umbau des Energiesystems hin zu einer nachhaltigen, treibhausgasarmen Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien. Dem Handwerk kommt dabei als „Umsetzer“ eine zentrale Rolle zu.

Das Verbundprojekt SoPaEn betrachtet sieben Gewerke, die den „Klimahandwerken“ zuzuordnen sind; während Verbundpartner die individuelle oder verbandliche Ebene adressieren, fokussiert das Teilvorhaben des Instituts für Betriebsführung im DHI e.V. (itb), „Betriebliche Ebene der Energiewende: Identifikation von Einstellungsmustern und Förderung und Verbreitung guter Praxis im Handwerk“ die betriebliche Ebene und analysiert die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende im deutschen Handwerk, um sie mittels passgenauer Maßnahmen zu befördern. Im Rahmen dieses Teilvorhabens sind im August zwei Berichte veröffentlicht worden, die thematisch aufeinander aufbauen.

Im ersten Bericht werden theoretische Grundlagen, relevante Begriffe und Diskurse der Energiewende im Kontext des Handwerks untersucht. Hierbei werden verschiedene Akzeptanz-Modelle und Faktoren der Akzeptanz als primär theoretischer Zugang zu dem Thema zusammengefasst. Der zweite Bericht untersucht mittels einer Literatur- und Medienanalyse die Akzeptanz, die betrieblichen Herausforderungen und die förderlichen Faktoren ausgewählter Klimagewerke. Ein Überblick über diese Gewerke und deren Rolle in der Energiewende dient als Fundament für die spezifischere Betrachtung der einzelnen Gewerke. Anschließend werden allgemeine förderliche und hemmende Faktoren für die Akzeptanz im Kontext der Energiewende aufgeführt.

Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber, Dr. Esther Stern

© Bild von Wolfgang Weiser auf Pexels

Glaskugel zeigt reflektierte Baumkronen und Himmel, Symbol für Umwelt und Nachhaltigkeit im Bau.
itb, Projekte

Circular Economy im Bau- und Ausbauhandwerk voranbringen

Das neue itb-Projekt KreisBau identifiziert Erfolgsfaktoren und entwickelt Handlungsempfehlungen für Betriebe und Institutionen des Handwerks.

Die Baubranche zählt zu den ressourcen- und emissionsintensivsten Wirtschaftssektoren und trägt wesentlich zum globalen CO₂-Ausstoß und Ressourcenverbrauch bei. Gleichzeitig bieten Ansätze der Circular Economy großes Potenzial, Ressourcen zu schonen und Abfälle zu reduzieren, indem Baustoffe möglichst lange genutzt, wiederverwendet und recycelt werden. Das Ausbauhandwerk spielt dabei eine wichtige Rolle, da es durch energetische Sanierungen und effiziente Gebäudetechnik zur Reduzierung von Energieverbrauch und Emissionen beiträgt.

Hier setzt das Projekt „Kreislaufwirtschaft im Bau“ (KreisBau) an, das Anfang des Jahres im Rahmen des Forschungs- und Arbeitsprogramms (FuA) gestartet ist und vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) im Auftrag der Handwerkskammer Münster durchgeführt wird.

Mittels qualitativer Interviews mit Betrieben werden im Projekt KreisBau Erkenntnisse zu Chancen, Hürden und Prioritäten von CE-Maßnahmen eruiert. Auf Basis dieser Ergebnisse werden schrittweise Implementierungsempfehlungen für Handwerksbetriebe sowie Handlungsempfehlungen für Institutionen wie HWKs und ZDH entwickelt, um die Umsetzung von Circular-Economy-Ansätzen systematisch zu unterstützen.

Ziel des Projektes ist es, konkrete ökologische und ökonomische Vorteile zu identifizieren, Best-Practice-Beispiele aus Betrieben zu analysieren und daraus praxisnahe Handlungsleitfäden abzuleiten.

Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

Bild: JD Photography via Pexels

Bäcker bei der Arbeit, Brot und Backwaren im Fokus.
itb, Offensive Mittelstand

Das Bäckerhandwerk zukunftsfit machen

Das itb stellt für die Beratung im Bäckerhandwerk ein neues Instrument vor: Der INQA-Unternehmenscheck „Bäckerhandwerk“, jetzt online verfügbar.

Der INQA-Unternehmenscheck „Bäckerhandwerk“ unterstützt Bäckereibetriebe sowie deren Betriebsberaterinnen und Betriebsberater dabei, ihre Stärken und Schwächen systematisch zu ermitteln und Potenziale für Verbesserungen aufzuspüren.

Der Check „Bäckerhandwerk” wurde u. a. mit dem Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e. V. und der Bäcker- und Konditorenvereinigung Nord e. V. erarbeitet und erprobt. Er hilft Bäckereibetrieben dabei, Potenziale zur Verbesserung in ihrem Unternehmen zu sehen und  ermöglicht es, die Herausforderungen im Bäckerhandwerk, wie z. B. sich verändernde Kundenerwartungen, schnell wechselnde Märkte, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Fachkräftesicherung, besser zu erkennen und als Chance im Wettbewerb zu nutzen. Grundlage ist das bewährte Format INQA-Unternehmenscheck „Guter Mittelstand – Erfolg ist kein Zufall“ (OM-Praxis A-1.0), der an die besonderen Herausforderungen der Branche des Bäckerhandwerks angepasst wurde.

Das Instrument deckt acht zentrale Themenfelder ab, von Strategie und Liquidität über Führung, Markt und Kunde bis hin zu Organisation, Unternehmenskultur, Personal und Leistungsprozessen. Der Check eignet sich auch für Konditoreien.

Ab sofort steht der Check kostenfrei sowohl als PDF-Dokument als auch als Online-Tool zur Verfügung. Damit ist eine noch einfachere und schnellere Selbstbewertung möglich. Alle Dokumente bzw. Tools finden sich auch auf der Website der Offensive Mittelstand.

Bei Rückfragen und für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an: Anja Cordes

 

Institut für Betriebsführung im Deutschen Handwerk (itb) und Offensive Mittelstand (OM)

Das Institut für Betriebsführung (itb) ist Partner der Offensive Mittelstand (OM) eine neutrale und unabhängige Plattform intermediärer Organisationen auf Bundesebene (Sozialpartner, Sozialversicherungen, Kammern, zentrale Forschungsinstitute, Bundesministerien, Berufs- und Fachverbände – z.B. der Steuerberater, Unternehmensberater, Energieberater, Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzte). In der OM kommen die wichtigsten Akteure in der KMU-Landschaft zusammen und sie fördert eine produktive und gesundheitsgerechte Unternehmensführung durch die Entwicklung qualitätsgesicherter OM-Praxis-Checks (OM-Praxis A-1.0 bis B-2).

INQA-Unternehmenscheck für das Bäckerhandwerk, © Offensive Mittelstand

Diagramm eines nachhaltigen Energie- und Wasserstoffsystems mit Solaranlagen und Batterien.
itb, Projekte

Post-EEG-PV-Anlagen für grüne Wasserstoff-Dienstleistungen

Die e.systeme21 GmbH und das itb untersuchen in einem gemeinsamen Projekt, wie wirtschaftlich es ist, Strom aus Photovoltaikanlagen nach Ablauf der Einspeisevergütung zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen.

Photovoltaik-(PV-)Anlagen werden in Deutschland im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert. Dadurch sind im 20-jährigen Förderzeitraum feste Vergütungen für den eingespeisten Strom möglich. Beispiel: Für Strom aus PV-Anlagen auf Hallendächern, die 2006 ans Netz gingen, wurden ca. 50 Cent pro kWh gezahlt. Aber was passiert mit den PV-Anlagen und dem PV-Strom, wenn die Förderung ausläuft? Welche Vergütung ist möglich?

