itb Karlsruhe – Forschen für das Handwerk.
Broschüre zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung bei ITB Karlsruhe, Fokus auf Innovation und Umwel.
itb

Karlsruher Schriftenreihe zur Handwerksforschung

Das itb veröffentlicht mit den „Karlsruher Schriften zur Handwerksforschung“ Forschungsarbeiten mit vertieftem Bezug zum Handwerk. Die Schriftenreihe greift aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklungen auf, um wissenschaftliche Erkenntnisse in die Breite der KMU-Forschung und des Handwerks zu tragen.

Der neuste, sechste Band „Nachhaltige Unternehmenszukunft“ fasst die Ergebnisse zweier Nachhaltigkeitsprojekte aus dem Forschungs- und Arbeitsprogramm 2022/23: „Weiterentwicklung der Beratungsansätze im Handwerk zum Thema „Nachhaltige Unternehmensführung“ (BaNa) und „Das Handwerk: Proaktiv und werbewirksam für eine nachhaltige Unternehmenszukunft“ (ProNuz). Im Projekt BaNa wurden bundesweit Berater*innen der Handwerkskammern befragt; im Projekt ProNuz lag der Fokus auf einer Betriebsbefragung im Münsterland und der Emscher-Lippe-Region.

Durch die Abstimmung beider Projekte aufeinander konnte einerseits untersucht werden, wie Nachhaltigkeit im deutschen Handwerk generell gestärkt werden kann; andererseits wurde auf regionaler Ebene im Detail erforscht, wie erfolgreiche Nachhaltigkeit im Handwerk konkret gelebt wird. In einem komprimierten Abgleich werden so drei wesentliche Perspektiven für das Handwerk berücksichtigt: Die der Politik bzw. der Handwerksorganisationen, die der Berater*innen des Handwerks sowie die der Handwerksbetriebe. Der Band umfasst Empfehlungen für alle drei Ebenen und inspiriert Unternehmen, die sich bereits nachhaltig aufstellen der dies in Zukunft tun wollen, durch zahlreiche Best Practice-Beispiele aus verschiedenen Handwerksgewerken.

Der Band ist über den itb-Shop zu erwerben.

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© itb im DHI e. V.

Projekte

Wie erfolgreicher Transfer in der Arbeitsgestaltung gelingt

Unter Beteiligung des Instituts für Betriebsführung wurde ein Fachbuch zum Transfer von Forschungswissen zu kleinen und mittleren Betrieben veröffentlicht.

Die Arbeitsforschung erarbeitet kontinuierlich neue Erkenntnisse zur Gestaltung der Arbeit. Auch das itb überführt diese Forschungsergebnisse in praxistaugliche Produkte wie z. B. Leitfäden, Checklisten oder Umsetzungshilfen. Solche Produkte können Betriebe dabei unterstützen, aktuelle Herausforderungen wie die Fachkräfteproblematik, die Digitalisierung oder die Energie- und Klimakrise zu bewältigen und gleichzeitig gute Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Jedoch zeigen zahlreiche Studien eine Transferlücke aus den Arbeitswissenschaften in die Praxis: Oftmals sind Forschungsergebnisse sowie ihre Produkte nicht bekannt bzw. werden nicht wahrgenommen. Zudem bestehen meist wenig Anknüpfungspunkte für das alltägliche Handeln im Betrieb oder der Beratung oder es bestehen Schwierigkeiten bei der Übersetzung arbeitswissenschaftlicher Ergebnisse in den eigenen Anwendungskontext. Im neu erschienen Fachbuch Erfolgreicher Transfer in der Arbeitsgestaltung. Wie Dienstleistungen zur präventiven Arbeitsgestaltung und Ergebnisse der Arbeitsforschung die Akteure in den Unternehmen wirkungsvoll erreichen werden Ansätze für einen erfolgreichen Wissenstransfer untersucht und konkrete Beispiele und Lösungen für gelungenen Transfer dargestellt.

Für den Handwerksbereich sind zwei Beiträge erschienen:

Von Dr. Constantin Terton vom Zentralverband des Deutschen Handwerks zu Transfer und Handwerk – Praxiserfahrungen und bewährte Ansätze für einen erfolgreichen Wissenstransfer.

