Details

Kompetenzzentrum Smart Services

Projekttyp Drittmittelprojekt
Träger gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
Laufzeit 01.01.2019 – 31.12.2020
Betreuer Ewald Heinen

Motivation

Smart Services sind neben Industrie 4.0 das derzeit am meisten diskutierte Thema in deutschen Unternehmen. Insbesondere bieten sie eine vielversprechende Möglichkeit, das bestehende Dienstleistungsportfolio mit Hilfe digitaler Technologien zu erweitern und somit neue Geschäftsfelder zu erschließen. Beispiele hierfür sind etwa die automatisierte Datensammlung und -analyse, das Kundenprofiling und -tracking sowie die Fernüberwachung und -diagnose von Maschinen. Nicht selten werden solche Smart Services über digitale Plattformen erbracht – und zwar nicht nur im Konsumentenbereich (z. B. Verkaufs- und Auktionsplattformen im Internet), sondern zunehmend auch im unternehmensnahen Bereich.

Großunternehmen haben bereits längst begonnen, in Personal und in Infrastruktur zu investieren (u.a. Einrichtung ganzer Abteilungen zur digitalen Transformation) und erste Lösungen zu Smart Services anzubieten. Jedoch tun sich viele kleine und mittlere Unternehmen schwer, die Potenziale von Smart Services zu erkennen und eigene Strategien und Konzepte zu entwickeln. Gerade für Baden-Württemberg, das nicht nur von den Erzeugnissen seiner hervorragenden produzierenden Industrie lebt, sondern auch von komplexen High-Tech-Services und innovativen Dienstleistungs-angeboten, ist es von besonderer Bedeutung, diese Unternehmen bei den Herausforderungen des digitalen Wandels zu unterstützen.

 

Projektziele

Mit dem Projekt „Kompetenzzentrum Smart Services“ wird die Zielsetzung verfolgt, zentrale Anlaufstellen zu Smart Services in Baden-Württemberg zu schaffen. Kleinen und mittleren Unternehmen soll die Möglichkeit gegeben werden, sich nicht nur über neue digitale Technologien im Dienstleistungsbereich zu informieren, sondern diese auch hautnah zu erleben. Darüber hinaus sollen vielfältige Maßnahmen dazu dienen, Denk- und Ideenprozesse in Unternehmen anzustoßen und die Entwicklung innovativer Dienstleistungen zu begleiten.

Zentrales Element des Projekts bildet ein „Kompetenzzentrum Smart Services“, bestehend aus vier Standorten mit direkten Anlaufstellen für interessierte Unternehmen sowie ein Netzwerk aus regionalen Akteuren (v.a. Kammern und Verbände). Die nachfolgenden Aktivitäten bilden weitere Schwerpunkte des Projekts:

  • Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg bei strategischen Aufgaben zu Smart Services(v.a. Trendmonitoring, Positionierung, Roadmaps). Dabei werden neue, interaktive Formate – wie etwa das Design Thinking – unter Einbindung relevanter Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft eingesetzt.
  • Aufbau eines breiten Unterstützungsangebots für kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg mit einem inhaltlichen Fokus auf Smart Servicessowie Künstliche Intelligenz.
  • Vernetzung bestehender Unternehmen (v.a. mit mittlerem Digitalisierungsgrad sowie digitale Nachzügler) mit Wissenschaft, Startups, Investoren, wissensintensiven Dienstleistern (z. B. aus der Kreativwirtschaft) und Transferpartnern.

Das Kompetenzzentrum wird somit zu einer regionalen Drehscheibe für digitale Geschäftsmodelle und smarte Dienstleistungsinnovationen, welche insbesondere nicht-technische Innovationen einschließt.

 

Projektpartner und -aufgaben

An dem Projekt sind folgende Partner direkt beteiligt, die über exzellente Netzwerke vor Ort, u.a. hervorgehend aus mehreren vom Land Baden-Württemberg geförderten Projekten wie etwa der „Transferinitiative − Erfolg mit neuen Dienstleistungen“, verfügen. Sie bilden insbesondere den Kern des Kompetenzzentrums Smart Services:

  • Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
  • itb – Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e. V.
  • Hochschule Furtwangen
  • Hochschule Konstanz

Von Beginn an werden darüber hinaus Multiplikatoren und Fachexperten intensiv in das Projekt eingebunden. Sie unterstützen das Projekt bei der Durchführung der beschriebenen Maßnahmen, wie etwa der Ausrichtung von Veranstaltungen und dem Zugang zu bestehenden Arbeitskreisen, Netzwerken und Clustern.

  • Industrie- und Handelskammern
  • Handwerkskammern
  • RKW Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V.
  • Förderinitiative „Mittelstand 4.0“
  • Fachverbände der Dienstleistungswirtschaft
  • Fachexperten (u.a. Unternehmer mit praktischer Erfahrung bei Smart
    Services)

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und wird in den Jahren 2019 und 2020 bearbeitet werden.

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