Für Norbert Unterharnscheidt, Geschäftsführender Gesellschafter der e.systeme21 GmbH, ist es realistisch, den PV-Strom zur Herstellung von grünem Wasserstoff zu nutzen! Kurz zum Hintergrund: Die e.systeme21 GmbH plant und installiert seit 2013 PV-Anlagen in der Region Ulm. 2020 entschloss sich Unterharnscheidt dazu, das eigene Firmengebäude energetisch zu sanieren und mit Wasserstofftechnik auszustatten (siehe Abbildung). Das Firmengebäude ist mittlerweile energieautark sowie CO2-neutral. Und die e.systeme21 GmbH hat im Jahr 2024 den baden-württembergischen Umweltpreis erhalten.

Wasserstoffanlagen sollen bald auch das Produktportfolio der e.systeme21 GmbH erweitern. Unterharnscheidt möchte den Handwerksbetrieb zu einem Komplettanbieter für die gesamte Energieversorgung von Gebäuden mit Strom und Wärme entwickeln – einschließlich Wasserstoffanlagen und deren begleitende Dienstleistungen wie Planung, Montage und Wartung.

Bis September 2026 wird eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung für das Geschäftsmodell durchgeführt, PV-Strom aus Post-EEG-PV-Anlagen in Wasserstoffanlagen zu nutzen, um grünen und regionalen Wasserstoff für die Vermarktung durch Gashändler zu erzeugen. Die Veröffentlichung der Ergebnisse ist im vierten Quartal 2026 vorgesehen.

Das itb (Institut für Betriebsführung im DHI e.V.) bearbeitet das Verbundprojekt im Rahmen des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen. Weitere Informationen zum Zentrum für industrienahe Dienstleistungen finden Sie hier.

Ansprechperson: Henrik Lerche

Abbildung: PV- und H2-Technik im Gebäude © e.systeme21 GmbH

Gruppengespräch bei ITB Karlsruhe im Bildungsbereich.
itb, Projekte

InnoFort entwickelt Lernformate für das Handwerk weiter

Beim Projekttreffen in Nürnberg erprobte das Projektteam erste Ansätze für ein Planspiel und konkretisierte die weitere Ausgestaltung von Lernbausteinen zu Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Nachhaltigkeit.  

Das itb-Forschungsprojekt InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials hat einen weiteren Entwicklungsschritt erreicht. Beim Projekttreffen am 28. und 29. Juli 2026 in Nürnberg kamen die Projektpartner zusammen, um die bisher erarbeiteten Konzepte gemeinsam weiterzuentwickeln.

Ein Schwerpunkt des Treffens war die erste interne Erprobung des im Projekt entwickelten Planspiels. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse flossen unmittelbar in die Diskussion zur weiteren konzeptionellen Ausgestaltung ein. Im Fokus stand insbesondere die Verzahnung des Planspiels mit den im Projekt entstehenden inhaltlichen Demonstratoren zu den Themen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit. Ziel ist es, ein didaktisch aufeinander abgestimmtes Gesamtkonzept zu entwickeln, das Transformationsprozesse im Handwerk praxisnah vermittelt und den Transfer in die betriebliche Weiterbildung unterstützt.

Für InnoFort ist es von zentraler Bedeutung, das entwickelte Planspiel konsequent an den Bedarfen des Handwerks sowie den Anforderungen angehender Führungskräfte auszurichten. Von besonderer Relevanz ist daher die Erprobungsphase, welche nicht allein der praktischen Anwendung, sondern als wesentlicher Bestandteil des Entwicklungsprozesses dient. Durch die Einbindung geeigneter Erprobungspartner sollen praxisnahe Rückmeldungen gewonnen werden, die systematisch in die Weiterentwicklung des Planspiels einfließen. Vor diesem Hintergrund wurden die organisatorischen und inhaltlichen Voraussetzungen für die Erprobungsphase konkretisiert.

Organisationen mit Interesse an einer Mitwirkung in der Erprobungsphase sind herzlich eingeladen, Kontakt mit dem Projektteam aufzunehmen.

