itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.

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Kreativ-Workshop zum 3D-Lebensmitteldruck geht weiter

Beim zweitägigen Hackathon in der HWK Koblenz entwickelte das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) mit dem 3DiH-Projektteam Anwendungsmöglichkeiten des 3D-Drucks im Lebensmittelhandwerk.

Kann man in zwei Tagen eine neue Technologie so gut kennenlernen, um vielseitige Potenziale konkret durchzuspielen und zu testen? Dass dies möglich ist, konnte im Rahmen des 3DiH-Hackathons erneut unter Beweis gestellt werden. Das Projektteam erarbeitete anhand von vier Anwendungsfällen, die zuvor im Rahmen des Probe-Hackathons identifiziert wurden, konkrete Innovationsmöglichkeiten durch die Nutzung des 3D-Drucks im Lebensmittelhandwerk. Im interdisziplinären Austausch mit den projektbeteiligten Konditoreibetrieben konnten verschiedene Perspektiven und Ideen in die Arbeitsgruppen einfließen und praxisnahe Lösungen formuliert werden. Themenschwerpunkte bildeten die Ausgestaltung einer digitalen Plattform zum 3D-Lebensmitteldruck, die Ermittlung von Use Cases und Entwicklung von neuen Dienstleitungsformaten und Geschäftsmodelltransformationen sowie die Identifizierung von Schulungs- und Lehrinhalten.

Das 3DiH-Projekt versteht sich als Wegbereiter und Begleiter bei der digitalen, auf 3D-Druck basierten Dienstleistungs- und Geschäftsmodelltransformation von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Lebensmittelhandwerks. Ziel ist es, mit Betrieben im Lebensmittelhandwerk die Potenziale mit 3D-Druck zu erkennen und zu nutzen.

Einladung: Am 31. Mai 2023 wird in Koblenz ein weiterer Hackathon zum Thema „Design-Automatisierung für 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk“ stattfinden. Mitwirken können Konditorinnen und Konditoren, Studierende, Designerin und Designer, Programmiererin und Programmierer, 3D-Druck & Tech-Expertinnen und -Experten und alle Personen, die am Thema interessiert sind. Nähere Informationen sind auf der Projekt-Homepage nachzulesen unter 3DiH.de.

Projektpartner in dem BMBF-Verbundprojekt sind neben dem itb im DHI e. V. Karlsruhe die RWTH Aachen – Lehrstuhl Digital Additive Production (DAP) als Konsortialführer, das Zentrum für Ernährung und Gesundheit der HWK Koblenz (ZEG) in Koblenz, die trinckle 3D GmbH in Henningsdorf/Berlin, die Print4Taste GmbH in Freising, die Konditorei Café Baumann in Koblenz, die Confiserie Reichert in Berlin, die Konditorei Madame Gâteaux in Stolberg und die Konditorei Ourewäller Kuchestubb in Mörlenbach.

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© Christoph Krause HWK Koblenz, ZEG

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Wie können Betriebe von der Arbeitswissenschaft profitieren?

Entwicklungen wie der Fachkräftemangel oder die digitale Transformation stellen für viele Betriebe Herausforderungen dar. Lösungen existieren bereits. Diese erreichen aber oftmals nicht die Betriebe. Das Projekt Win:A will das ändern.

Es gibt zahlreiche Herausforderungen für kleine und mittlere Betriebe. Es fehlt vielerorts an Fachkräften, es gilt die Energiewende zu meistern und ebenso ist die digitale Transformation mit Chancen, aber auch mit einhergehenden Risiken verbunden. Lösungen und Ansätze existieren bereits. Diese erreichen aber selten die Betriebe. Das Projekt Win:A will das ändern. Es wird eine Brücke zwischen innovativen Ergebnissen der Arbeitsforschung und der praktischen Anwendung in kleinen und mittleren Unternehmen gebaut. In einem Workshop mit Betrieben wurden die Bedarfe erfragt: Welche Inhalte sind relevant, wie sollten diese dargestellt werden und welche Rolle spielen Netzwerke? Zentrale Ergebnisse waren:

