| Projektart | Forschungs- und Arbeitsprogramm des DHI (2026/27) |
| Träger | ![]() gefördert durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) |
| Laufzeit | 01.01.2026 – 31.12.2027 |
| Betreuende | Julia Maxi Bauer |
Beschreibung
Wasser ist in zahlreichen Handwerksgewerken eine zentrale Ressource und prägt betriebliche Produktions- und Arbeitsprozesse maßgeblich. Es beeinflusst sowohl die Effizienz als auch die Umweltbilanz und wirtschaftliche Stabilität der Betriebe. Steigende Wasser- und Abwasserpreise sowie eine potenziell sinkende Verfügbarkeit von sauberem Wasser erhöhen den Handlungsdruck, insbesondere für wasserintensive Gewerke. Viele dieser Betriebe übernehmen zudem systemrelevante Aufgaben, etwa in der Lebensmittelversorgung oder bei Dienstleistungen für das Gesundheitswesen, wodurch ein verlässlicher und nachhaltiger Umgang mit Wasser zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
Gleichzeitig wächst die Erwartung von Markt und Gesellschaft an eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise. Technologische Entwicklungen eröffnen neue Möglichkeiten zur Reduktion des Wasserverbrauchs sowie zur Wiederverwendung und Aufbereitung von Prozesswasser. Dennoch fehlt bislang eine strukturierte Betrachtung der Rolle des Handwerks innerhalb einer nachhaltigen Wasserwirtschaft. Hier setzt das Projekt an, indem es Handwerksbetriebe als relevante Akteure analysiert und ihre Bedeutung im Kontext zukünftiger Wasserverfügbarkeiten und klimabedingter Risiken wie Trockenperioden oder Starkregenereignissen einordnet.
Ziel des Projekts ist es, die Ressource Wasser mit Blick auf wasserintensive Gewerke systematisch zu untersuchen und daraus praxisnahe Strategien für ein nachhaltiges Wassermanagement abzuleiten. Im Fokus stehen Maßnahmen zur Einsparung, Reinigung, Aufbereitung und zum Schutz von Wasser sowie betriebliche Anpassungsstrategien zur Stärkung der Resilienz gegenüber möglichen Versorgungsengpässen. Durch die Analyse veränderter Betriebsabläufe, wassersparender Technologien und potenzieller Kreislaufsysteme sollen konkrete Ansatzpunkte für eine effizientere Nutzung identifiziert werden.
Darüber hinaus sollen Interviews mit Zentralfachverbänden dazu beitragen, die Relevanz des Themas zu schärfen und bestehende Handlungsoptionen sichtbar zu machen. Aufbauend darauf werden Ansätze zur Sensibilisierung entwickelt, um nachhaltiges Wassermanagement langfristig im betrieblichen Alltag zu verankern. Das Projekt schafft damit eine fundierte Grundlage für den Dialog mit Organisationen und Politik, unterstützt Betriebe bei der Vorbereitung auf zukünftige wasserwirtschaftliche Herausforderungen und stärkt zugleich ihre ökologische und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.
Projektfortschritt
Bisher wurde noch kein Projektfortschritt veröffentlicht.