Von Anja Cordes, Judith Schliephake und Julia Maxi Bauer (Institut für Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut) zu Transfer und Handwerk – Herausforderungen und strukturelle Rahmenbedingungen des Handwerks als Rezipient und Produzent arbeitswissenschaftlichen Wissens.

Diese Beiträge sind wie das gesamte Fachbuch offen zugänglich und können unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/ kostenfrei heruntergeladen werden.

Das Fachbuch wurde im Rahmen des Projekts Win:A veröffentlicht, welches im Rahmen des Programms »Zukunft der Wertschöpfung. Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit« vom BMBF gefördert wird. Win:A entwickelt Strategien und Produkte für eine neue Transfer- und Handlungskultur, in der die Ergebnisse der Arbeitsforschung jederzeit für alle Akteure verfügbar sind und in deren Alltagshandeln berücksichtigt werden. Dafür werden unterschiedliche intermediäre Organisationen eingebunden.

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© Waxmann Verlag, Münster

Bücherregal mit bunten Büchern bei itb Karlsruhe, Buchmesse in Deutschland.
itb, Projekte

Weiterhin Bedarf an verbessertem Transfer

Das itb führt im Rahmen des Forschungsprojektes WIN:A regelmäßig Bedarfserhebungen im Handwerk durch und analysiert, wie der Wissenstransfer in der Arbeitswissenschaft weiter angepasst werden muss.

Die Arbeitsforschung bietet hilfreiche und innovative Ansätze für die Bewältigung aktueller Herausforderungen, wie der digitalen Transformation oder des Fachkräftemangels, sowie für die Gestaltung optimaler Arbeitsbedingungen im Betrieb. Jedoch kommt dieses Wissen oftmals nicht in der Breite der Betriebe an und es existiert eine Transferlücke zwischen wissenschaftlichen Erkenntnissen und ihrer Umsetzung im Handwerk. Das itb verfolgt daher im Projekt WIN:A das Ziel, den bedarfsgerechten Transfer von Arbeitsforschungsergebnissen in das Handwerk zu verbessern.

Die erste Bedarfserhebung im Handwerk durch WIN:A fokussiert auf die Themen der Arbeitsforschung, ihre Aufbereitung und Netzwerke. Betriebe betonen die Relevanz langfristiger Themen wie Fachkräfterekrutierung, digitale Transformation und Nachhaltigkeit. Die befragten Beratenden des Handwerks legen besonders großen Wert auf Kommunikationsfähigkeiten, Motivation und Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch KI-Anwendungen. Beide Gruppen sehen Netzwerke als wichtige Struktur für den Austausch, vorausgesetzt, der Nutzen für die Betriebe ist klar erkennbar.

Die Studie betont die Bedeutung eines stetigen Dialogs zwischen Forschung und Praxis sowie die Rolle von intermediären Organisationen und Netzwerken. Zukünftige Erhebungen sollten sich auf konkrete Transferprodukte und innovative Formate konzentrieren, um die Transferlücke zu schließen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln.

Der Artikel Schliephake, J., Ihm, A., Bauer J.M. & Cordes, A. (2023): Vom Labor zur Werkbank: Bedingungen für einen wirksamen Transfer arbeitswissenschaftlicher Ergebnisse in die handwerkliche Praxis. Veröffentlichung im Rahmen des BMBF-Forschungsprojektes WIN:A – Wissens- und Innovations-Netzwerk: Arbeitsforschung – Arbeitswissenschaft durch innovative Transfermethoden regional nutzbar machen. Karlsruhe. Kann unter https://www.itb.de/veroeffentlichungen/ kostenfrei heruntergeladen werden.

Wenn Sie an der Weiterentwicklung des bedarfsgerechten Transfers mitwirken wollen, nehmen Sie am nächsten Online-Workshop teil, damit Wissen schneller für das Handwerk nutzbar wird: Die Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten! Donnerstag, der 07.02.2024, 11:00 – 13:00 Uhr (online via Teams), Anmeldung und Infos unter: bauer@itb.de

Die Bedarfserhebungen finden im Rahmen des Projekts WIN:A statt, welches vom BMBF gefördert wird. WIN:A entwickelt Strategien und Produkte für eine neue Transfer- und Handlungskultur, in der die Ergebnisse der Arbeitsforschung jederzeit für alle Akteure verfügbar sind und in deren Alltagshandeln berücksichtigt werden. Dafür werden unterschiedliche intermediäre Organisationen eingebunden.

