| Projektart | Drittmittelprojekt |
| Träger | ![]() gefördert durch das Forschungszentrum Jülich GmbH |
| Laufzeit | 15.01.2026 – 15.07.2026 |
| Betreuende | Julia Maxi Bauer Dr. Anna Herzog |
Beschreibung
Seit 2019 gilt das Rheinische Revier – eine ehemalige Braunkohleregion – als Modellregion für nachhaltige Bioökonomie. Dabei steht die Umstellung auf biobasierte Materialien und zirkuläre Wertschöpfungsketten im Fokus. Diese tiefgreifende Transformation erfordert seitens der Wirtschaft vielfältige Anpassungen in Herstellungsprozessen, Investitionen in neue Technologien sowie ein vertieftes Verständnis für nachhaltige Geschäftsmodelle. Das betrifft auch das Handwerk als bedeutenden regionalen Wirtschaftszweig im Rheinischen Revier.
Handwerksbetriebe leisten bereits heute wertvolle Beiträge zur Ressourceneffizienz oder zur regionalen Wertschöpfung – oftmals ohne diese Leistungen im Sinne der biologischen Transformation zu verorten. Gleichzeitig stehen viele Betriebe des Handwerks vor wachsenden Herausforderungen: neue Materialien und Prozesse, sich wandelnde Kundenbedürfnisse und politische Vorgaben.
Hier setzt die Studie an. Sie zeigt, wo Handwerksbetriebe bioökonomische Ansätze bereits nutzen. Sie macht deutlich, welche Innovationsfelder wirtschaftlich attraktiv sind und an welchen Stellen gezielte Unterstützung benötigt wird. Der Fokus liegt auf praxisnahen Lösungen. Vorgestellt werden umsetzbare Geschäftsmodelle und geeignete Qualifizierungsansätze, die auch Handwerksbetriebe mit begrenzten Ressourcen nutzen können.
Auf dem Hintergrund der biologischen Transformation zeigt das Projekt, welche Potenziale und geeigneten Geschäftsmodelle es für das Handwerk im Rheinischen Revier gibt. Außerdem macht es deutlich, welche Hürden und Qualifizierungsbedarfe bestehen.
Dazu geplante Aktivitäten umfassen:
- Analyse und strukturierte Darstellung des Handwerks im Rheinischen Revier
- Aufbereitung des Standes der Forschung zu biologischer Transformation im Kontext von Handwerksbetrieben
- Durchführung von Betriebsbefragungen und weiteren Interviews mit dem Ziel Potenziale, geeignete Geschaftsmodelle, aber auch Hürden und Unterstützungsbedarfe des Handwerks im Rheinischen Review zu erörtern
- Synthese und Aufbereitung der Ergebnisse im Rahmen der Studienserie zu Bioökonomie-Potenzialen im Rheinischen Revier
Auf Basis von Beispielen guter Praxis wird analysiert, welche Umsetzungserfahrungen auf der betrieblichen Ebene zur Energiewende im Handwerk existieren. Es werden daraus Erfolgsfaktoren aus der handwerklichen Praxis abgeleitet und Kriterien entwickelt, die sich zur Beförderung der Energiewende im Handwerk auf andere Betriebe übertragen lassen. Dabei werden besonders vorherrschende Einstellungsmuster, konkrete Umsetzungserfahrungen und Organisationsidentitäten auf betrieblicher Ebene betrachtet. Auf Basis der Erkenntnisse werden Workshops mit handwerklichen Praxisbeispielen zur Energiewende entwickelt und erprobt, mit dem Ziel, den Betrieben mit ihren Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Beschäftigten Werkzeuge an die Hand zu geben, die Energiewende als Chance zu nutzen und einen sozialpartnerschaftlichen Umgang mit der Energiewende zu fördern.
Projektfortschritt
Geplant ist die Vorstellung erster Ergebnisse zum Strukturprofil des Handwerks im Rheinischen Revier und zu Innovationspotenzialen und bioökonomischen Handlungsfeldern im Rahmen des Regionalforums BioökonomieREVIER „Wirksam vor Ort“ am 05.03.2026 in Stolberg.






