itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

Schlagwort: Innovation

DHI, itb

Handwerksbetriebe in innenstadtnahen Gebieten

Das itb veröffentlicht einen Bericht zur Lösung von standortbezogenen Nutzungskonflikten des Handwerks in inneren Stadtbereichen unter Berücksichtigung von Mobilitätsstrukturen

Das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) hat für den Zentralverband des Deutschen Handwerks für die Standortsicherung von Handwerksbetrieben in inneren Stadtbereichen standortbezogene Nutzungskonflikte unter Berücksichtigung von Erreichbarkeits- und Mobilitätsstrukturen identifiziert. Zur Bewältigung dieser Nutzungskonflikte wurden Konfliktlösungsstrategien für die Mobilität von Handwerksbetrieben auf Ebene der Stadtentwicklungs- und Verkehrspolitik unter die Lupe genommen. Einige der in dieser Ausarbeitung benannten Lösungsansätze bezüglich Lade- und Servicezonen, Organisation der Zulieferung, Wandel der Fahrzeugparks, betrieblichem Mobilitätsmanagement, Antriebswende, Abstellen am Betriebssitz sowie Zugängen zu verkehrseingeschränkten Bereichen können in Zukunft zur Bewältigung von solchen standortbezogenen Nutzungskonflikten beitragen.

Die Ergebnisse dieses Projekts, das Teil des DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramms 2024/2025 war, wurden in einem Bericht zusammengestellt und stehen kostenfrei als Download unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/#2025 zur Verfügung.

Ansprechpartner: Dr. Jochen Siegele

© Bild von Brigitte Werner auf Pixabay

itb, Projekte

Zweite Projektbeiratssitzung im Projekt InnoFort

Im Fokus der Online-Sitzung vom 28.11.2025 standen die Vorstellung des aktuellen Projektstands sowie die gemeinsame fachliche Weiterentwicklung des Projektvorhabens.  

Nach einer kurzen Darstellung der bisher umgesetzten Arbeitsschritte wurden die auf Basis einer Literatur- und Sekundäranalyse sowie qualitativer Interviews erarbeiteten Erkenntnisse vorgestellt. Diese sind in einem Ergebnisbericht dokumentiert und wurden im Rahmen der Beiratssitzung in ihren zentralen Punkten gemeinsam vertieft. Besonders deutlich wurde hierbei, dass die digitale und grüne Transformation Kompetenzanforderungen im Handwerk grundlegend verändert. Gefragt sind neben spezifischem Fachwissen (z.B. zu nachhaltiger Beschaffung und digitalen Technologien) auch überfachliche Kompetenzen wie Kommunikations- und Beratungskompetenz. Was bestehende Qualifizierungsformate im betrieblichen Bereich betrifft, so sind diese in Zielsetzung und Wirkung heterogen, wobei betriebsintegrierte Maßnahmen besonders wirksam sind.

Aktuell wird im Projekt ein Gestaltungsrahmen für Microcredentials für die Bildungslandschaft im Handwerk überprüft. Die Beiratssitzung fungierte hierfür als Ideengeber. In diesem Rahmen wurden die Grundsätze der zugrunde liegenden EU-Ratsempfehlung reflektiert und deren Bedeutung sowie Anwendungsmöglichkeiten für die Bildungslandschaft des Handwerks gemeinsam diskutiert.

Das Projekt InnoFort wird gemeinsam vom itb mit dem Forschungsinstitut Betriebliche Bildung und BAUM e.V. durchgeführt.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Verena Berten

© Oleksandr Pidvalnyi auf Pixabay

 

 

itb, Projekte

Prototyp-Plattform für 3D-Druckkonfiguratoren online

Im Rahmen des Forschungsprojekts 3DiH – 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Forschung und Technologie (BMFTR), steht nun eine Prototyp-Plattform zur Verfügung, die Anwenderinnen und Anwender zur Erprobung innovativer digitaler Fertigungsprozesse einlädt.