  • Wichtige Themen für die Praxis sind Fachkräfte binden und finden und die eigenen Arbeitgeberattraktivität steigern, um zukunftsfähig zu bleiben und Abwanderung zu verhindern
  • Es braucht überschaubare Informationen, die möglichst interaktiv gestaltet sind
  • Erfahrungsaustausche und Best-Practice Beispiele stehen hoch im Kurs. Es gilt voneinander und miteinander zu lernen
  • Wissenschaftliche Erkenntnisse sind hilfreich, aber es braucht eine Projekteübergreifende Wissensdatenbank und Projekte sollten die Praxis frühzeitig einbinden, damit es auch ein Mehrwert für Betriebe gibt

Die Erkenntnisse werden in die Projektergebnisse einfließen. Zudem erfolgt eine kontinuierliche Bedarfserhebung, um zielgruppengerecht und bedürfnisorientiert den Projekterfolg sicherzustellen.

Inhaltliche Bedarfe von Betrieben/itb 

Das Projekt Win:A ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

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© pexels | Christina Morillo

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Zweite Sitzung des Runden Tischs Reparatur Heidelberg

Der „Runde Tisch Reparatur Heidelberg“ fördert die Vernetzung lokaler Reparatur-Akteure

Das Institut für Betriebsführung (itb) und der Verein Ökostadt Rhein-Neckar bringen im Rahmen des Projekts RealKOOP unterschiedliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bereichen der Stadt Heidelberg zusammen, um die Förderung der Nachhaltigkeit in Heidelberg zu planen. Zum zweiten Mal trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und entwickelten Ideen und erste Konzepte, wie das Reparaturangebot in Heidelberg bekannter gemacht und sich untereinander enger vernetzt werden kann. Ziel ist den Reparaturgedanken insgesamt stärker in den Fokus von regionalen und kommunalen Akteuren sowie der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Heidelberg und der Metropolregion Rhein Neckar zu verankern und der Bürgerinnen und Bürger zu rücken.

Neue Wege,  um diesen Ziel zu erreichen wurden diskutiert und Konzepte entwickelt, die im ersten Halbjahr 2023 in Heidelberg umgesetzt werden sollen. Initial umgesetzt wurde z.B. eine web basierte Plattform, auf der wichtige Informationen zum Thema Reparatur und Nachhaltigkeit zu finden sind und die auch dem Austausch der Akteure untereinander dienen soll. Die nächste Sitzung des Runden Tischs Reparatur findet im Februar 2023 statt. Interessierte aus der Region sind herzlich willkommen.

Die Umsetzung erfolgt innerhalb des Forschungsprojekts „RealKoop“, das vom Umweltbundesamt finanziert wird. Ziel ist die Reparatur insgesamt zu fördern und lokale Plattformen und Kooperationen zu schaffen, um eine regionale Steigerung der Reparaturtätigkeiten zu erreichen.

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© pexels | RF._.studio

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Künstliche Intelligenz nutzen! Aber wie?

Das itb entwickelt im Projekt KomKI eine Qualifizierung für das Handwerk, um Kompetenzen über Künstliche Intelligenz (KI) aufzubauen. Hierfür steht ein KI-Kompetenzbaukasten zur Verfügung, um KI für den eigenen betrieblichen Kontext zu bewerten.

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bringt für das Handwerk große Chancen. Mögliche Anwendungsmöglichkeiten sind u. a.:

  • Rechnungsautomatisierung mittelts intelligenter Texterkennung,
  • KI-gestützte Prognosetools zur Optimierung der Liefer- und Produktionsmengen oder
  • Chatbots für die Erleichterung der Kundenkommunikation.

So kann KI die Effizienz von Arbeitsabläufen steigern und mehr Zeit für die eigentliche wertschöpfende Tätigkeit schaffen. Dennoch bedarf es auch der Betrachtung der möglichen Risiken beim Einsatz von KI. So können psychosoziale Gefährdungen z. B. durch die Aussicht auf Arbeitsintensivierung zunehmen. Gerade für die Abwägung der Chancen und möglichen Risiken braucht es an Kompetenzen aller beteiligten Personen.

Ziel des Projektes KomKI ist es daher, das Handwerk mit genau diesen Kompetenzen auszustatten. Führungskräfte, Beschäftigte, Betriebsrat sowie Beratende können durch die entwickelte KI-Qualifizierung die Chancen und Risiken erkennen und Strategien für eine KI-Nutzung im eigenen betrieblichen Umfeld entwickeln. Hierfür steht am Ende des Projektes ein KI-Kompetenzbaukasten zur Verfügung. Betriebe und Beratende können sich genau die KI-Inhalte und -Methoden „zusammenbauen“, die sie benötigen. Auf diese Weise kann KI im betrieblichen Alltag als eine von vielen Optionen für die eigenen Herausforderungen und Problemlagen gesehen und bewertet werden.

