itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Schlagwort: Innovation

itb, Projekte

Zukunftslabore für digitale Innovationen

Das itb war an einer Roadshow durch baden-württembergische Städte für neue Technologien, die auch in Handwerksbetrieben eingesetzt werden können, beteiligt.   

Ziel des im Jahr 2024 durchgeführten Projekts „Zukunftslabor für Digitalisierung und Innovation“, an dem auch das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) mitgewirkt hat, war es, digitale Innovationen für die betriebliche Praxis und neue Technologien, die auch in Handwerksbetrieben zum Einsatz kommen können, in Baden-Württemberg in Zukunftslaboren vorzustellen und in Impuls-Projekten mit Betrieben zu erproben.

Im Rahmen des Projekts fanden 2024, neben einem stationären Labor, mobile „Urban Innovation Pop-ups“ in fünf Städten in Baden-Württemberg statt. So konnten beispielsweise im September 2024 in Lahr (Schwarzwald) kleine und mittlere Unternehmen im mobilen Pop-up neue Technologien live erleben. Im Pop-up in Lahr konnten unter anderem Ideen für weitere Projektaktivitäten wie z.B. Innovationsprojekte mit Handwerksbetrieben diskutiert werden. Das itb hat ein solches Innovationsprojekt im Verbund mit einem Handwerksbetrieb und einer Unternehmensberatung im 4. Quartal 2024 initiiert und organisiert.

Zudem wurde im Rahmen des Projekts durch das itb an fünf Standorten, die mobile Pop-ups beherbergten, eine Befragung von Passantinnen und Passanten in ihrer Funktion als Konsumentinnen und Konsumenten verantwortet. Insgesamt wurden 753 Personen im Zeitraum von Juli bis November 2024 befragt. Die Ergebnisse zur Nutzung von Orten bzw. Einrichtungen in der Innenstadt, die Einschätzung, wie hilfreich die Befragten verschiedene Innovationen für ihren Aufenthalt in der Innenstadt finden sowie ergänzende Anmerkungen der Befragten (z. B. Wunsch nach mehr Grün) befürworten Konzepte und Überlegungen zur Steigerung der Aufenthalts- bzw. Verweilqualität. Diese Perspektive der Konsumentinnen und Konsumenten stützt Konzepte einer multifunktionalen Innenstadt, in der Handel, Gastronomie und Handwerk im Verbund mit der Stärkung von Kultur, Bildung und Wohnen einen entscheidenden Beitrag zu einer zukünftigen vitalen und resilienten Innenstadt leisten können.

Das Projekt „Zukunftslabor für Digitalisierung und Innovation“ wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Weitere Informationen dazu finden sich unter https://zukunftslabor.urbaninnovationhub.de/mobile-labore/.

Ansprechpersonen: Dr. Jochen Siegele und Dr. Sabrina Weber

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© itb

Die Vertreter:innen der Kreishandwerkerschaft gewinnen den 1. Preis. © Hessische Staatskanzlei
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HaDiL-Projektformat gewinnt Hessischen Demografie-Preis 2024

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. freut sich sehr darüber, dass die „Odenwälder Handwerkstage“, die im Rahmen unseres dreijährigen Forschungsprojekts „Handwerkliche Dienstleistungen im ländlichen Raum (HaDiL)“ ins Leben gerufen wurden, nun mit dem Hessischen Demografie-Preis 2024 ausgezeichnet wurden!

In Zusammenarbeit mit der Kreishandwerkerschaft für den Odenwaldkreis und gefördert vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) wurde in den letzten drei Jahren ein innovatives Modell für ein handwerkliches Dienstleistungszentrum entwickelt, das den Herausforderungen des demografischen Wandels und wirtschaftlicher Stagnation begegnet und die Attraktivität des ländlichen Raums stärkt.

