Details

Handwerk 2025

Projekttyp Drittmittelprojekt
Träger gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
Laufzeit 01.12.2015 - 31.01.2017
Betreuer Julia Bauer
Ewald Heinen

Dialog und Perspektive Handwerk 2025 – Analyse der Potentiale und Strategiebildung für das baden-württembergische Handwerk im Zeithorizont bis 2025
 

Motivation

Auch der Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg steht vor starken Umwälzungen. Die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche und die damit verbundene Vernetzung von Geschäftsprozessen hin zum „Internet der Dinge“ werden innerhalb weniger Jahre einen Großteil der heutigen Wertschöpfungsprozesse radikal verändern. Gleichzeitig sind die ersten Auswirkungen des demografischen Wandels in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Fachkräftesicherung gehört mittlerweile zu einem der drängendsten Probleme, insbesondere im Handwerk. Klimawandel und Energiewende gelten als weitere wichtige Treiber für zu erwartende, umfassende, wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen.

Derartige umfassende Veränderungen bergen naturgemäß Risiken, aber auch Chancen. Werden die Risiken nicht frühzeitig genug erkannt und durch entsprechende Maßnahmen minimiert, kann dies fatale Auswirkungen haben. Der Umgang mit dem Wandel erfordert von den Unternehmen unterschiedliche Investitionen in Infrastruktur und Fachpersonal. So ist es unbestritten, dass die Gefahr besteht, dass kleine und mittlere Unternehmen, und hier insbesondere die überwiegend kleinstbetrieblich organisierten Handwerksunternehmen, den Anschluss verlieren. Andererseits ist die volkswirtschaftliche Bedeutung gerade dieser Kleinbetriebe so groß, dass frühzeitig Strategien und Konzepte entwickelt werden müssen, um Risiken zu minimieren und die Chancen nutzbar zu machen. So können die technischen Entwicklungen neue Möglichkeiten bei der Erschließung neuer Märkte bieten und die gesellschaftlichen Veränderungen neue Bedarfe einer älter werdenden Gesellschaft entstehen lassen.

Vor diesem Hintergrund hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, zusammen mit dem Baden-Württembergischen Handwerkstag e.V., eine Perspektivstudie „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ gemeinsam an das Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. (itb) in Karlsruhe und das Volkswirtschaftliches Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen e.V. (ifh) vergeben. In dieser Studie sind die Herausforderungen, Chancen und Potenziale für die zukünftige Entwicklung des baden-württembergischen Handwerks analysiert und daraus Handlungsfelder abgeleitet worden, die zum Strategiekonzept Handwerk 2025 geführt haben.

 

Projektziele

Das Ziel der Studie „Dialog und Perspektive Handwerk 2025 - Analyse der Potenziale und Strategiebildung für das baden-württembergische Handwerk im Zeithorizont bis 2025“ ist es, lösungs- und handlungsorientiert die Entwicklung sowie die künftigen Herausforderungen darzustellen.

Der Dialogprozess mit Handwerksunternehmen und relevanten Akteuren der Handwerksorganisationen in regionalen Veranstaltungen bei den Handwerkskammern und Fachverbänden war ein zentraler Baustein des Projektes. Er ermöglichte einen ganzheitlichen Blick auf verschiedene Zukunftsthemen. Im Dialog wurden handwerksrelevante Trends diskutiert und Handlungsfelder für Betriebe, Handwerksorganisationen und Politik erarbeitet. Dennoch ist eine Repräsentativität der Studie in einem streng wissenschaftlichen Sinne nicht gegeben.

Es ist durchaus möglich, dass in den nächsten zehn Jahren weitere Handlungsfelder Bedeutung erlangen werden, die im Rahmen des Projektes nicht oder nur am Rande angesprochen wurden. Durch den Einbezug von Ehrenamtsträgern, die nicht nur für den eigenen Betrieb, sondern auch für das gesamte Handwerk einer Region oder eines Gewerbezweigs sprechen konnten, ist jedoch sichergestellt, dass die erarbeiteten Handlungsfelder für die Breite des Handwerks relevant sind.

 

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