Das Projekt KomKI wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und läuft unter dem Dach der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA).

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Brainstorming rund um 3D-Lebensmitteldruck

Am 10.11.2022 nahm das itb am Probe-Hackathon für das Projekt „3D-Druck im Lebensmit-telhandwerk (3DiH)“ bei der Handwerkskammer Koblenz teil.

Der 3D-Druck ist eine der bahnbrechenden Technologien dieser Zeit und bietet großflächiges Innovationspotential für Unternehmen und Wirtschaft. Ein bisher eher unterbelichtet gebliebene Branche ist das Lebensmittelhandwerk: Auch hier bietet die Technologie neue Möglichkeiten für Produktionsprozesse oder Geschäftsmodelle.

Das Projekt 3DiH erfasst das transformatorische und innovative Potential der Technologie im Lebensmittelhandwerk bzw. für KMU und befasst sich im Näheren mit vier Konditoreibetrieben, die sich projektbegleitend mit den Möglichkeiten der Implementierung des 3D-Drucks im eigenen Handwerksbetrieb auseinandersetzen. Anhand der beispielhaften Anwendungsfälle wird die Beantwortung folgender Fragen forciert: Gibt es bereits relevante Anwendungsfälle des 3D-Lebensmitteldrucks? Wie ist der Stand der Technik? Wie lassen sich die Potenziale der Verwendung der Produktionstechnologie im Handwerk nachhaltig und ökonomisch etablieren – und welche sind das überhaupt? Was sind die Hürden, die dabei auftreten können?

Immer mitgedacht werden im Projekt auch angrenzende Technologien, ein sich hieraus ergebender Technologietransfer und Synergieeffekte, vorbereitende Bedingungen und präventive Prozesse (Kooperationen, Geschäftsmodelltransformation, Geräteanschaffung und Bedienungskompetenz etc.) sowie nachstehende Arbeitsprozesse (wie E-Commerce, Kundennutzung, Verbraucherakzeptanz etc.). Ziel ist es, das Thema 3D-Lebensmitteldruck im Lebensmittelhandwerk hinsichtlich einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung für KMU durchzudeklinieren, um die Betriebe fit zu machen für zukünftige Anforderungen und Veränderungsprozesse.

Im Rahmen des eintägigen Probe-Hackathons, an dem die Konsortialpartner (s.u.) sowie fünf weitere Teilnehmer (RWTH Aachen und HWK Koblenz) in den Räumlichkeiten der HWK Koblenz partizipierten, konnten nunmehr mehrere Cases herausgearbeitet werden, die in einem weiteren Hackathon im Januar im größeren Rahmen von interdisziplinären Teams bearbeitet werden. Die vier herausgearbeiteten Cases befassen unterschiedliche Perspektiven auf den 3D-Lebensmitteldruck im Konditoreihandwerk und befragen technische, unternehmensbezogene, funktions- bzw. herstellungsbezogene und anwendungsbezogene bzw. kundenorientierte Potentiale. Durch die kollaborative Auseinandersetzung mit den Themenfeldern können weitere, nachstehende Themenaspekte akquirier werden, die Stück für Stück einen Gesamtüberblick über das Thema 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk ermöglichen.

Projektpartner in dem BMBF-Verbundprojekt sind neben dem itb im DHI e. V. Karlsruhe die RWTH Aachen – Lehrstuhl Digital Additive Production (DAP) als Konsortialführer, das Zentrum für Ernährung und Gesundheit der HWK Koblenz (ZEG) in Koblenz, die trinckle 3D GmbH in Henningsdorf/Berlin, die Print4Taste GmbH in Freising, die Konditorei Café Baumann in Koblenz, die Confiserie Reichert in Berlin, die Konditorei Madame Gâteaux in Stolberg und die Konditorei Ourewäller Kuchestubb in Mörlenbach.