Die Kernelemente des Projekts HaDiL umfassten die Etablierung eines handwerklichen Dienstleistungszentrums für Betriebe und Bürger:innen, die Entwicklung des Handwerksportals Odenwald (www.handwerk-odw.de) als zentrale Dienstleistungsplattform sowie die Durchführung der ersten Odenwälder Handwerkstage im September 2023, die künftig alle zwei Jahre stattfinden sollen.

Über die Odenwälder Handwerkstage:

Die ausgezeichneten Odenwälder Handwerkstage fanden im September 2023 in Erbach statt. An 60 Ständen hatten die Besucher:innen die Gelegenheit, sowohl bekannte als auch außergewöhnliche Handwerksberufe durch Zuschauen und Mitmachen kennenzulernen. Zudem wurden Workshops und Vorträge angeboten, die über die duale Ausbildung und verschiedene Karrierewege im Handwerk informierten.

Die Ehrung mit dem Hessischen Demografie-Preis unterstreicht die Bedeutung unserer Arbeit und ist ein starkes Zeichen für die Zukunft des Handwerks im Odenwald und ein Vorbild für andere Kreishandwerkerschaften im ländlichen Raum.

Das itb gratuliert allen Beteiligten zu diesem Erfolg!

Ansprechpersonen: Dr. Uta Cupok

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Die Vertreter:innen der Kreishandwerkerschaft gewinnen den 1. Preis.
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Neue Geschäftsfelder und Vorteile durch 3D-Druck

Bei einer Umfrage des Instituts für Betriebsführung im DHI e. V. (itb, Karlsruhe) wurden Konditorinnen und Konditoren nach ihren Erfahrungen, Wünschen und Erwartungen zur 3D-Druck-Technologie befragt. Die Ergebnisse liegen nun vor.

Für das Lebensmittel- und speziell das Konditorhandwerk stellt der 3D-Druck eine vielverspre­chende Technologie dar. Er ermöglicht neben der Erstellung von innovativen Produkten eine vollständige Neugestaltung von Wertschöpfungsketten und Geschäftsmodellen.

Das BMBF-Forschungsprojekt „3D-Druck im Lebensmittelhandwerk“ (3DiH) zielt auf die Entwicklung einer webbasierten Plattform als 3D-Druck-Wertschöpfungsnetzwerk (digitaler „Marktplatz“) für die Vernetzung der wesentlichen Stakeholder wie Konditorei-Betriebe, 3D-Druck-Dienstleistungsunternehmen, Gastronomie und Hotellerie sowie geschäftliche oder private Endkundinnen und Endkunden.

Um die Bedarfe einer der wesentlichen Zielgruppen – dem Konditorhandwerk – zu erfragen, wurde vom 01.09. bis zum 22.10.24 eine Online-Befragung durchgeführt. Die Auswertung der Umfrage zeigt, dass alle der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits vom Thema 3D-Druck gehört haben, konkrete Erfahrungen aber hauptsächlich im Bereich des 3D-Drucks mit Polymer gemacht wurden. Viele stehen dem Thema aufgeschlossen gegenüber, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeiten für die eigene Nutzung im Betrieb. Weniger interessiert scheinen die Befragten am Anbieten von Dienstleistungen rund um den 3D-Druck.

Die Mehrheit der Teilnehmenden sieht Zukunftspotenziale in der Erschließung neuer Geschäftsfelder und in Wettbewerbsvorteilen durch die Nutzung des 3D-Drucks. Neue Geschäftsfelder werden beispielsweise in der Realisierung individueller Kundenwünsche, dem Formenbau sowie der Herstellung von Werbeartikeln/-präsenten gesehen. Wettbewerbsvorteile werden u. a. in folgenden Punkten gesehen: (Regionales) Alleinstellungsmerkmal („Neue Nischen besetzen“), Vorreiterstellung („[…] Pionier!“), Erschließung neuer Kundengruppen und Geschäftsfelder, Flexibilisierung der Produktion, Individualität der Produkte, Erweiterung des Sortiments und Nischenproduktion („[…] Sammlerstücke durch Limitierung der Auflage, saisonal wechselnd“).

Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung eines digitalen Marktplatzes ein, der aktuell vom Projekt realisiert wird. Mittels dieses Marktplatzes sollen in Zukunft neuartige Dienstleistungen und Produkte in Auftrag gegeben und in die Breite getragen werden können. Außerdem kann im Austausch mit anderen oder über Schulungsmaterial neues Wissen rund um den 3D-Druck erworben werden.

Das Verbundprojekt wird von der RWTH Aachen – Lehrstuhl Digital Additive Production (DAP) in Aachen (als Konsortialführer), dem Institut für Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. (itb im DHI e.V.) in Karlsruhe, dem Zentrum für Ernährung und Gesundheit der HWK Koblenz (ZEG) in Koblenz, der trinckle 3D GmbH in Henningsdorf/Berlin, der Print4Taste GmbH in Freising, der Konditorei Café Baumann in Koblenz, der Confiserie Reichert in Berlin und der Konditorei Madame Gâteaux in Stollberg durchgeführt. Das Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts „Handwerk 4.0: digital und innovativ“ und wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Weitere Informationen zum Projekt sind unter https://3dih.de/ verfügbar.

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

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Zukunftspotenzial und Wettbewerbspotenzial durch den 3D-Druck.

© itb – eigene Darstellung.

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Digitale Innovationen für die betriebliche Praxis

Neue Technologien, die auch in Handwerksbetrieben zum Einsatz kommen können, werden in mehreren Städten in Baden-Württemberg in Zukunftslaboren vorgestellt

Im Rahmen des Projekts „Zukunftslabor für Digitalisierung und Innovation“, an dem das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) mitwirkt, finden im Jahr 2024 neben einem stationären Labor in Konstanz mobile „Urban Innovation Pop-ups“ in Baden-Württemberg in den fünf Städten Lörrach, Lahr, Weinheim, Villingen-Schwenningen und Bietigheim-Bissingen statt.

So konnten beispielsweise im September 2024 in Lahr kleine und mittlere Unternehmen im mobilen Pop-up neue Technologien live erleben. Betriebe fanden hier Inspiration, wie sie sich und ihre Produkte mithilfe innovativer Technologien besser in Szene setzen und für ihre Kundschaft erlebbar machen können. In der interaktiven Ausstellung wurden sowohl technische Innovationen gezeigt, die Betriebe in Baden-Württemberg bereits erfolgreich eingeführt haben, als auch Neuentwicklungen, die derzeit erprobt werden. Neben den kostenfreien Technologieführungen wurden ebenfalls kostenfreie Transferveranstaltungen für Betriebe zu Innovationen und Strategien angeboten. Das Projektkonsortium hat im Pop-up-Labor in Lahr insgesamt 20 Demonstratoren ausgestellt, die bei den Besucherinnen und Besuchern auf großes Interesse gestoßen sind. Die Besucherinnen und Besucher haben sich oft viel Zeit für den geführten oder freien Rundgang durch die Ausstellung genommen. Die Demonstratoren wurden vollständig von Projektmitarbeitenden gezeigt und erklärt. Es konnten gemeinsam im Pop-up in Lahr Ideen für weitere Projektaktivitäten wie beispielsweise Innovationsprojekte mit Handwerksbetrieben diskutiert werden. Erwähnenswert ist zudem, dass im Rahmen des Lahrer Pop-ups auch immer wieder das Themenfeld der Innenstadtentwicklung im Fokus stand.

Das Projekt „Zukunftslabor für Digitalisierung und Innovation“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Weitere Informationen dazu finden sich unter https://zukunftslabor.urbaninnovationhub.de/mobile-labore/.

Ansprechpersonen: Dr. Jochen Siegele und Dr. Sabrina Weber

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Zukunftslabor in Lahr © itb

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Unternehmerfrau im Handwerk 2024: itb Teil der renommierten Jury

Die Auszeichnung „Unternehmerfrau im Handwerk 2024“ wurde von handwerk magazin zum 29. Mal verliehen und stellt starke Frauen ins Rampenlicht, die mit ihrem Engagement und ihrer Innovationskraft im Handwerk beeindrucken.

