Details

ZeroKonf

Projekttyp Drittmittelprojekt
Träger gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
Laufzeit 01.09.2015 - 31.12.2015
Betreuer Uta Cupok

Zero-Konfiguration für Smart Home

 

Motivation

Konzepte zur Installation und Konfiguration von Smart Home Systemen durch das Handwerk

Die Entwicklung und Vernetzung intelligenter Gegenstände nimmt immer größeren Anteil an der modernen Gesellschaft. Ob im häuslichen Umfeld oder getragen am Körper, es gibt kaum noch Bereiche in denen das „Internet of Things“ (IoT) nicht Einzug gehalten hat. Dabei sind die zentralen Merkmale die interoperable Vernetzung der unterschiedlichen Akteure und das Bereitstellen intelligenter, automatisierter Prozesse. Um die verschiedenen Akteure untereinander bekannt zu machen und eine Kommunikation zu ermöglichen, ist ein passender Einrichtungsprozess von elementarer Notwendigkeit. Dieser kann sich je nach eingesetzter Technologie und genutztem Kommunikationsstandard stark unterscheiden. Dies stellt eine große Hürde für den Massenmarkt und für die breite Nutzung von Smart Home Systemen dar, da es den meisten Anwendern nicht möglich ist, existierende Lösungen mit geringem Aufwand und wenigen Fachkenntnissen zu installieren. Darüber hinaus sind auch die “Erstansprechpartner” der Anwender im Zusammenhang mit der Installation von Smart Home Systemen - das Handwerk - meist ebenfalls mit der Konfiguration der Systeme überfordert oder müssen zumindest einen erheblichen Aufwand investieren, um die Vielzahl der verschiedenen Produkte zu verstehen und installieren zu können. Zero-Konfiguration bzw. Plug&Play-Konzepte müssen daher eingesetzt werden, um die Komplexität der Systeme zu minimieren und die dadurch entstandene Hemmschwelle beim Einsatz von Smart Home Systemen zu senken.

 

Projektziele

Ziel des Projektes war es, die Konzeption und Entwicklung von Komponenten zur automatisierten Einrichtung und Wartung von Sensornetzwerken sowie die Schaffung generalisierter Prozesse, wie die Sensorik und Aktorik unterschiedlicher Standards untereinander zu vernetzen. Durch die gezielte Vereinfachung der Prozesse und IT-gestützter Hilfsmaßnahmen werden Hürden bei der Einrichtung der Smart Home Systeme abgebaut. Mit Hilfe von Konfigurationsprofilen soll im weiteren Verlauf eine (semi-) automatische Anpassung an sich ändernde Gegebenheiten und Einsatzszenarien erreicht werden. Hierzu wurde eine zentrale Komponente geschaffen, welche alle beteiligten Akteure des Systems einlernt und für den individuellen Kontext konfiguriert. Damit die Handwerker die Leistungsfähigkeit bzw. die Vorteile und Nutzungspotentiale einer Smart Home Lösung auch Vor-Ort individuell auf den Kunden zugeschnitten demonstrieren können, wurde ein Zero-Konfiguration-Demonstrator als mobiler Demonstrationskoffer realisiert. Dieser Koffer enthält Smart-Home-Komponenten zur automatisierten Einrichtung und Wartung von Sensornetzwerken. Dadurch können Sensorik und Aktorik unterschiedlicher Standards miteinander vernetzt werden (z.B. Bewegungssensorik, Raumklimasensorik). Das Augenmerk liegt dabei sowohl auf der Erstkonfiguration eines SmartHome-Gesamtsystems, als auch der kontinuierlichen Anpassung und Erweiterung an sich ändernde, äußerliche Gegebenheiten und Einsatzszenarien. Im Gegensatz zu existierenden Smart Home Demohäusern oder -wohnungen ermöglicht ein mobiler Demo-Koffer die individuelle Vorführung beim Kunden vor Ort und die Einbindung sowohl vorhandener Module als auch zusätzlicher speziell für diesen Kunden ausgewählter Module.

 

Folgende Partner waren neben dem itb im DHI e. V. beteiligt:

  • FZI-Forschungszentrum Informatik
  • Hahn Schickard Gesellschaft für angewandte Forschung e.V.
  • alphaEOS AG
  • easierLife GmbH

 

Das Projekt wurde im Rahmen der Initiative Smart Home & Living vom Land Baden-Württenberg durchgeführt.

 

 

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