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© Projekt 3DiH

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Raus aus dem Nachhaltigkeitsdschungel

Beraterinnen und Berater erhalten Informationen zum Themenkomplex Nachhaltigkeit

Erst die Corona-Krise, jetzt die Energiekrise – das Handwerk ist mehr denn je vor große Herausforderungen gestellt. Umso mehr drängen in der aktuellen Zeit neben Personalmangel und Materialpreisen wieder übergeordnete Themen rund um Nachhaltigkeit in den Vordergrund.
Welche vielseitigen Bezüge und Realisierungspotentiale hinter dem Begriff „Nachhaltigkeit“ stecken, perspektivierte in diesem Jahr zum zweiten Mal das Seminar „Nachhaltige Unternehmensführung im Handwerk“. Nachdem das Pilot-Seminar im Juli dieses Jahres auf positive Resonanz stieß, fand am 29.11.2022 eine Folgeveranstaltung für Beraterinnen und Berater aus Baden-Württemberg in der Handwerkskammer Region Stuttgart statt.
Das Seminar versteht sich als einführende Informationsbündelung der vielseitigen Nachhaltigkeitsaspekte und strukturiert diese in ökonomische, soziale und ökologische Themenfelder. Den Beraterinnen und Beratern aus baden-württembergischen Handwerkskammern, Fachverbänden und dem BWHM wurden vielzählige Werkzeuge, Instrumente und Tools an die Hand gegeben, die sich für einen Nachhaltigkeits-Check und Nachweis von Nachhaltigkeitsbemühungen in Handwerksunternehmen eignen. Damit sollen KMU fit gemacht werden für gegenwärtige und zukünftige Anforderungen, aber auch motiviert werden, Nachhaltigkeit als sinnstiftenden Leitgedanken in die Unternehmensphilosophie zu integrieren und konkrete Maßnahmen zu finden, wie Nachhaltigkeit umgesetzt und ausgestaltet werden kann.

Organisiert und durchgeführt wurde das Seminar „Nachhaltige Unternehmensführung im Handwerk“ von Franziska Lamprecht (BWHT), Henrik Lerche (itb) und Esther Stern (itb). Das Seminar erfolgte im Rahmen des gleichnamigen Projekts und ist Teil des Forschungs- und Arbeitsprogramms 2022/23 der Forschungsinstitute im Deutschen Handwerksinstitut e.V.

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Erste Ideen für ein handwerkliches Dienstleistungszentrum

Im Forschungsprojekt HaDiL konnten jetzt vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) gemeinsam mit den Projektpartnern vier wesentliche Handlungsfelder für das „Handwerkliche Dienstleistungszentrum Odenwald“ identifiziert werden.

In Zusammenarbeit mit Odenwälder Handwerksbetrieben sollen im „Handwerklichen Dienstleistungszentrum Odenwald“ neuartige bedarfsorientierte intelligente Dienstleistungen entwickelt werden. Als Grundlage dafür dienen Kernaussagen aus den Betriebs- und Kundenbefragungen sowie aus den Experteninterviews, die bereits in Innovationsworkshops weiterentwickelt wurden. Basierend darauf hat das Projektteam alle Ergebnisse ausgewertet und vier wesentliche Handlungsfelder für das „Handwerkliche Dienstleistungszentrum Odenwald“ identifiziert:

  • Personalgewinnung
  • Bürokratieabbau
  • Kundenfreundlichkeit
  • Imagepflege

Zusammengefasst soll im Handlungsfeld Personalgewinnung in erster Linie Handwerksbetrieben bei der Suche nach Auszubildenden und Fachkräften durch analoge und digitale Unterstützungsangebote geholfen werden. Das Handlungsfeld Bürokratieabbau legt den Fokus darauf, betriebliche Prozesse digital zu optimieren, z.B. indem Anfragen online gestellt werden und eine Auftragsbörse eingerichtet wird. Auch zwischenbetriebliche Prozesse z.B. bei der Auftragskoordination sollen effizienter gestaltet werden. Im Handlungsfeld Kundenfreundlichkeit soll eine Beratungs- und Anlaufstelle für die Kundschaft von Handwerksbetrieben entstehen. Über eine digitale Plattform soll die Kommunikation der Handwerksbetriebe mit der Kundschaft sowie die kundenfreundliche Gewerke- und Terminkoordination „aus einer Hand“ ermöglicht werden. Das Handlungsfeld Imagepflege konzentriert sich darauf, im Zusammenspiel mit anderen Akteuren der Handwerksorganisationen für Betriebe Schulungen und Informationsveranstaltungen anzubieten sowie eine „Handwerksmesse Odenwald“ zu organisieren.