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Projekte

Betriebsbefragung zu Bedarf in der Weiterbildung

In mehr als der Hälfte der befragten Betriebe fehlen dezidierte Ansprechperson für Weiterbildung und nur jeder fünfte Betrieb erfasst regelmäßig seine Qualifizierungsbedarfe, ein Viertel aller Betriebe schafft dies überhaupt nicht. Diese Zahlen zeigen die Wichtigkeit einer unabhängigen und kostenfreien Beratung zur strategischen Personalentwicklung für Handwerksbetriebe.

Genau das will das Verbundprojekt mehrWERT erreichen und setzt sich zum Ziel, Betriebe in sieben Landkreisen zu ihren Bedarfen zu beraten und das berufliche Weiterbildungsangebot mit regionalen Anbietenden weiterzuentwickeln.

Die Befragung zeigt daneben konkrete Themen, zu welchen die befragten Betriebe Weiterbildungsbedarfe sehen: Dies sind vor allem bei Führungsthemen wie Teamentwicklung, Personalthemen wie Motivation sowie Bindung von Mitarbeitenden und Kommunikationsthemen wie Konfliktmanagement und interne Kommunikation. Bei den sogenannten „Trendthemen“ fällt auf, dass Digitalisierung für viele Betriebe ein großes Thema ist, während für Nachhaltigkeit, Diversität oder Künstliche Intelligenz die Bedarfe an Weiterbildung geringer eingeschätzt werden.

Der Analysebericht kann hier heruntergeladen werden.

Das Projekt mehrWERT wird im Rahmen des Bundesprogramms zum Aufbau von Weiterbildungsverbünden durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert und ist einer von 53 Weiterbildungsverbünden (WBV) bundesweit. mehrWERT erstreckt sich über die Landkreise Cloppenburg, Vechta, Diepholz, Nienburg/Weser, Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden. Projektträgerin ist die Handwerkskammer Hannover Projekt- und Servicegesellschaft mbH.

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Geschäftstreffen bei itb Karlsruhe mit Präsentation und Diskussion.
Projekte, Veranstaltungen

3D-Druck und Handwerk – geht das zusammen?

Vom 14.-15. November fand im Urban Innovation Hub in Heilbronn eine Schulung des Kompetenzzentrums Smart Services für Beratende zu Potenzialen, Anwendungsfeldern und
Geschäftsmodellen des 3D-Drucks im Handwerk statt.

3D-Druck (Additive Fertigung) ist in aller Munde. Mit neuen Druckmöglichkeiten und Anwendungsfeldern steigt das Innovationspotenzial von Geschäftsmodellen – besonders für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus dem Handwerk.

Im Rahmen des Kompetenzzentrums Smart Services organisierte das Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb, Karlsruhe) eine Schulung rund um das Thema 3D-Drucktechnologie im Handwerk. Referent Patrick Amato vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk (MDZH) konnte mit seiner fachlichen und praktischen Expertise interessante Einblicke in das Thema bieten und beleuchtete sowohl Grundlagen der 3D-Drucktechnologie als auch Anwendungspotenziale. Konkret umfassten die Schulungsinhalte verschiedene Druckverfahren sowie deren Vor- und Nachteile, Informationen zu Hard- und Software, Möglichkeiten der Implementierung in bisherige Geschäftsprozesse und -modelle sowie Best-Practice-Beispiele.

Es wurde deutlich, dass die Technologie diverse Potenziale der Weiterentwicklung bisheriger Geschäftsmodelle und Prozessketten bietet. Die Anforderungen an das jeweilige 3D-Druckverfahren und entsprechende Beratungsansätze müssen jedoch von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich angegangen werden.

Die Schulung richtete sich an KMU- und Handwerks-Beratende aus Baden-Württemberg – ohne und mit Vorwissen. Neben den fachlichen Einblicken bot die Schulung auch die Möglichkeit für Networking, Austausch und neue Impulse unter den Beratenden.

