Details

Internationaler Meister

Projekttyp Drittmittelprojekt
Träger gefördert durch die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Laufzeit 15.09.2015 – 30.03.2016
Betreuer Heike Eggers
Martin Koczor

Entwicklung einer Fortbildung zum Internationalen Meister/zur Internationalen Meisterin (HwK)
(in Kooperation mit der HWK Rhein-Main)

 

Motivation

Die deutsche Aufstiegsqualifikation (Handwerks-)Meister ist im Ausland gut bekannt und genießt aufgrund der breiten fachpraktischen und theoretischen Qualifikation ein sehr hohes Ansehen. Im Zuge zunehmender Globalisierung und Internationalisierung von Unternehmen – insbesondere von mittelständischen Unternehmen – nehmen internationale Arbeitsbeziehungen für die Inhaber/innen dieser Bildungsabschlüsse zu.
Dies gilt insbesondere auch für die Entwicklungszusammenarbeit, denn seit den 90er Jahren wird die Entwicklungshilfe (i.S.v. Transferleistungen reicher Industrieländer an arme Drittweltstaaten) abgelöst von einem Konzept der partnerschaftlichen und gleichberechtigten Zusammenarbeit.
Aus diesem Wandel erwächst ein Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften, die im Rahmen von Entwicklungsprojekten in den Zielländern arbeiten und so für Nachhaltigkeit in
(Aus-)bildungsstrukturen und -prozessen sowie für ökonomische Nachhaltigkeit sorgen.
Die Herausforderung für die Kooperationspartner in der Entwicklungszusammenarbeit besteht darin, geeignete Bewerber/innen für diese Auslandseinsätze zu finden
Der Meisterbrief befähigt den Inhaber sein Handwerk vollständig auszuüben, Auszubildende auszubilden und ein Unternehmen zu führen. Durch die Expertenrolle in seinem spezifischen Gewerk, seiner Rolle als Arbeitspädagoge/Ausbilder sowie seiner Fähigkeiten im Bereich der Unternehmensführung werden Arbeitnehmer mit Meisterausbildung auf dem Arbeitsmarkt stark nachgefragt. Diese Nachfrage besteht auch für Projekte in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

 

Projektziele

Ziel des Projektes ist die Konzeption einer Aufstiegsqualifizierung, die sich (nahtlos) an die Meisterausbildung anschließt, um der primären Zielgruppe junge (Handwerks-)Meister/innen die Möglichkeit zu bieten, zu Beginn ihrer Karriere als Führungskraft im Handwerk Auslandserfahrung zu sammeln. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung einer „beruflichen Handlungsfähigkeit in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit“

  • Durch die Meisterausbildung sind zunächst alle basalen Fachkompetenzen erworben
  • Für den Einsatz in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit sind weitere, überwiegend überfachliche Kompetenzen erforderlich
  • Selbst- und Sozialkompetenz vor allem im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung und Teamkompetenz
  • Methodenkompetenz vorwiegend in den Bereichen Projektmanagement und Fremdsprachenerwerb
  • Zusätzliche Fachkompetenzen betreffen Arbeiten in fragilen Staaten, die Berufsbildungs- und Ausbildungssysteme anderer Länder und Bildungscoaching sowie Unternehmensgründungswissen und Außenhandel.

 

 

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