Der Wettbewerb „Unternehmerfrau im Handwerk“ hat auch in diesem Jahr herausragende Unternehmerinnen ausgezeichnet, die mit ihrem Engagement und ihrer Innovationskraft das Handwerk stärken. Der Preis würdigt nicht nur unternehmerische Leistung, sondern setzt ein Zeichen für die Bedeutung von Frauen im Handwerk.

Prof. Dr. Birgit Ester vom Institut für Betriebsführung im DH e. V. ist Teil der Jury und würdigt als Expertin im Bereich Unternehmensführung die Leistung und Bedeutung dieser Frauen im Handwerk: „Die Preisträgerinnen dieses Jahres zeigen eindrucksvoll, wie Frauen im Handwerk nicht nur mitgestalten, sondern Innovation und Wachstum entscheidend vorantreiben. Sie sind Vorbilder für die gesamte Branche und inspirieren uns dazu, das Potenzial von Vielfalt und Teamgeist im Handwerk weiter zu stärken.“

Die folgenden herausragenden Unternehmerinnen wurden für ihre besondere Leistung im Handwerk geehrt:

  • Die „Unternehmerfrau im Handwerk 2024″ in der Kategorie „Unternehmerin“ ist Nadine Bönninger von der Bönninger Gerüstbau GmbH & Co. KG in Dortmund. Die einst jüngste und erste Meisterin Deutschlands im männderdominierten Gerüstbauerhandwerk ist nun Geschäftsführerin des eigenen Betriebs und Botschafterin für junge Unternehmerinnen im Handwerk.
  • Als „Unternehmerfrau im Handwerk 2024″ in der Kategorie „Heldin im Handwerk“ wurde Alice Brammertz von der Brammertz GmbH in Aachen ausgezeichnet. Sie ist seit 43 Jahren fürs Handwerk tätig und übernahm mit ihrem Mann den hierarchisch geführtenBetrieb und beschäftigte sich mit wertschätzender Menschenführung und dem Aufbau von Gemeinschaft im Betrieb.

Die Preisträgerinnen überzeugen durch Innovationskraft, Engagement und Beharrlichkeit. Ihre Arbeit ist für den Erfolg ihrer Betriebe unerlässlich und schafft Inspiration für die gesamte Branche. Der Preis zeigt, dass das Handwerk auch heute entscheidend von der Vielfalt seiner Akteurinnen lebt.

Weitere Informationen zur Preisverleihung und den Siegerinnen gibt es hier: Unternehmerfrau im Handwerk 2024: Die strahlenden Siegerinnen – Unternehmerin und Heldin im Handwerk! – handwerk magazin

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© pexels, Tima Miroshnichenko

itb, Projekte

Aufruf zur Teilnahme von Betrieben am Projekt „CirEc“

Wir suchen Handwerksbetriebe, die bereits die Prinzipien der Circular Economy umsetzen, um an unserem Forschungsprojekt teilzunehmen. Wir präsentieren innovativen Ansätze und zeigen gemeinsam die Vielfalt des nachhaltigen Handwerks!

wir freuen uns, Ihnen unser neues Forschungsprojekt „Circular Economy“ (Cirec) vorstellen zu können und laden interessierte Handwerksbetriebe zur Teilnahme ein. Wir suchen dabei Betriebe, die bereits die Prinzipien der Circular Economy in ihrem Geschäftsmodell umsetzen – sei es durch Dienstleistungen, Produkte oder umfassende Prozesse. Diese Betriebe haben die Möglichkeit, ihre innovativen Ansätze vorzustellen und von unserer wissenschaftlichen Analyse sowie der Verbreitung ihrer Best Practices zu profitieren.

Wenn Ihr Betrieb bereits Aspekte der Circular Economy integriert hat und Sie an einer Zusammenarbeit interessiert sind, melden Sie sich bitte bei uns. Wir freuen uns auf Ihre Erfolgsgeschichten.