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ITB Karlsruhe Messe 2023 mit Ausstellern und Besuchern.
Projekte

Rolle und Bedeutung der Reparatur im Handwerk

Tradition und Handwerkskunst trifft auf Nachhaltigkeit. Dies ist der Fall beim Thema Reparatur. Jedoch existiert nur eine eingeschränkte Datenlage zum Handwerk als Reparateur. Der Artikel zur Reparatur und Handwerk vom itb und ifh gibt Einblicke.  

Die Zunahme des Umweltbewusstseins rückt die Reparatur in den Fokus. Statt Gegenstände wegzuwerfen und durch neue zu ersetzen, suchen immer mehr Menschen nach nachhaltigen Alternativen. Von der Reparatur antiker Möbelstücke mit ideellem Wert bis hin zur Verlängerung der Lebensdauer elektronische Geräte, sei es aus Nachhaltigkeits- oder Kostengründen – hier spielt das Handwerk als Reparaturdienstleister eine wesentliche Rolle.

Neben der reinen Reparierbarkeit von Objekten, umfasst Reparatur aber auch die ökonomische, die juristische und die soziale Ebene. So sind auch die Rollen des Handwerks verschieden, denn das Handwerk ist nicht nur Reparaturdienstleister, sondern ebenso selbst als Hersteller von Produkten von Gesetzen zur Reparierbarkeit und Ersatzteilverfügbarkeit betroffen. Ebenso nutzen Handwerksbetriebe selbst Reparaturen, wenn beispielweise Anlagen oder Maschinen defekt sind. Die Datenlage zur Rolle und Bedeutung der Reparatur im Handwerk ist jedoch äußerst eingeschränkt. Die Studie Reparatur und Handwerk aus dem DHI-Gemeinschaftsprojekt befasst sich auf verschiedenen Ebenen mit dieser Forschungslücke. So liefert die Studie nicht nur eine umfassende Einordnung der Reparatur im Handwerk, sondern gibt auch konkrete Handlungsempfehlungen für die Förderung der Reparaturtätigkeit in Deutschland – von der Ausweitung der Reparierbarkeit durch Hersteller bis zu politischer Unterstützung und interdisziplinärer Forschung im Handwerk.

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© itb im DHI e.V.

Detailaufnahme eines Schokoladen-Kunstwerks bei itb Karlsruhe, umgeben von Schokoladenringen.
Projekte, Veranstaltungen

Entwicklungspotenzial durch 3D-Lebensmitteldruck im Konditorenhandwerk

Bei dem Jahrestreffen im BMBF-Projekt 3DiH aus der Förderlinie Handwerk 4.0 wurden am 13.11.2023 in der Handwerkskammer Koblenz vielversprechende erste Projektergebnisse präsentiert.

Das Vorhaben im BMBF-Projekt „3DiH – 3D-Druck im Lebensmittelhandwerk“ ist von großen Zielen geprägt – u.a. sollen konkrete technische Umsetzungsmöglichkeiten für das Lebensmittelhandwerk ergründet, Schulungsmaterialien zur Nutzung der Technologie entwickelt und erprobt sowie eine Plattform mit nützlichen Tools und konkrete Vernetzungsmöglichkeiten im B2B- und B2C-Bereich eingerichtet werden.

Beim Jahrestreffen stellten alle Projektpartner ihre im ersten Projektjahr erreichten Ergebnisse dem Projektträger Karlsruhe vor. Im Fokus stand dabei einerseits die Geschäftsmodellentwicklung der im Projekt beteiligten Konditoreibetriebe. Diese wurde anschaulich vom Institut für Betriebsführung im DHI e.V. (itb) in individuellen Steckbriefen dokumentiert und sind unter  https://3dih.de/partner-unternehmen abrufbar. Andererseits konnten aus den Hackathons, die im Projektverlauf bereits mit unterschiedlichen Zielgruppen durchgeführt wurden, zahlreiche Impulse (z.B. für konkrete Anwendungen) vorgestellt werden. Ein zentrales Ergebnis dieser Hackathons sind Konfiguratoren zur Herstellung von 3D-Design-Vorlagen. Diese sollen es den Konditor*innen erleichtern, Formen nach ihren individuellen Vorstellungen anzupassen. Im weiteren Projektverlauf wird die Formenvielfalt an Konfiguratoren permanent erweitert und in eine Vorlagenbibliothek integriert, die allen Nutzer*innen auf der zukünftigen Plattform zur Verfügung stehen wird. Ferner konnte beim Jahrestreffen bereits das erste Modul der Schulung zum 3D-Lebensmitteldruck präsentiert werden, die Betriebe fit für die Nutzung der 3D-Druck-Technologie macht.