Das Projekt InnoFort wird gefördert als InnoVET PLUS-Projekt aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ). Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das BMBFSFJ bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Ansprechperson: Verena Berten

Das InnoFort Projektteam beim Projekttreffen in Nürnberg © itb

 

 

SoPaEn_via Pexels
itb, Projekte

Wie steht es um die Akzeptanz der Energiewende im Handwerk?

Das itb Karlsruhe diskutierte mit Kammern, Verbänden und Gewerkschaften erste Ergebnisse des Verbundprojekts „Sozialpartnerschaftliche Energiewende – Akzeptanz, Wissensproduktion und Reorganisation in der handwerklichen Selbstverwaltung (SoPaEn)“.

Unterscheiden sich die energiewendebezogenen Einstellungen von Handwerkerinnen und Handwerkern von jenen der Gesamtbevölkerung? Welche Rolle spielen auf betrieblicher Ebene persönliche Überzeugungen und betriebswirtschaftliche Argumente für die Akzeptanz der Energiewende? Bietet der bestehende Rechtsrahmen für die handwerkliche Selbstverwaltung hinreichende Spielräume, um Qualifikations- und Leistungsanforderungen der Energiewende flexibel zu begegnen? Diese und weitere Fragen diskutierten die am Verbundprojekt SoPaEn Beteiligten bei einem Online-Workshop am 12. Juni 2026 mit Vertreterinnen und Vertretern aus Handwerksorganisationen, Fachverbänden und Gewerkschaften.

Das Verbundprojekt SoPaEn betrachtet sieben Gewerke, die den „Klimahandwerken“ zuzuordnen sind; während Verbundpartner die individuelle oder verbandliche Ebene adressieren, fokussieren die Arbeiten des itb Karlsruhe die betriebliche Ebene. Die Workshop-Gäste waren sich einig, dass Handwerkerinnen und Handwerker als „Beratende“ und „Umsetzende“ Schlüsselfiguren der Energiewende sind, politische Unsicherheiten diese Rolle jedoch erschweren. Berufsaus- und Weiterbildung gelten als wichtige Instrumente zur Steigerung der Energiewendeakzeptanz im Handwerk. Betont wurde zudem, dass Dialog und Vernetzung, gerade auf lokaler und regionaler Ebene, einen zentralen Beitrag zur Gestaltung der Energiewende im Handwerk leisten.

Das dreijährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert. Mehr Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechpersonen: Dr. Sabrina Weber, Dr. Esther Stern

© Bild von cristian rojas auf Pexels

Scrabble-Steine mit dem Wort 'Ehrenamt' auf Holzoberfläche.
itb, Veranstaltungen

Die Zukunft des Ehrenamts braucht Dialog

Beim vierten und zugleich abschließenden Zukunftstag „Let’s talk about Ehrenamt“ kamen erneut Ehrenamtliche, Hauptamtliche und Interessierte zusammen, um gemeinsam über die Zukunft des Ehrenamts in der Handwerksorganisation zu diskutieren.

Am 18. Juli 2026 fand der vierte und letzte Zukunftstag der Ehrenamtsakademie von Handwerk BW statt, der gemeinsam mit dem Institut für Betriebsführung im DHI (itb) durchgeführt wurde. Durch die Veranstaltung führten Verena Berten (itb) sowie Julia Kottmann und Raphael Wohlfahrt (Handwerk BW).

Im Mittelpunkt standen die zukünftigen Entwicklungsperspektiven des Ehrenamts im Handwerk. Die Diskussionen machten deutlich, dass die Zukunft des Ehrenamts neue Denkansätze und gemeinsames Handeln erfordert.

Das Ehrenamt der Zukunft braucht…

  • Mut, bestehende Rollen und Strukturen neu zu denken.
  • Menschen, die Menschen für das Ehrenamt begeistern.
  • frühzeitige und kontinuierliche Nachwuchsentwicklung.
  • mehr Flexibilität bei der Gestaltung von Ämtern.
  • das gemeinsame Ziel, die Selbstverwaltung des Handwerks langfristig zu sichern.

