Unser Institut

hinten v. l. n. r. Julia Maxi Bauer, Yannik Hödl, Dr. Uta Cupok, Susanne Geißler, Marco Hauser, Joachim Hamburger, Rüdiger Scholz, Andreas Ihm, Andreas Heinen
vorne v. l. n. r. Uta Willin, Verena Ruoff, Anja Cordes, Ewald Heinen, Ilse Willin, Kristina Mangold, Lea Renz, Dana Keller, Prof. Dr. Birgit Ester
fehlend: Martina Oberacker, Ercan Özdemir, Patricia, Purdy, Alexander Sterzik

Wir arbeiten auf dem Gebiet der Unternehmensführung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Als Management-Partner des Handwerks liegt unsere Kompetenz in Forschung und Training.

Durch möglichst anwendungsbezogene Forschungsarbeiten übertragen wir wissenschaftliche Erkenntnisse auf KMU, um daraus Empfehlungen für die Handlungsträger in den Betrieben und Organisationen des Handwerks abzuleiten. Neben Veröffentlichungen von Projektergebnissen stellen wir aktuelle Projekte vor.

Unsere Managementseminare richten sich an Unternehmer und Führungskräfte kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Betriebsberater der Handwerksorganisation. Diese Weiterbildungsangebote organisieren wir gemeinsam mit verschiedenen Veranstaltern.

Geschichte

Walter Bucerius, der damalige Regierungsrat im badischen Landesgewerbeamt in Karlsruhe, initiierte mit seiner Forderung "Mehr Wirtschaftlichkeit im Handwerk durch rationelle Betriebsführung" die Gründung des heutigen itb. In den schwierigen Zeiten nach dem 1. Weltkrieg wurde am 24.10.1919 das "Forschungsinstitut für rationelle Betriebsführung im Handwerk" in Karlsruhe eröffnet - eine Einrichtung, die von den Handwerkskammern in Baden und verschiedenen Wirtschaftsstellen getragen wurde.

Dass die künftige Tätigkeit des Instituts sich nicht auf Baden beschränken könne, wurde bereits bei der Gründung festgestellt. Tatsächlich wurde das Forschungsinstitut schon 1921 vom damaligen Reichsverband des Deutschen Handwerks als "Zentralstelle für die Rationalisierungsbestrebungen im Deutschen Handwerk" anerkannt. Im Januar 1922 erschien das erste Monatsblatt des Instituts unter dem Titel "Betriebsführung", redigiert von Walter Bucerius.

Es genügte Bucerius nicht, dass auch im Handwerk technische Neuerungen, zeitgemäße Arbeitsmittel und somit der technische Fortschritt Einzug hielt. Sein Anliegen war, dass sich auch das Handwerk mit den Grundsätzen Taylors der "wissenschaftlichen Betriebsführung" auseinandersetzen muss, um den "Aufwand zu mindern, und die Leistung zu erhöhen".

Walter Bucerius ("Grundlagen der rationellen Betriebsführung in Handwerk", Karlsruhe 1924) und Dr. Karl Rößle ("Die Grundzüge der handwerklichen Selbstkostenberechnung", Karlsruhe 1924) knüpften an die von Taylor für Großbetriebe entwickelten Ideen an, sahen die Fortschritte in der Technisierung und Kommerzialisierung des Handwerks und bemühten sich um passende Lösungen für Produktionsabläufe im Handwerk, um die "Wirtschaftlichkeit in der Produktion zu erhöhen". Gewiss war das Handwerk nicht der klassische Anwendungsbereich für die Umsetzung der Taylor'schen Vorstellungen, aber es benötigte zu seiner Modernisierung immer wieder Impulse zur Rationalisierung im passenden Rahmen.

Mit diesen anwendungsbezogenen Forschungsarbeiten setzte das "Institut für rationelle Betriebsführung" eine praktische Reformbewegung in Gang. 1929 erfolgte die Verlegung der Einrichtung nach Berlin, wo es im "Institut für Handwerkswirtschaft" (Deutsches Handwerksinstitut) aufging. Zu den Mitarbeitern in diesen Jahren in Karlsruhe und Berlin gehörte unter anderem Dr. Heinrich Kolbenschlag, in den 70er Jahren dann Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Deutsche Handwerksinstitut (DHI) unter maßgebender Beteiligung von Prof. Dr. Karl Rößle mit dem Institut für Handwerkswirtschaft in München neu gegründet. Nach einigen Interimsjahren in Stuttgart erfolgte 1965 die Wiederaufnahme der Tätigkeit des Institutes in Karlsruhe unter dem Titel "Institut für technische Betriebsführung - ItB". Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Edgar Hotz bezog das Institut im neu erbauten Haus des Landesgewerbeamtes seinen heutigen Sitz.

 

Walter Bucerius
Walter Bucerius
 
Prof. Dr.-Ing. Günter Rühl
Prof. Dr.-Ing. Günter
Rühl
Dr. Gerold B. Hantsch
Dr. Gerold B.
Hantsch
Prof. Dr. Birgit Ester
Prof. Dr. Birgit Ester
 

1967 übernahm dann der Inhaber des betriebswirtschaftlichen Lehrstuhls für Fertigungswirtschaft und Arbeitswissenschaft an der Universität Karlsruhe, Prof. Dr.-Ing. Günter Rühl, die Leitung des Instituts. Im Sinne der Tätigkeit eines Wirtschaftsingenieurs erfolgte unter Rühl eine Ausrichtung der Aktivitäten des Instituts auf den Be­reich der Unter­stützung des Hand­werks bei der Ver­mitt­lung und dem Ein­satz zeit­gemäßer Mana­gement­techniken für die Betriebs­berater innerhalb der Hand­werksorganisation und für Unter­nehmer und Führungskräfte des Handwerks. Bereits 1970 begann das itb mit dem Angebot ent­spre­chender Weiter­bildungs­lehrgänge, die heute unter dem Begriff "Betriebswirt (HWK)" eine bundesweit anerkannte Weiter­bildungs­maßnahme für Führungs­kräfte im Hand­werk darstellen.

