Details

Digivation

Projekttyp Drittmittelprojekt
Träger gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit 01.09.2018 – 31.08.2020
Betreuer Ewald Heinen

Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung – Methoden, Potentiale und Transfer für Smart Services (Digivation)

 

Motivation

Digitalisierung ist der dominante Wachstums- und Innovationstreiber der Gegenwart. Sie verändert Wertschöpfungsmuster und -zusammenhänge nachhaltig und rasant. Dienstleistung in diesem Rahmen neu zu gestalten ist eine zentrale Herausforderung für unsere Wirtschaft. Die Digitalisierung erschließt Ressourcen wie Prozess- und Betriebsdaten für neue Dienstleistungen, verändert die Interaktion in Dienstleistungsprozessen und trägt direkt zur Verknüpfung bislang getrennter Dienstleistungssysteme bei. Dienstleistung wird zeit- und ortsunabhängig, skalierbar und einfacher zu standardisieren. Auf dieser Grundlage lässt sich auch die fortlaufende Entwicklung hin zu komplexen Systemen von Dienstleistungen besser abbilden, so dass ein umfassenderes und qualitativ hochwertiges Engineering dieser Systeme möglich wird.

Dienstleistungsinnovation stärken

Die Digitalisierung stärkt die Position der Dienstleistung in Wertschöpfungsnetzwerken als „Schmiermittel“ für effiziente und effektive Prozesse und schafft völlig neue Möglichkeiten für Unternehmen wie für Kunden. Prozessinnovationen, Kundenintegration und Service Engineering sind in Verbindung mit Digitalisierung die wesentlichen Hebel einer erfolgreichen Dienstleistung.

 

Projektziele

Das Begleitprojekt „Dienstleistungsinnovationen durch Digitalisierung - Methoden, Potenziale und Transfer für Smart Services (Digivation)“ des Programms „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) generalisiert aus den Resultaten einzelner Verbundprojekte gestaltungsorientierte Ergebnisse und bereitet sie für Unternehmen, Wirtschaft und Fachöffentlichkeit verständlich und nachvollziehbar auf.

Durch die Erweiterung des Konsortiums um Universität Siegen und itb ab 01.09.2018 wird die Aufbereitung der Ergebnisse des Förderschwerpunktes in den drei inhaltlichen Schwerpunkten Prozessinnovation, Service Engineering und Kundenintegration um die spezifische Berücksichtigung konkreter KMU- und Handwerks-bezogener Konsequenzen komplettiert. Das eingebrachte Vier-Phasen-Vorgehensmodell ergänzt das Digivation-Vorgehen in idealer Weise um eine spezifisch KMU-bezogene Transfermethodik. Der Transfer der Ergebnisse in die Praxis von KMU und Handwerk wird so wirksam unterstützt.

Eingesetzt werden hierzu u.a. auch bewährte Formate wie z.B. Unternehmerabende, auf denen Unternehmer aus KMU und Handwerk Erfahrungsberichte zu im eigenen Betrieb erfolgreich umgesetzten Dienstleistungsinnovationen geben und so andere Handwerker zum Nachahmen anregen.

Auf der Dienstleistungstagung 2019: „Service Systems Innovations - Impulse für Dienstleistungen von morgen“ am 08. und 09. April 2019 in Paderborn werden die „KMU-Partner“ Universität Siegen und itb gemeinsam das Themenforum 5: „Dienstleistungsinnovationen in KMU und Handwerk – Beispiele guter Praxis aus laufenden Projekten“ gestalten. In diesem Themenforum werden aus den zurzeit laufenden Verbund- und Einzelprojekten der BMBF-Förderlinien

  • Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen,
  • Personennahe Dienstleistungen und
  • Technikbasierte Dienstleistungssysteme

ausgewählte Beispiele für KMU- und Handwerks-bezogene Forschungs- und Umsetzungsaktivitäten präsentiert. Die unmittelbar beteiligten Wissenschaftler und Praktiker aus den involvierten Unternehmen berichten über ihr Vorgehen, die entwickelten Lösungen und die dabei gewonnenen Erfahrungen. Der Transfer der Ergebnisse der Dienstleistungsforschung in die Breite der KMU- und Handwerkslandschaft und unternehmerische Praxis wird so wirksam unterstützt.

Parallel zu den Vorträgen werden interaktiv mit allen Teilnehmern dieses Themenforums Thesen und Leitfragen entwickelt, die in die Podiumsrunde am zweiten Tag der Tagung sowie in die Weiterentwicklung der künftigen Förderlinien eingebracht werden sollen. Hierbei wird im Fokus stehen, mit welchen inhaltlichen (Themen) und formalen (Förderinstrumente und -formate) Maßnahmen der Transfer von Ergebnissen aus der Dienstleistungsforschung in die Praxis von Klein- und Kleinstunternehmen verbessert werden kann.

 

Projektpartner und -aufgaben

Die folgenden Projektpartner wirken mit unterschiedlichen, einander ergänzenden Aufgaben am Gesamtprojekt mit:

  • Universität Paderborn, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Betriebliche Informationssysteme: Digitale Prozessinnovationen durch datenbasierte Dienstleistungen
  • Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. an der RWTH Aachen: Digitale Transformation durch Entwicklung datenbasierter Dienstleistungen
  • Universität Passau, Lehrstuhl für Marketing und Innovation: Individualisierung und Kundenintegration bei digitalen Dienstleistungsinnovationen
  • Universität Siegen, Fakultät III,Fachgebiet Dienstleistungsentwicklung in KMU und Handwerk: Smart Services Innovationen und Transfer für KMU und Handwerk
  • Institut für Technik der Betriebsführung im Deutschen Handwerksinstitut e.V. (itb): Geschäftsmodelle für KMU und Handwerk – Gestaltung, Transformation, Transfer

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