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Forschung

Projekt c.HANGE - Zweite Säule im Reallabor

Das itb kann von neuem Fortschritt im Verbundprojekt c.HANGE – Das Handwerk als Gestalter der Wärmewende – berichten.

Logo Projekt c.hange

Das Besondere des Verbundprojekts c.HANGE, ist die methodische Umsetzung der Projektziele im Rahmen eines Reallabors (Abbildung). Dieses lässt sich in die drei Säulen Beobachtung und Analyse, Lösungsentwicklung sowie Intervention gliedern, welche stark miteinander verzahnt sind. Dabei soll in jeder Säule die Interaktionen zwischen Handwerkern und Endkunden erfasst werden und in die Ergebnisse der anderen Säulen einfließen.

Seit dem Start im Mai 2017 bewegen sich die aktuellen Projektarbeiten, neben der Grundlagenerfassung der ersten Säule, mittlerweile auch im Bereich der Lösungsentwicklung, der zweiten Säule. Auf Basis einer wissenschaftlichen Analyse des Ist-Zustands mittels zweier durchgeführter Befragungen (Endkunden- und Handwerksbetriebsebene) werden die Ergebnisse derzeit aufbereitet und sind zeitnah auf den Seiten des itb zu finden.

Reallabor im Projekt c.HANGE
Reallabor im Projekt c.HANGE

 

Mit Bezug auf den Schwerpunkt Lösungsentwicklung, diskutieren aktuell Handwerksunternehmen und Experten im Rahmen mehrerer Fokusgruppen-Treffen sowohl über sinnvolle und notwendige Hilfsmittel (z.B. fachlich, methodisch, kommunikativ) als auch über Unterstützungsbedarfe. Ziel dabei ist es, systematisch neue Dienstleistungen (rund um die Beratung) zu entwickeln und so die Beratungsleistung der Handwerker zu verbessern und zur Kundenzufriedenheit beizutragen. Mit Blick auf die (Weiter-)Entwicklung von Ansätzen für neue Dienstleistungen, steht dem SHK-Handwerk mit dem am itb entwickelten „Service-Engineering“ ein Werkzeugkasten zur Verfügung, der es speziell kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht, mit aufeinander aufbauenden Instrumenten neue Dienstleistungen zu entwickeln. Das Verfahren des Service Engineering reicht von der strategischen Grundausrichtung des Betriebs bis hin zur operativen Umsetzung einzelner Maßnahmen.

Ausblick:
In den beiden Projektregionen Schriesheim und Heidelberg-Ziegelhausen findet im Zeitraum zwischen April und Oktober 2018, gemeinsam mit den lokalen Akteuren, eine Kampagne zum Heizungstausch statt. Im Rahmen derer stehen insgesamt 120 kostenfreie Heizungschecks zur Durchführung bereit, wodurch Handwerker, Kunden und Bürger zu Mitforschern werden. Sie untersuchen, wie die Kommunikation optimiert werden kann. Zeitgleich sind im Zeitraum zwischen Juni und Oktober 2018 mehrere Workshops mit ausgewählten SHK-Betrieben geplant. Vor dem Hintergrund des Szenarios „Der Kunde möchte eine neue Heizung“ wird es das Ziel sein, über Kern-Dienstleistungen und Mehrwert-Dienstleistungen zu diskutieren und diese (weiter-) zu entwickeln.

In dem durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg geförderten Projekt c.HANGE, steht die Wärmewende im Vordergrund; konkret die Rolle und Potenziale von Handwerker/innen für die Überwindung von Hemmnissen bezüglich einer nachhaltigen Heizungserneuerung. Welche Rolle spielen sie für eine zukunftsgerichtete Heizungserneuerung? Welche Potenziale für neue Geschäftsmodelle gibt es? Welche Hilfsmittel sind erforderlich?

Am 01. Mai 2017 ist das Projekt c.HANGE offiziell gestartet. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Homepage http://www.change-handwerk.de/ und unter www.itb.de.

 

Ansprechpartner:

Andreas Ihm

Tel.: 0721 - 93103-23

Mail: ihm@itb.de

 

Alisa Hauser

Tel.: 0721 - 93103-11

Mail: hauser@itb.de

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