Das 3DiH-Projekt profitiert nicht nur von den vier projektbeteiligten Handwerksbetrieben, sondern auch von dem übergeordneten Austausch, der zwischen den neun geförderten Handwerk-4.0-Projekten stattfindet. So konnten bei dem „HaMiZu“-Treffen („Handwerk mit Zukunft“) am 18./19.10.23 in Dortmund Kooperationen zwischen den Projekten vorangetrieben werden und mögliche Synergieeffekte identifiziert werden.

Für das kommende Jahr sind im 3DiH-Projekt weitere Hackathons, die Fertigstellung und Erprobung der Schulungsmaterialien sowie die Entwicklung einer dauerhaften Etablierung der Projektergebnisse auf einem digitalen Marktplatz geplant.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter:  3dih.de

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© RWTH Aachen University

Haus der Materialisierung bei der itb Karlsruhe mit vier Frauen vor dem Eingang.
Projekte

Publikation „Reallabore fördern Reparatur“ veröffentlicht

Die Publikation beschreibt den Prozess der Entstehung einer Kooperation zwischen reparierenden Handwerksbetrieben und zivilgesellschaftlichen Reparaturinitiativen sowie Daten zur Reparatur in Deutschland.

Die Dokumentation „Reallabore fördern Reparatur. Kooperieren und Ressourcen schonen“ beschreibt die Bedeutung der Reparatur als Antwort auf die Prinzipien einer Wegwerfgesellschaft. Neben der fachlichen und soziologischen Einordnung der Begriffe wird ein Überblick vorgestellt zu Initiativen und Gesetzen, die darauf abzielen, Reparatur zu fördern. Um die Reparatur in Deutschland nachhaltig zu fördern, erprobten die Autor*innen im Forschungsprojekt „RealKoop: Reallabor Kooperieren und Ressourcen schonen: Kooperation zwischen Handwerksbetrieben und Reparaturinitiativen“ eine Vielfalt von Aktivitäten in den drei Reallaboren (Pritzwalk, Karlsruhe, Heidelberg) mit dem zentralen Ziel die gesellschaftliche Reparaturneigung zu erhöhen sowie die Rolle von Reparatur-Initiativen zu stärken und förderliche und hindernde Faktoren möglicher Kooperationen zwischen Handwerk und Reparatur-Initiativen unter Praxisbedingungen zu erforschen.

Das Reallabor als partizipatives Forschungsformat wird dabei als erfolgreiche Möglichkeit beschrieben, Innovationen zur Förderung der Reparaturneigung und Bewusstseinsbildung zu erzeugen und zu erproben. Durch Veranstaltungen, Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit wurden Ideen erprobt und Wissen über die Wirkung bestimmter Ansätze generiert, was in eine stetige Anpassung und Ergänzung der praktischen Arbeit mündete. Insgesamt wird deutlich, dass die Förderung der Reparatur ein komplexes Thema ist, das verschiedene Akteure und Ansätze erfordert. Die Vernetzung von Handwerk und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie die Erprobung und Evaluation von Ideen und Innovationen im Reallabor können dabei wichtige Bausteine sein.

Die Publikation richtet sich an Handwerksunternehmen, Reparaturinitiativen, die Zivilgesellschaft, Kommunen und Schulen.

Die Publikation ist Teil des Forschungsprojekts „Reallabor Kooperieren und Ressourcen schonen: Kooperation zwischen Handwerksbetrieben und Reparatur-Initiativen“ und wurde vom Umweltbundesamt finanziert. Die Umsetzung der Reallabore erfolgt in Kooperation mit dem ifh Göttingen und dem Zentrum für Kulturforschung in Berlin.

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© itb im DHI e. V.

Kreatives Innovations-Workshop-Panel auf der ITB Karlsruhe Messe.
Projekte, Veranstaltungen

Die Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten!

Wie kann die Anwendbarkeit von Forschungsergebnissen in Handwerksbetrieben weiter verbessert werden?

