| Projektart | Forschungs- und Arbeitsprogramm des DHI (2024/25) |
| Träger | ![]() gefördert durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) |
| Laufzeit | 01.01.2024 – 30.12.2025 |
| Betreuende | Dr. Uta Cupok Dr. Esther Stern |
Beschreibung
Eine Reihe von Faktoren beeinflussen die aktuellen und künftigen Entwicklungen des Handwerks, bspw. nachwirkende Auswirkungen der Covid19-Pandemie wie veränderte Kommunikationsformen und Marktzugänge, Lieferkettenprobleme, Energiepreissteigerungen in Folge des Ukraine-Krieges, Stadtentwicklungsprozesse hin zu verkehrsberuhigten innerstädtischen Wohnquartieren, Fehlen von Nachwuchs und Fachkräften, Implementierung von KI-gestützten Wertschöpfungs- und Kommunikationsprozessen, digitale Transformation, Nachhaltigkeit, Elektrifizierung oder Abkehr von fossilen Energieträgern.
Aus den unterschiedlichen Perspektiven der DHI-Institute wurden die maßgeblichen Faktoren identifiziert und bewertet, um Handlungsempfehlungen für die Handwerksorganisationen, die Handwerkspolitik als auch die Handwerksbetriebe selbst abzuleiten, die die Entwicklung eines zukunftsfähigen Handwerks befördern. Das itb befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Nachhaltigkeit.
Der Klimawandel wird inzwischen als Faktum (als „Neue Normalität“) von der Breite der Bevölkerung anerkannt. Er zwingt uns auf weltweiter, auf europäischer und auf Bundesebene zur Umsetzung hochgesteckter Nachhaltigkeitsziele (SDG-Ziele der Vereinten Nationen, Pariser Klimaabkommen, deutsche Nachhaltigkeitsstrategie). Der Druck steigt, dass deutsche Unternehmen notwendige Schritte und Transformationen einleiten – so auch im Handwerk. Kunden verlangen zudem nachhaltige Produkte. Handwerksbetriebe müssen strategische Entscheidungen treffen und Schritt für Schritt Nachhaltigkeitsaspekte in ihr Geschäftsmodell integrieren.
Das itb wandte sich den Fragen zu, wie First Steps-Entscheidungen getroffen werden (können), welche Möglichkeiten und Chancen kleine und mittlere Handwerksunternehmen haben, sich (erfolgreich) nachhaltig aufzustellen und wie die Handwerksorganisationen sie in diesem Prozess unterstützen können. Aus Studien, Erfahrungen und Erkenntnissen zu Nachhaltigkeit im Handwerk wurden Anforderungen an Handwerksbetriebe abgebildet und mit Hilfe von Best-Practice-Beispielen Strategien und Maßnahmen aufgezeigt sowie Handlungsempfehlungen und Implikationen abgeleitet.
Projektfortschritt
Der Sammelband „Neue Normalität – Entwicklungslinien für das Handwerk von morgen“ bündelt die zentralen Ergebnisse der Untersuchungen der DHI-Institute und zeigt, wie gesellschaftliche Umbrüche, technologische Innovationen und ökologische Anforderungen die Rahmenbedingungen handwerklicher Wertschöpfung nachhaltig verändern. In den sechs Beiträgen werden zentrale Transformationsfelder analysiert: krisenbedingte Strukturentwicklungen und betriebliche Resilienz, der Einsatz Künstlicher Intelligenz im Handwerk, digitale und hybride Lehr-Lernformate in der beruflichen Bildung, Nachhaltigkeit als strategischer Prozess, Potenziale und Barrieren der Circular Economy sowie die handwerksrechtliche Einordnung von Reparaturleistungen. Die Ergebnisse machen deutlich, dass die „Neue Normalität“ eine proaktive und kontinuierliche Anpassung des Handwerks erfordert und Betriebe, Organisationen und Politik gleichermaßen adressiert.
Veröffentlichungen










