Details

Diversity und Chancengleichheit

Projekttyp Drittmittelprojekt
Träger gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Laufzeit 01.06.2017 – 31.08.2019
Betreuer Andreas Ihm
Julia Maxi Bauer

Motivation

Der demografische Wandel, einhergehend mit den Anforderungen vielfältig werdender Belegschaften, stellt die Fachkräftesicherung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vor wachsende Herausforderungen. Die Entwicklungen führen dazu, dass Unternehmen alle Möglichkeiten der Personalgewinnung nutzen müssen, um ausreichend Fachkräfte zu finden, zu entwickeln und zu binden. Das bedeutet, dass für viele Unternehmen sich auch der Blick auf das Personal verändert, vielfältiger werden muss und Vorurteile vermieden werden.

Es wird zukünftig verstärkt darauf ankommen, die Potenziale derjenigen gesellschaftlichen Gruppen stärker zu erschließen und zu nutzen, die bisher eher am Rande des Arbeitsmarkts stehen oder benachteiligt sind. Diversity und Chancengleichheit beschreiben diese erweiterte Sicht auf das Personal. Diversity bedeutet „Vielfalt“ und beschreibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Menschen. Diese drücken sich in „äußeren und inneren“ Merkmalen eines Menschen aus. Hierzu zählen beispielsweise Attribute wie Alter, Geschlecht oder Religion. Für die Personalentscheidungen bedeutet dies, dass Menschen unabhängig von ihren persönlichen Attributen chancengleich behandelt werden. Das bedeutet, zum anderen, dass Unternehmen verstärkt auch Menschen mit diesen Attributen einstellen und fördern - beispielsweise ältere Menschen einstellen bzw. ihnen Arbeitsmöglichkeiten geben oder einen jungen qualifizierten Beschäftigten als Führungskraft einsetzen, Frauen in typischen Männerberufen beschäftigten und Männer in typischen Frauenberufen.

Das Thema Diversity und Chancengleichheit wird vor allem für KMU, sowie für öffentliche Verwaltungen immer relevanter, um den Fachkräftebedarf absichern und um Zugewanderte zielgerichtet integrieren zu können. Nach wie vor haben jedoch gerade KMU Schwierigkeiten, die Potenziale des Themas zu erkennen und für ihr Unternehmen zu nutzen. Hier setzt das Projekt „Diversity und Chancengleichheit - Selbstbewertungsinstrument, Praxistools, Umsetzungshilfen und Transferstrukturen“ an.

 

Projektziele

Es wird ein Praxisinstrument entwickelt, welches gezielt auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten ist. Konkret wird das Instrument Hinweise zur Ansprache, Rekrutierung und Integration von potenziellen Arbeitskräften wie beispielsweise Menschen mit Migrationshintergrund, mit Behinderung, älteren Menschen, Hochsensiblen oder auch Geflüchteten geben. Neben diesen "klassischen" Dimensionen von Diversity Management ist ein besonderes Merkmal des Checks aber auch, gezielt auf ein umfangreiches Bewusstsein für Vielfalt hinzuarbeiten – und zwar im gesamten Betrieb.

 

Verbundpartner

  • RKW Kompetenzzentrum,
  • ver.di Bildungswerk Hessen,
  • Institut für angewandte Arbeitswissenschaften (ifaa),
  • Fachhochschule des Mittelstands (FHM),
  • BC GmbH Forschungsgesellschaft
  • Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE)

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