Ein herzlicher Dank gilt der Handwerkskammer Heilbronn-Franken für die Gastfreundschaft sowie Handwerk BW für die hervorragende Organisation. Besonderer Dank gebührt zudem allen Teilnehmenden, die ihre Erfahrungen offen teilten und den Dialog mit großem Engagement bereicherten. Gerade dieser vertrauensvolle Austausch bildet eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Ehrenamts.

Mit dem vierten Zukunftstag endet eine Veranstaltungsreihe, die in den Jahren 2025 und 2026 an insgesamt vier Standorten stattfand. Die vielfältigen Erkenntnisse und Impulse aus den Veranstaltungen werden nun systematisch aufbereitet und in einen Handlungsempfehlungskatalog überführt, um konkrete Perspektiven für ein zukunftsfähiges Ehrenamt im Handwerk aufzuzeigen.

Ansprechperson: Verena Berten

Bild: markus winkler auf pexels

Nachhaltigkeitsmesse ITB Karlsruhe 2023 im grünen Dschungel.
itb, Projekte

Nachhaltigkeits-Tools einfacher finden

Ende Juli ging das Web-Portal Nachhaltigkeitskompass BW live. Es hilft KMU dabei, passende Tools zu finden, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer wollen ihre KMU grüner machen, fühlen sich aber von der komplexen Aufgabe überfordert. Grund dafür ist oft die Vielzahl und die Unübersichtlichkeit der verfügbaren Nachhaltigkeits-Informationen. Hier setzt das Web-Portal Nachhaltigkeitskompass BW an. Es stellt Nachhaltigkeits-Tools von seriösen Anbietern kompakt und verständlich vor. So finden KMU ganz einfach die passenden Hilfsmittel für ihren Weg in Richtung Nachhaltigkeit.

Seit dem Go-Live am 30.07.2025 ist der Nachhaltigkeitskompass BW auf der Internetseite https://nachhaltigkeitskompass-bw.de/ verfügbar. Derzeit sind in dem Web-Portal bereits mehr als zehn Tools enthalten. Weitere werden in den nächsten Monaten folgen.

Der Nachhaltigkeitskompass BW wird vom itb – Institut für Betriebsführung im DHI e. V. – im Rahmen des Projektes Kompetenzzentrum Smart Services erstellt und durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert.

Ansprechpartner: Henrik Lerche

Abbildung 1: Startseite des Web-Portals Nachhaltigkeitskompass BW © itb, Teo Tarras auf shutterstock

Digitales Globus-Symbol mit Vorhängeschloss, symbolisiert Cybersicherheit und Datenschutz.
itb, Projekte

Endspurt der erfolgreichen Online-Seminar-Reihe „IT-Sicherheit“

Am 24. Juli findet die letzte Ausgabe der seit Januar 2025 vom itb Karlsruhe organisierten beliebten Veranstaltungsreihe für kleine und mittlere Betriebe statt – unter der Überschrift „IT-Sicherheit aufrechterhalten – Praxistipps“.

Die bisherigen fünf Termine der Veranstaltungsreihe erfreuten sich großer Resonanz bei den Betrieben, die Teilnehmenden zeigten sich begeistert über die praxisnahen Informationen für mehr digitale Sicherheit: „Wieder sehr hilfreiche Infos! Tolle Vortragsreihe. Danke.“

Referent Jürgen Schüler erläutert, warum IT-Sicherheit für Betriebe existenziell ist, und zeigt die Bandbreite der Themen rund um die IT-Sicherheit im Betrieb auf: Wie kann ich eine Bestandsaufnahme durchführen und ein IT-Sicherheitskonzept für meinen Betrieb entwickeln? Wie kann ich Bedrohungen erkennen? Wie kann ich mich mit einem Notfallplan wappnen? Wie kann ich im Ernstfall reagieren? Wie kann ich alle im Betrieb sensibilisieren und schulen? Mit welchen Maßnahmen kann ich die IT-Sicherheit aufrechterhalten? Wie kann ich hilfreiche Tools wie den baden-württembergischen „CyberSicherheitsCheck für KMU” nutzen?