Ansprechperson: Julia Maxi Bauer

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© pexels by Mikhail Nilov

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Gründungs- und Gewerbezentrum in Karlsruhe geplant

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb Karlsruhe) hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe wissenschaftlich dabei unterstützt, ein tragfähiges Nutzungs- und Betriebskonzept für ein Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe zu entwickeln.

 Handwerks-, Gewerbe- und Gründerzentren haben sich bereits in zahlreichen Städten als ein erfolgreiches Instrument erwiesen, um Abwanderung und dem Verlust von Produktionsbereichen und Arbeitsplätzen entgegenzuwirken und Unternehmensgründungen zu fördern. Denn prosperierendes Handwerk und Gewerbe wirken sich positiv auf die gesamte Stadt aus.

Auch in Karlsruhe besteht wachsender Bedarf an einer solchen Einrichtung – wie die Auswertung aktueller Daten aus der Handwerkszählung zeigt. Insbesondere der großen Knappheit an Gewerbeflächen und den sich daraus ergebenden Belastungen der wirtschaftlichen Entwicklung sollte entgegengewirkt werden.

Vor diesem Hintergrund übernahm das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) im Auftrag der Wirtschaftsförderung der Stadt Karlsruhe (im ersten Halbjahr 2024) die Prozessbegleitung bei der Entwicklung eines Nutzungs- und Betriebskonzeptes für das geplante Gründungs- und Gewerbezentrum für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe in Karlsruhe (GGZ).

In diesem Zentrum sollen Betriebsgründungen und -übernahmen unterstützt, vor allem aber bedarfsgerechte, bezahlbare Gewerbeflächenangebote für bereits bestehende Betriebe geschaffen und so deren Wachstumschancen insgesamt erhöht werden. Auch soll im GGZ die Zusammenarbeit unter den Betrieben und mit weiteren Partnern (z.B. aus der Wissenschaft) erleichtert werden.

Ein Produkt, welches im Rahmen des nun abgeschlossenen Auftrags entstanden ist, ist ein Leitfaden zur Einrichtung eines Gründungs- und Gewerbezentrums für Handwerk und kleines produzierendes Gewerbe (GGZ). Dieser Leitfaden baut auf den bisherigen Erfahrungen der Stadt Karlsruhe auf und soll mittelgroßen Kommunen – insbesondere Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern – hilfreiche Hinweise zum Vorgehen geben. Der Leitfaden kann als Broschüre auf der itb-Homepage, unter dem Link heruntergeladen oder über die Wirtschaftsförderung der Stadt bezogen werden.

Ansprechperson: Dr. Uta Cupok

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Modulübersicht der Schulung „3D-Druck im Lebensmittelhandwerk“ © itb

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HaDil – Projektabschluss im Odenwald

In den vergangenen drei Jahren wurde im Rahmen des vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Modellprojekts HaDiL im Odenwald ein handwerkliches Dienstleistungszentrum für Betriebe und Bürgerinnen und Bürger im Odenwald aufgebaut. Das Dienstleistungszentrum bietet sowohl für Betriebe als auch für Kunden vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung und Angebot von Dienstleistungen und trägt z. B. durch Veranstaltungen wie die Odenwälder Handwerkstage oder Fortbildungsangebote zur Steigerung der Attraktivität und der Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume bei. Zum Ende der offiziellen Förderperiode wird Bilanz gezogen: In den drei Jahren Projektlaufzeit wurden vielfältige Aktivitäten unternommen, um die Attraktivität des Odenwälder Handwerks und des Odenwalds zu stärken. Neben dem Aufbau einer social media Kampagne für das Odenwälder Handwerk, diversen Veranstaltungen zu Zukunftsthemen für die Betriebe, der Veranstaltung der ersten Odenwälder Handwerkstage wurde auch eine Plattform zur Kommunikation zwischen Betrieben und Kunden bzw. zukünftigen Fachkräften entwickelt und implementiert. Die geschaffenen Strukturen und Formate bleiben auch nach Ende der Förderlaufzeit bestehen, um so nachhaltige Wirkungen zu erzielen. Ebenso werden die entwickelten Konzepte und Ergebnisse anderen interessierten Kreishandwerkerschaften und Kommunen im ländlichen Raum zur Verfügung gestellt. Interessierte können sich an das Projektteam am itb wenden, um mehr über die Möglichkeiten der Etablierung eines handwerklichen Dienstleistungszentrums bei sich zu erfahren.