Zu dieser Fragestellung bietet das itb einen Online-Workshop zur gemeinsamen Neugestaltung des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis an.

Entwicklungen wie beispielsweise der Fachkräftemangel, die digitale Transformation und die Energiewende stellen für die Betriebe große Herausforderungen dar, die sie oftmals parallel zum Tagesgeschäft lösen müssen. Einerseits unterstützen Erkenntnisse aus der Forschung Betriebe. Andererseits sind diese Erkenntnisse aus der Forschung nicht immer leicht auffindbar. Zudem bestehen oftmals Schwierigkeiten bei der unmittelbaren betrieblichen Anwendbarkeit.

Wir wollen die Forschungsergebnisse zur Gestaltung von Arbeit in der Handwerkspraxis besser für die Praxis nutzbar machen. Hierfür diskutieren wir, was beim Wissenstransfer bereits gut gelingt und was wir ändern wollen.
Nehmen Sie an unserem Online-Workshop teil, damit Wissen schneller für das Handwerk nutzbar wird:

Die Arbeit der Zukunft gemeinsam gestalten!
Donnerstag, der 07.02.2024, 11:00 – 13:00 Uhr (online via Teams)
Anmeldung und Infos unter: bauer@itb.de

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts Win:A statt, welches im Rahmen des Programms »Zukunft der Wertschöpfung. Forschung zu Produktion, Dienstleistung und Arbeit« vom BMBF gefördert wird.

Win:A entwickelt Strategien und Produkte für eine neue Transfer- und Handlungskultur, in der die Ergebnisse der Arbeitsforschung jederzeit für alle Akteure verfügbar sind und in deren Alltagshandeln berücksichtigt werden. Dafür werden auch unterschiedliche intermediäre Organisationen eingebunden.

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© Projekt WIN:A

Handwerker high-fives bei Sonnenuntergang, nachhaltiges Handwerk, regionale Unternehmen, Umweltbewus.
Projekte

Betriebsbeispiele zur gelebten Nachhaltigkeit im Handwerk

Die Broschüre „Gelebte Nachhaltigkeit im Handwerk“ mit zehn Best-Practice-Betriebsbeispielen aus der Region Münster wird derzeit finalisiert.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Das Handwerk: Proaktiv und werbewirksam für eine nachhaltige Unternehmenszukunft (ProNuz)“ wurden im Zeitraum vom März bis August 2023 zehn Betriebsinterviews durchgeführt. Hieraus gingen vielfältige Best-Practice-Beispiele hervor, die in der Broschüre „Gelebte Nachhaltigkeit im Handwerk“ informativ und inspirierend aufgearbeitet sind. Abgerundet werden die Praxisbeispiele mit Handlungsempfehlungen, die sich sowohl an interessierte Unternehmen als auch an Handwerksorganisationen richten.

Die Broschüre ist Teil der Arbeitsergebnisse aus dem Projekt ProNuz, das zum Ziel hat, Handwerksbetriebe im Handwerkskammerbezirk Münster über Nachhaltigkeit zu informieren, ihnen Handlungsoptionen aufzuzeigen und sie zu motivieren, erste oder weitere Aktivitäten in Richtung nachhaltiger Unternehmensführung umzusetzen – proaktiv und werbewirksam. Zu diesem Zweck wurde eine Betriebsbefragung im Handwerkskammerbezirk Münster zum Thema „Nachhaltige Unternehmenszukunft“ durchgeführt. Fast vierhundert Betriebe gaben Auskunft über ihre aktuelle Positionierung hinsichtlich der praktischen und werbewirksamen Umsetzungen ihrer Nachhaltigkeitsziele.

Die Ergebnisse der Befragung sowie die zehn Praxisbeispiele werden derzeit zusammen mit den Ergebnissen des Projektes „Weiterentwicklung der Beratungsansätze im Handwerk zum Thema „Nachhaltige Unternehmensführung (BaNa)“ aus dem Forschungs- und Arbeitsprogramm des Deutschen Handwerksinstituts DHI e.V. zusammengefasst und als Band 6 der Schriftenreihe „Karlsruher Schriften zur Handwerksforschung“ Ende des Jahres veröffentlicht.

Hier der Link zur Broschüre.

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