Im folgenden Projektverlauf werden nun alle in den vier Handlungsfeldern geplanten Einzelaktivitäten im Rahmen einer Machbarkeitsanalyse auf Umsetzbarkeit geprüft. Parallel dazu wird vom Projektteam ein Geschäftsmodell für das „Handwerkliche Dienstleistungszentrum Odenwald“ entwickelt. Dieses Geschäftsmodell soll einerseits passgenau für die Odenwaldregion ausgestaltet werden – andererseits wird das Ziel verfolgt, ein Modell für andere ländlich geprägte Regionen in Deutschland zu erarbeiten.

Weitere Informationen zu dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Forschungsprojekt „Handwerkliche Dienstleistungen im ländlichen Raum“ (HaDiL) sind auf der Projekthomepage www.dienstleistungszentrum-handwerk.de nachzulesen.

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© Projekt HaDiL

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Mit WIN:A Forschung in die Betriebe bringen

Erfolgreicher Auftakt der WIN:A Transfertage zeigt Ideen auf die Ergebnisse der Arbeitsforschung durch innovative Transfermethoden nutzbar zu machen

Die Gestaltung der Arbeit der Zukunft hängt von vielen Themen und Gestaltungsgrundsätzen ab, nicht zuletzt der Nutzbarkeit von Künstlicher Intelligenz, auch in kleinen und mittleren Betrieben. Die regionalen Kompetenzzentren der Arbeitsforschung stellten ihre Ziele und erwarteten Erkenntnisse dar und erarbeiteten, gemeinsam mit Wirtschaft, Sozialpartnern, Wissenschaft und Politik in Transferwerkstätten konkrete Maßnahmen und Ideen zum erfolgreichen Ergebnistransfer. Dabei stehen auch Regionen, die vom Strukturwandel geprägt sind im Mittelpunkt der Betrachtungen.

Bei der Podiumsdiskussion stellten Dr. Constantin Terton vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Boje Dohrn vom Netzwerk für Mittelstandsberater (IBWF), Dr. Hartmut Seifert ehemals von der Hans Böckler Stiftung und Dr. Martin Braun vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) heraus, dass erfolgreichem Transfer ein genaues Verständnis der adressierten Zielgruppe vorausgehen muss. Viele Inhalte, die für kleine und mittlere Betriebe gemacht werden, können noch besser auf die Betriebswirklichkeit zugeschnitten werden, vielfach auch mit Unterstützung von Beraterinnen und Beratern und weiteren Intermediären.

Er wird deutlich, dass Transfer zwischen Arbeitswissenschaft und betrieblicher Praxis neu gedacht werden muss. Entwicklungen stellen bundesweit, wie besonders auch in den von Strukturwandel geprägten Regionen vor Herausforderungen. Um diesen zu begegnen, braucht es viele Akteure, Wege und Formate. Eine Aufgabe, der sich das Metaprojekt WIN:A in den nächsten Jahren kümmern wird um diese Aufforderung zur Vernetzung von Wissen nachzukommen.

Das Projektteam von WIN:A in Stolberg (v.l.): Cathrin Deutz (RWTH), Kathrin Hohlbaum (RWTH), Esther Borowski (RWTH), Theresa Jörissen (OM), Julia Maxi Bauer (itb), Isabelle Puccini (BTQ), Oleg Cernavin (OM), Carola Köppel (BTQ), Andreas Ihm (itb), Walter Lochmann (BTQ), Anja Koonen (RWTH).

Der WIN:A Transfertag 2022 fand am 25.10.2022 im Zinkhütter Hof in Stolberg statt. Einem Ort, an dem der Wandel der Arbeitswelt zum Greifen nah ist: Von einem Hüttenwerk für die Zinkerzeugung zu einem Ort der Dienstleistung – als Museum und Veranstaltungsort.