Zusammen mit Prof. Rühl wirkte seit 1968 auch dessen Stellvertreter Dr. Gerold B. Hantsch am itb. Von 1993 bis Juli 2006 war er sein Nachfolger in der Funktion des Institutsleiters.

Seit 2006 hat Frau Prof. Dr. Birgit Ester die Leitung des itb.

Seit der 100-Jahr-Feier im November 2019 trägt das Institut den Namen: itb - Institut für Betriebsführung im Handwerk.

Zugehörigkeit

Das itb ist eine von 5 Forschungsstellen, die zusammen das Deutsche Handwerksinstitut e.V. (DHI) mit Sitz in Berlin bilden. Diese Forschungsstellen bearbeiten unterschiedliche Aufgabenschwerpunkte mit dem Ziel, das Handwerk in seiner Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu unterstützen - sei es durch wissenschaftlich fundierte, aber anwendungsbezogene Forschungsarbeiten zu Problemstellungen des Handwerks, sei es durch unmittelbare praktische Maßnahmen der Gewerbeförderung.

Neben den Forschungsstellen

ist das itb als weitere Forschungsstelle die älteste Einrichtung - gegründet 1919 in Karlsruhe.

Den gemeinnützigen Verein des DHI bilden die Handwerkskammern und Bundesfachverbände des Handwerks als Mitglieder. Als Vorsitzender des Vereinsvorstandes ist Holger Schwannecke für die Gesamtleitung des DHI zuständig. Die zahlreichen Mitglieder werden in einem Kuratorium vertreten.

Innerhalb des DHI selbst werden die laufenden Geschäfte von der DHI-Geschäftsstelle mit Sitz im Berliner Haus des Deutschen Handwerks – Geschäftsführung Dirk Palige, Geschäftsstellenleitung Dr. Knut Heldt  – für die Institute abgewickelt. Für die Zuordnung der Forschungsaufgaben ist das DHI-Bewertungsgremium zuständig.

Die Finanzierung des DHI erfolgt gemeinsam aus Mitteln des Handwerks, des Bundesministeriums für Wirtschaft und aus Mitteln sämtlicher Wirtschaftsministerien der einzelnen Bundesländer. Insbesondere über den DHI-Forschungsrat wirken die Vertreter der Wirtschaftsministerien des Bundes und der Länder bei der Gestaltung des DHI-Forschungs- und Arbeitsprogrammes konstruktiv mit.

Bei der Festlegung seiner Arbeitsschwerpunkte steht dem itb ein Institutsbeirat zur Seite, der sich zusammensetzt aus:

  • Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie
  • Vertretern des Landesministeriums für Wirtschaft in Baden-Württemberg
  • Vertretern des Zentralverbands des Deutschen Handwerks
  • Vertretern des Deutschen Handwerksinstituts
  • Vertretern der Handwerksorganisationen des Landes Baden-Württemberg
  • weiteren Persönlichkeiten des Handwerks

Unsere Aufgabe und unsere Ziele

Das itb leistet wissenschaftlich fundierte, anwendungsbezogene Forschung zur Unternehmensführung. Es verfolgt dabei den Ansatz, der Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Forschung und Transfer vereint. Zu erwartender Handlungsbedarf wird frühzeitig erkannt und es werden die erforderlichen Strategien, Konzepte und Instrumente zur Bewältigung des Wandels entwickelt. Dabei arbeitet das itb lösungs- und umsetzungsorientiert. Der Transfer unserer Lösungen ermöglicht den Zugriff auf aktuelle und zielgruppengerechte Forschungsergebnisse und bietet so die Gelegenheit zur Erweiterung von Kompetenzen.

Durch die Grundlagen- und Anwendungsforschung, sowie die Vermittlung betriebswirtschaftlicher Kenntnisse und Methoden in der Unternehmensführung unterstützen wir die zukunftsfähige Gestaltung von Unternehmen und Organisationen.

So bestätigt sich die Gründungsidee des Jahres 1919, die Produktivität im Handwerk zu steigern, als zukunftsweisend.

Unser Weg

Unternehmer, Führungskräfte, Mitarbeiter, Organisationen und Politik sind Partner in der Entwicklung und Umsetzung qualitativ hochwertiger praxisgerechter Lösungen und greifen aktiv auf das itb zurück. Wir betrachten Grundlagen- und Anwendungsforschung sowie den Transfer als Wertschöpfungskette - damit ist das itb Gestalter und Mittler zwischen Theorie und Praxis, zwischen Politik, Organisationen und Unternehmen.

Als Spezialisten für die Unternehmensführung kleiner und mittlerer Betriebe sind wir fester Bestandteil der Forschungs- und Transferlanfschaft und arbeiten mit unseren Partnern fachübergreifend, offen und zielorientiert zusammen.

Wir erarbeiten nachhaltige Lösungen, die zielgruppengerecht aufbereitet, kommuniziert und umgesetzt werden.

Unser Team

Kompetente, motivierte, eigenverantwortlich handelnde, flexible und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein wesentliches Merkmal und ein entscheidender Erfolgsfaktor unseres Institutes. Wir stellen sicher, dass unsere Mitarbeiter auf zukünftige Anforderungen optimal vorbereitet sind. Wir stehen für bedarfsgerechte Qualifizierung, offene Kommunikation sowie aktiven Einbezug aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Gestaltung und ständige Weiterentwicklung der Arbeitsprozesse und Ziele.