Handwerk als Motor der Bioökonomie im Rheinischen Revier
Die explorative Studie vom itb im Auftrag des BioökonomieREVIER zeigt welche Potenziale im Zusammenwirken von Handwerk und zirkuläre Bioökonomie liegen
Das Rheinische Revier ist eine Modellregion für nachhaltige Bioökonomie. Die Initiative BioökonomieREVIER am Forschungszentrum Jülich untersucht, wie diese Transformation aktiv gestaltet werden kann. Eine aktuelle, vom itb realisierte Studie analysiert in diesem Zusammenhang, inwiefern Handwerksbetriebe bioökonomische Ansätze bereits nutzen, welche Innovationsfelder attraktiv sind und wo gezielte Unterstützung nötig ist.
Die explorative Studie zeigt: Handwerksbetriebe leisten bereits heute wertvolle Beiträge zur Ressourceneffizienz und regionalen Wertschöpfung – oft ohne es explizit zu benennen. Gleichzeitig stehen sie vor Herausforderungen wie Bürokratie, Wissensdefizite, neue Materialien, sich wandelnden Kundenbedürfnissen und politischen Vorgaben. Praxisnahe Lösungen stehen im Fokus: Umsetzbare Geschäftsmodelle, Beratung und Qualifizierungsansätze wie Angebote neue Materialien und Dienstleistungen vor Ort zu erproben sollen auch Betrieben mit begrenzten Ressourcen den Einstieg erleichtern.
Kernstück der Studie sind konkrete Beispiele aus der Region: Textilreiniger, Bauhandwerker, Tischler, Metzger, Friseurin, Maler, Brauer, Bestatter und Feinwerkmechaniker zeigen, wie Bioökonomie im Alltag funktioniert. Ob Naturbaustoffe wie Holz, Lehm oder Hanf im Baugewerbe oder kreislauffähige Materialien in anderen Gewerken – das Handwerk übernimmt dabei verschiedene Rollen: als Innovator, Anwender und Möglichmacher. Durch Beratung und Skalierung biobasierter Produkte kann das Handwerk einen großen Beitrag leisten, die zirkuläre Bioökonomie in die Breite zu tragen.
Eine Broschüre mit Informationen und Anregungen für Handwerksbetriebe erscheint im Laufe des Jahres.
Sie beschäftigen sich im Handwerk mit Bioökonomie?
Melden Sie sich – wir freuen uns auf Ihren Beitrag und Ihre Ideen! Gemeinsam können wir die zirkuläre Bioökonomie in der Region weiter vorantreiben.
Ansprechperson: Dr. Anna Herzog, Julia Maxi Bauer
© Bild von Germans Aļeņins auf Pixabay





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