Das wissenschaftliches Begleit- und Transferprojekt t WIN:A („Wissens und InnovationsNetzwerk Arbeitsforschung“)wird im Rahmen des Förderschwerpunkt „Zukunft der Arbeit Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Weitere Informationen über das Projekt finden Interessierte unter www.wina-projekt.de

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© Projekt WIN:A

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Das regionale Reparatur-Angebot stärken

Der neu gegründete „Runde Tisch Reparatur Heidelberg“ fördert die Vernetzung lokaler Reparatur-Akteure

Das Institut für Betriebsführung (itb) und der Verein Ökostadt Rhein-Neckar bringen unterschiedliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus allen Bereichen der Stadt zusammen, um die Förderung der Nachhaltigkeit in Heidelberg zu planen. Die Reparatur bildet einen besonderen Teil der Nachhaltigkeit ab: Wer Geräte länger nutzt, tut der Umwelt etwas Gutes, da eine Reparatur Ressourcen schont ist sie fast immer nachhaltiger als ein Neukauf.

Gemeinsam entwickelten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen Ideen und erste Konzepte, wie das Reparaturangebot in Heidelberg bekannter gemacht und untereinander enger vernetzt werden kann. Ziel ist den Reparaturgedanken insgesamt stärker in den Fokus von Bildungseinrichtungen und der Bürgerinnen und Bürger zu rücken.

Zur Auftakt-Veranstaltung am 05.10.2022 im Welthaus Heidelberg sind rund 20 Vertreterinnen und Vertreter aus Handwerkskammer und Elektroinnung, Reparaturbüros und Gemeinschaftswerkstätten, der Abfallwirtschaft, der „Werkstattschule“, vom Wohnprojekt „Collegium Academicum“ sowie vom Agenda-Büro der Stadt gekommen. Nach der erfolgreichen Veranstaltung wird bereits im Dezember das nächste Treffen erfolgen.

Die Umsetzung erfolgt innerhalb des Forschungsprojekts „RealKoop, das vom Umweltbundesamt finanziert wird. Ziel ist die Reparatur insgesamt zu fördern und lokale Plattformen und Kooperationen zu schaffen, um eine regionale Steigerung der Reparaturtätigkeiten zu erreichen.

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© Projekt RealKoop

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Arbeitsschutz in Zeiten des steigenden KI-Einsatzes

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) steigt. Auch für den Arbeitsschutz beinhaltet dies Chancen wie auch neue Risiken. Auf der Arbeitsschutz Aktuell stellt das Projekt KomKI Aspekte der präventiven Arbeitsgestaltung beim Einsatz von KI vor. 

Viele Unternehmen nutzen bereits Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI). Die Anwendungsbereiche sind hierbei vielfältig und erstrecken sich von KI-basierten Assistenzsystemen über Robotik bis hin zur vorrausschauenden Wartung. Gerade im Handwerk ergeben sich hierbei viele Potentiale für den Arbeitsschutz. Insbesondere bei monotonen, wiederkehrenden Arbeiten, Tätigkeiten in extremen Höhen oder mit einer hohen Lärm- oder Staubbelastung kann KI hilfreich sein. So werden bereits Cobots (kollaborierende Roboter) im Modellbau und in der Schreinerei, Exoskelette im Bau-, SHK- oder Malerhandwerk oder auch Liftbots (robotischer Lastenzug) im Gerüsthandwerk eingesetzt, die durch KI lernen und sich individuell auf die Bedürfnisse des Betriebes sowie der Beschäftigten einstellen lassen. So können beispielsweise ergonomische Risikofaktoren frühzeitig erkannt, gesundheitsgefährdende Arbeiten übernommen und Arbeitsabläufe gesundheitsgerechter gestaltet werden. Nichtdestotrotz bedarf es auch der Betrachtung der möglichen Risiken beim Einsatz von KI. So können psychosoziale Gefährdungen, z. B. durch die Aussicht auf Arbeitsintensivierung oder den Arbeitsplatzabbau, zunehmen. Gerade für die Abwägung der Chancen und Risiken braucht es an Gestaltungsvorstellungen der präventiven Arbeit.

Wichtig bei der Einführung und Nutzung von KI in mittelständischen handwerklichen Betrieben sind spezifische Kompetenzen bei den Entscheidungsträgern, aber auch bei den Beschäftigten. Wie ein Aufbau dieser Kompetenzen  gestaltet werden kann, stellte das Projekt KomKI („Kompetenzen über Künstliche Intelligenz aufbauen“) im Regionalforum der Offensive Mittelstand auf der Arbeitsschutz aktuell in Stuttgart am 19.10.2022 vor und diskutierte die vorgestellten Möglichkeiten mit dem interessierten Fachpublikum.

Das Projekt KomKI ist gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität für Arbeit.

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© Projekt KomKI