Wasserstoff-Dienstleistungen rechnen sich
Weniger als zehn Jahre Amortisationszeit sind bei Anlagen möglich, wenn mittels PV-Strom grüner Wasserstoff hergestellt wird. Das ergab eine Wirtschaftlichkeitsberechnung des itb, bei der auch Wasserstoff-Dienstleister unterstützen.
Rechnet es sich, mit PV-Strom aus Post-EEG-PV-Anlagen grünen und regionalen Wasserstoff zu erzeugen? Diese Frage stand von April bis Oktober 2026 im Mittelpunkt eines Verbundprojekts, das vom itb gemeinsam mit der e.systeme21 GmbH bearbeitet wurde.
In der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung wurden alle erforderlichen Parameter berücksichtigt: von Batterie bis Sicherheitsprüfung, von Instandhaltung bis Personal, von Abschreibung bis Steuern. Für die Komplettanlage mit 100 kW Elektrolyseleistung ergab sich eine Gesamtinvestition von knapp 800.000 Euro. Bereits bei konservativen Annahmen, wie einem Wasserstoffpreis von 13 Euro pro Kilogramm, ergaben sich dynamische Amortisationszeiten von zehn Jahren. Optimistische Annahmen, wie Anschubförderungen, führen sogar zu kürzeren Amortisationszeiten. Die Veröffentlichung der ausführlichen Ergebnisse erfolgt Ende 2026.
Zu dem erfolgreichen Abschluss haben viele Unterstützer beigetragen. Neben der e.systeme21 GmbH, dem Elektrofachbetrieb und offiziellem Partner im Verbundprojekt, haben sich schnell weitere Wasserstoff-Dienstleister angeschlossen: ein Gashändler (Widmann Gase GmbH), ein Wasserstoff-Netzwerk (H2-Wandel – Modellregion Grüner Wasserstoff Baden-Württemberg e.V.) und ein Anbieter von Wasserstoffanlagen (ostermeier H2ydrogen Solutions GmbH).
Das itb bearbeitet das Verbundprojekt mit der e.systeme21 GmbH im Rahmen des Zentrums für industrienahe Dienstleistungen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Ansprechperson: Henrik Lerche
Abbildung: Projektpartner vor Wasserstoff-Flaschen © Lerche, itb





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