Das 3DiH-Team öffnet zum Jahresende die Pforten zur Gestaltung individueller Designs für den 3D-Druck. Entwickelt in Kooperation mit dem Softwareunternehmen Trinckle, bietet die Plattform vielfältige Möglichkeiten, um cloudbasierte 3D-Design- und Fertigungsprozesse im Lebensmittelhandwerk zu erproben – auch ohne eigenen 3D-Drucker. Die Plattform ermöglicht, 3D-Modelle flexibel an spezifische Anforderungen anzupassen. Dies reicht von der einfachen Parametrisierung einzelner Bauteile bis hin zur vollständigen Automatisierung komplexer Designprozesse, wodurch sowohl Entwicklungszeit als auch Produktionskosten signifikant reduziert werden können.

Nutzerinnen und Nutzer können innerhalb der Plattform unterschiedliche Konfiguratoren einzeln oder in Kombination für verschiedene Anwendungsszenarien testen – etwa für:

  • Schokostücke
  • Tiefzieh-Extrudate
  • Linocut-Motive
  • Belüftungslöcher (für Tiefziehformen)
  • Stempel
  • Cookie Cutter (Ausstechformen)
  • KI Tolls (für 2D- und 3D-Objekten)

Diese Beispiele zeigen die große Bandbreite möglicher Anwendungen des 3D-Drucks im Lebensmittelhandwerk – von dekorativen Elementen bis hin zu funktionalen Produktionshilfen. Eine Besonderheit der Plattform sind die KI-basierten 2D- und 3D-Konfiguratoren, die Designprozesse zusätzlich vereinfachen. Mithilfe künstlicher Intelligenz lassen sich Vorlagen automatisch generieren, anpassen und in druckbare Modelle überführen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Bibliothek hilfreicher Templates sowie ein umfangreiches Schulungs- und Informationsmaterial rund um den Einsatz von 3D-Drucktechnologien im Lebensmittelhandwerk.

Die Nutzung der Plattform steht nicht nur Forschungseinrichtungen oder Handwerksbetrieben offen. Auch Interessierte ohne eigenen 3D-Drucker können die Funktionen vollständig testen und Designprozesse virtuell erleben. Damit schafft das Projekt 3DiH eine niedrigschwellige Einstiegsmöglichkeit in die digitale Produktentwicklung und trägt zur weiteren Digitalisierung handwerklicher Produktionsprozesse bei.

Mehr Informationen zum Projekt: www.3DiH.de

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

© Trinckle

 

 

itb, Projekte

Kompetenzen für das Handwerk von morgen

Das Projekt InnoFort untersucht, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit Qualifizierungsbedarfe und Lernangebote im Handwerk verändern.

Die fortschreitende digitale und grüne Transformation verändert auch die Arbeitswelt im Handwerk. Um herauszufinden, wie Betriebe diese Entwicklungen erleben und welche Kompetenzen künftig gefragt sind, wurden im Rahmen des Projekts InnoFort „Innovative Fortbildung im Handwerk durch Microcredentials“ elf Handwerksbetriebe interviewt sowie aktuelle Literatur- und Paneldaten ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen ein vielschichtiges Bild: Digitale Basistechnologien sind im Handwerk bereits weit verbreitet und werden im Betriebsalltag routiniert eingesetzt. Auch digitale Plattformlösungen gewinnen zunehmend an Bedeutung, sei es in der Kundenkommunikation oder in der Auftragsabwicklung. Fortgeschrittene digitale Anwendungen, etwa im Bereich Künstliche Intelligenz (KI), spielen bislang jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Deutlich wird, dass der Einsatz neuer Technologien im Betrieb stark von der Einstellung der Inhaberinnen und Inhaber abhängt.