Ansprechperson: Dr. Uta Cupok

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Das Projektteam HaDiL präsentiert seine Arbeit auf der Grünen Woche 2024 © itb

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Zukunftslabor Konstanz: Innovationen für die Praxis

Im Rahmen des Zukunftslabors für Digitalisierung und Innovation werden jetzt neue Technologien gezeigt, die keine Zukunftsmusik sind, sondern auch für Handwerksbetriebe zum Einsatz kommen können.

Vom am Projekt beteiligten Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) wurden im Lauf der letzten Jahre die Forschungsprojekte „Kompetenzzentrum Smart Services“, „Handel innovativ – Digitalisierung und Innovation im stationären Handel“ sowie „Handwerk in Innenstädten – Neue Ansätze zur Sicherung, Neuansiedlung und Präsentation von Handwerksbetrieben in inneren Stadtbereichen“ bearbeitet. Erkenntnisse dieser Projekte fließen in das vom itb nun im Jahr 2024 begonnene Projekt „Zukunftslabor für Digitalisierung und Innovation“ ein. Im Rahmen dieses Projekts können in Konstanz kleine und mittlere Unternehmen jetzt im uih! Zukunftslabor (Urban Innovation Hub) neue Technologien live erleben. Handwerksbetriebe finden hier Inspirationen, wie sie sich und ihre Produkte mithilfe innovativer Technologien besser in Szene setzen und für ihre Kunden live erlebbar machen können.

Im uih! Zukunftslabor Konstanz werden sowohl technische Innovationen, die Vorreiter-Unternehmen in Baden-Württemberg bereits erfolgreich eingeführt haben, als auch Neuentwicklungen, die derzeit erprobt werden, gezeigt: von Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz bis hin zu 3D-Anwendungen. „Sich mit innovativen Technologien auseinanderzusetzen, ist für viele Handwerksbetriebe ein Muss, um ihr Geschäftsmodell erfolgreich in die Zukunft zu führen – und auch, um für neue Fachkräfte und Auszubildende attraktiv zu sein,” so Dr. Jochen Siegele und Dr. Sabrina Weber vom itb. Im uih! Zukunftslabor Konstanz finden die Betriebe zum einen inspirierende Beispiele. Zum anderen können sie hier die Kontakte knüpfen, um beispielweise in Impulsprojekten mit Universitäten und Hochschulen in Baden-Württemberg eigene digitale Projekte zu entwickeln und voranzutreiben. Tag der offenen Tür ist im neuen uih! Zukunftslabor jeden Mittwoch (Gründerzentrum „farm”, Bücklestraße 3, 78467 Konstanz). An anderen Tagen ist eine Besichtigung und Führung durch die Ausstellung für Betriebe nach Voranmeldung möglich.

Das Zukunftslabor für Digitalisierung und Innovation wird seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg gefördert. Wem der Weg nach Konstanz zu weit ist, der erhält auf der Website des uih! Zukunftslabors (https://urbaninnovationhub.de/ausstellung) einen ersten Eindruck über die gezeigten Technologien. Außerdem wird das uih! Zukunftslabor in diesem Jahr fünf weitere Städte  Baden-Württembergs mit Pop-up-Laboren besuchen. Die erste Station ist Lörrach, wo der Innovationsraum vom 9. bis zum 11. Juli im Innocel Innovations-Center seine Türen öffnet.

Ansprechpersonen:

Dr. Jochen Siegele und Dr. Sabrina Weber

Bildquelle (Titelbild) Augmented-Reality-Kuckucksuhr-App

© Alexander Gorovoj (Fraunhofer IAO)