Wasser fließt durch eine Holzrinne, Symbol für Wasser im Handwerk.

Wasser wird zum Zukunftsthema für das Handwerk

Dürre und sinkende Grundwasserstände erhöhen den Druck. Das itb-Projekt „Nachhaltiges Wassermanagement im Handwerk“ untersucht die Bedeutung von Wasser im Handwerk und entwickelt praxisnahe Ansätze für einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource.

Wasser ist für zahlreiche Handwerksbetriebe eine zentrale Ressource. Es prägt Produktions- und Arbeitsprozesse und beeinflusst damit Effizienz, Umweltbilanz und wirtschaftliche Stabilität. Steigende Wasser- und Abwasserpreise sowie eine mögliche sinkende Verfügbarkeit von sauberem Wasser erhöhen den Handlungsbedarf. Das gilt besonders für wasserintensive Gewerke.

Das Projekt untersucht die verschiedenen Rollen des Handwerks in einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen für einen nachhaltigeren Umgang mit Wasser. Dazu gehören die Einsparung, Reinigung und Aufbereitung von Wasser sowie der Schutz der Ressource. Auch betriebliche Anpassungsstrategien sollen die Resilienz gegenüber möglichen Versorgungsengpässen stärken. Veränderte Betriebsabläufe, wassersparende Technologien und mögliche Kreislaufsysteme werden auf ihre Potenziale geprüft.

Ziel des Projekts ist es praxistaugliche Strategien für ein nachhaltiges Wassermanagement zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen Handwerksbetrieben konkrete Orientierung geben. Auch Verbände und Politik sollen stärker für die Bedeutung des Themas sensibilisiert werden.

Denn Wasser ist längst nicht mehr nur eine Frage des Umweltschutzes. Für Handwerkerinnen und Handwerker kann der Zugang zu Wasser zunehmend auch über Kosten und Versorgungssicherheit entscheiden. Damit wird Wasser zu einem Wettbewerbs- und Zukunftsfaktor für das Handwerk.

Wir interessieren uns für Ihre Perspektive: Welche Entwicklungen rund um das Thema Wasser beobachten Sie in Ihrem Handwerkskammerbezirk oder in Ihrem Gewerk? Kommen Sie mit uns ins Gespräch! Die Erfahrungen aus der Praxis können wichtige Hinweise liefern und dabei helfen passende Lösungen für das Handwerk zu entwickeln.

Ansprechpersonen: Dr. Anna Herzog, Julia Bauer

Bild: wijs wise via Pexels