Eine zentrale Botschaft lautet, dass sich gerade auch kleine und mittlere Betriebe zwingend mit ihrer IT-Sicherheit beschäftigen müssen, denn: „Die Frage ist nicht, ob Sie angegriffen werden, sondern wann!” Mehr Informationen zur Veranstaltungsreihe und die Anmeldemöglichkeit zur letzten Veranstaltung am 24. Juli 2025 gibt es hier.

Die Veranstaltungsreihe kam auf Initiative der Handwerkskammer Karlsruhe zustande und wird von insgesamt acht baden-württembergischen Kammern und Fachverbänden als Kooperationspartner unterstützt. Sie findet im Rahmen des Kompetenzzentrum Smart Services statt, das vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert wird. Es ist geplant, die Vorträge der Veranstaltungsreihe zum Nachhören auf dem YouTube-Kanal des Kompetenzzentrum Smart Services bereitzustellen.

 

Ansprechpartnerin: Dr. Sabrina Weber

Abbildung 1: Symbolbild IT-Sicherheit; Foto: Pixabay, axbenabdellah

Teilnehmer bei ITB Karlsruhe Konferenz im eleganten Saal, Präsentation auf Leinwand.
itb, Veranstaltungen

Veranstaltertreffen 2025: Austausch zur Betriebswirt-Fortbildung

Bildungsanbietende und Handwerkskammern tauschten sich in Karlsruhe über die Zukunft der Fortbildung zum/zur Geprüfte:n Betriebswirt:in (HwO) aus.

Wie lässt sich die Aufstiegsfortbildung zur/zum Geprüfte:n Betriebswirt:in (HwO) zukunftsfähig gestalten? Diese Frage stand im Zentrum des Veranstaltertreffens am 30. Juni und 1. Juli 2025 in Karlsruhe. Eingeladen waren Bildungsanbietende und Handwerkskammern, die das Konzept des Instituts für Betriebsführung im DHI e. V. (itb), bestehend aus qualifizierten Dozierenden und handlungsorientierten Lehrunterlagen, nutzen. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Verlagsanstalt Handwerk GmbH durchgeführt.

Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen in der Berufsbildung, insbesondere in Bezug auf die Anforderungen der höheren Berufsbildung, neue regulatorische Rahmenbedingungen sowie die praktische Kursumsetzung. In mehreren Diskussionsrunden wurden Herausforderungen wie Teilnehmendenakquise, steigende Kurskosten und sich verändernde Anforderungen an das Lehrpersonal thematisiert.

Die Teilnehmenden konnten außerdem einen Einblick in aktuelle Forschungstätigkeiten des itb erhalten. Das vom BMFTR geförderte Projekt „InnoFort – Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials“ beschäftigt sich mit der Frage, wie kompakte Lerneinheiten zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit sinnvoll in das Fortbildungssystem des Handwerks integriert und formell anerkannt werden können.

Das Projekt „Das ist doch Ehrensache!“ widmet sich der Frage, wie ehrenamtliches Engagement im Handwerk gestärkt werden kann und entwickelt dazu gezielte Handlungsempfehlungen für ehrenamtlich engagierte Handwerkerinnen und Handwerker sowie Interessierte, die ein Ehrenamt im Handwerk übernehmen möchten.

Neben dem fachlichen Austausch bot das Treffen auch Raum für Vernetzung, etwa bei der Stadtführung durch Karlsruhe oder dem gemeinsamen Abendessen.

Weitere Informationen zur Aufstiegsfortbildung „Geprüfte:r Betriebswirt:in (HwO)“ und dem begleitenden Serviceangebot des Instituts für Betriebsführung sind unter www.betriebswirt.de abrufbar.

Ansprechpartnerin: Verena Berten

Abbildung 1: Verena Berten (itb) bei der Moderation des Veranstaltertreffens, © : itb