Mit Blick auf die grüne Transformation zeigt sich ebenfalls Bewegung: Themen wie Ressourceneffizienz, nachhaltige Beschaffung oder Klimaschutz gewinnen in den Betrieben an Relevanz. Damit einher gehen veränderte Kompetenzanforderungen. Gefragt sind künftig nicht nur technisches Fachwissen, sondern auch überfachliche Kompetenzen wie interdisziplinäres Denken, Kommunikationsfähigkeit, Beratungskompetenz und Umweltbewusstsein. Zudem zeigte die Analyse, dass bestehende Weiterbildungsangebote im Handwerk sowohl in ihrer Zielsetzung als auch in ihrer Wirksamkeit sehr heterogen sind. Besonders wertvoll sind Formate, die betrieblich integriert sind und den Lerntransfer in den Arbeitsalltag direkt unterstützen. Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage für die weitere Arbeit im Projekt.

Aufbauend auf den Ergebnissen wird derzeit daran gearbeitet, ein gemeinsames Verständnis von Microcredentials (MC) im Kontext des Handwerks zu entwickeln. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit bestehende Anforderungen an MC auf die berufliche Aus- und Weiterbildung übertragbar sind und wie eine Einbindung in das Fortbildungssystem des Handwerks gelingen kann.  Diese Überlegungen wurden im digitalen Projekttreffen am 17. Oktober 2025 weiter vertieft und gemeinsam diskutiert, um Ansätze für eine mögliche Struktur von MC im Handwerk zu entwickeln.

Mit dem Programm InnoVET PLUS fördert das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Durchgeführt wird das Programm vom Bundesinstitut für Berufs-bildung (BIBB).

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Verena Berten

© BIBB

 

 

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Handwerk und Hightech – Konditoren Summit 2025

Das Zukunftsprojekt 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk zeigte beim Branchentreffen in München kreative Einsatzmöglichkeiten digitaler Technologien.

Beim diesjährigen Konditoren Summit vom 14. bis 16. September 2025 im Werk7 Theater in München wurde mehr als deutlich, dass die traditionelle Handwerkskunst des Konditorenhandwerk und innovative Technologien und Fertigungstechniken sich nicht im Wege stehen.  Auf dem Branchentreffen drehte sich über drei Tage hinweg alles um Trends, Technologien und die Zukunft der Konditorei. Während der Summit eine Bühne für Branchengrößen, Nachwuchstalente und innovative Ideen bot, rückte das Thema Digitalisierung und Technologisierung spürbar in den Mittelpunkt.

Für das Projekt „3D-Druck im Lebensmittelhandwerk“ (3DiH) war die Teilnahme als Aussteller ein Highlight in der Projektgeschichte. Das BMFTR-geförderte Projekt ist Teil des Förderschwerpunkts „Handwerk 4.0: digital und innovativ“ und veranschaulicht eindrucksvoll, wie 3D-Fertigungsprozesse in der Patisserie und Confiserie neue kreative und wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen – von filigranen, dreidimensionalen Schokoladenskulpturen bis hin zu 3D-gedruckten individualisierten Pralinenformen. In Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen, Handwerkskammer und Konditoren zeigt das Projekt auf, wie die Integration von 3D-Druck-Technologien nicht nur gestalterische Freiheiten schafft, sondern auch neue Geschäftsmodelle denkbar macht.

Mehr Informationen zum Projekt: www.3DiH.de

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

© Gustavo Melo

 

 

itb, Projekte

Neue Publikation zum 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk

Der vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) herausgegebene und im August veröffentlichte Band 8 der Karlsruher Schriften zur Handwerksforschung widmet sich einem hochaktuellen Thema: Wie kann 3D-Drucktechnologie die Produktionsprozesse im Lebensmittelhandwerk revolutionieren – und damit eine Antwort auf drängende Herausforderungen unserer Zeit bieten?

Erstmals werden in diesem Band und für die Forschung rund um den 3D-Druck im Lebensmittelkontext

  • technische Grundlagen und Verfahren des 3D-Lebensmitteldrucks verständlich erklärt,
  • Tools und Technologien vorgestellt,
  • Chancen & Risiken abgewogen,
  • praxisnahe Beispiele aus dem Konditorenhandwerk präsentiert und
  • der aktuelle Forschungsstand übersichtlich aufbereitet.

Die Publikation verfolgt das Ziel, KMU aus den Lebensmittelgewerken fundiert zu informieren und Impulse für Innovation und Transformation im Betrieb zu geben.

Die Erkenntnisse stammen aus dem Projekt „3D-Druck im Lebensmittelhandwerk” (3DiH), das vom BMFTR gefördert wird. Das Projekt versteht sich als Wegbereiter und Begleiter bei der digitalen, auf 3D-Druck basierten Dienstleistungs- und Geschäftsmodelltransformation von KMU des Lebensmittelhandwerks. Ziel ist es, mit Betrieben im Lebensmittelhandwerk die Potenziale mit 3D-Druck zu erkennen und zu nutzen. Daher steht der Austausch mit der Praxis bzw. den Projektbetrieben aus dem Konditorenhandwerk an prioritärer Stelle, um niederschwellige, praxistaugliche und geschäftsmodellorientierte Transformationen durch innovative Technologien zu erproben.

Mehr Infos zum Projekt finden Sie hier.

Ansprechperson: Dr. Esther Stern

© itb

 

 

Fachgruppe Handwerk

Einladung zum nächsten Online-Treffen der OM-Fachgruppe Handwerk.

Nach unserem erfolgreichen und inspirierenden Vor-Ort-Treffen in Hamburg möchten wir Sie herzlich zu unserem nächsten Online-Treffen einladen. Freuen Sie sich auf spannende Themen aus der Praxis und für die Betriebe sowie auf den wertvollen Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus der Branche.

Zwei bestätigte Programmhighlights:

  • Matthias Thiel berichtet über aktuelle Projekte in den Sanitär-, Heizungs- und Klima-Handwerken.
  • Die IKK classic stellt die Ergebnisse der Studie „So gesund ist das Handwerk“ vor.

Wir freuen uns auf neue Erkenntnisse, Impulse und einen regen Austausch.

📅 Termin: Do, 07.05.2026 10:00 – 14:00

💻 Ort: Online per Teams (Zugangsdaten erhalten Sie nach Anmeldung)

 

Anmeldung: Bitte melden Sie sich per E-Mail an: bauer@itb.de

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung: Green Services- Seminar 4

Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung: Green Services

Was sind Green Services? Wie passen „ökologische Nachhaltigkeit“ und „Dienstleistung“ zusammen? Und warum werden Green Services für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) immer wichtiger? Die Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Beraterinnen und Berater in diesem Einstiegsseminar in das Thema Green Services.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.  
Zur Anmeldung gelangen Sie über folgenden Link: Jetzt anmelden.

Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung: Systematische Gestaltung digitaler Geschäftsmodellinnovationen in KMU_Seminar 3

Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung: Systematische Gestaltung digitaler Geschäftsmodellinnovationen in KMU

Wie lassen sich Geschäftsmodelle von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) analysieren und gestalten? Wie kann man mit digital unterstützten Dienstleistungen KMU in der Wirtschaft 4.0 wettbewerbsfähig machen? Und wie können diese Aufgaben durch Beratungsprojekte gezielt unterstützt werden? Die Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Beraterinnen und Berater in diesem Seminar.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.  
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Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung: Steigerung der Dienstleistungsproduktivität mit dem Service Navigator_Seminar 2

Qualifizierung für die Dienstleistungsberatung: Steigerung der Dienstleistungsproduktivität mit dem Service Navigator

Wie können Unternehmen mehr aus ihren Dienstleistungen herausholen? Wie werden bestehende Dienstleistungsangebote fit für die Zukunft? Und welche praxiserprobten Strategie- und Steuerungsinstrumente gibt es diesbezüglich speziell für kleinere und mittlere Betriebe (KMU)? Die Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Beraterinnen und Berater in diesem Seminar.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie im Flyer zur Veranstaltung.  
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