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Mit dem „Service Navigator“ auf Erfolgskurs gehen

IHK Stuttgart

Im Rahmen der baden-württembergischen „Transferinitiative – Erfolg mit neuen Dienstleistungen“ lernen Unternehmensberater ein neuartiges Strategie- und Steuerungsinstrument zur Steigerung der Dienstleistungsproduktivität in kleinen und mittleren Unternehmen kennen – den „Service Navigator“. Experten des Karlsruher Instituts für Technik der Betriebsführung (itb) im Deutschen Handwerksinstitut und des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart stellen das praxiserprobte Instrument zur „Steigerung der Dienstleistungsproduktivität“ im Rahmen mehrerer eineinhalbtägiger Seminaren vor.

Das Expertenteam arbeitet auch in dieser dritten Phase der Transferinitiative erneut eng mit den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, dem RKW und weiteren Wirtschaftsorganisationen des Landes zusammen.

Ziel der bundesweit einzigartigen Qualifikation ist es, den Beratern auf der Grundlage eines speziell entwickelten Coaching-Konzepts dabei zu helfen, die Produktivität von Dienstleistungsunternehmen zu analysieren, geeignete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten und deren Umsetzung zu begleiten. Das systematische Vorgehen dieses Mittelstands-Kompasses gliedert sich in insgesamt fünf Schritte, wobei jeder Schritt durch ein spezielles Methoden-Set unterstützt wird und zuverlässig konkrete Ergebnisse liefert. Die Seminarteilnehmer können so ihr Beratungsangebot gezielt erweitern und für ihre Kunden ein neuartiges Zusatzangebot schaffen.

Knapp zwei Dutzend Unternehmensberater beteiligten sich am Auftaktseminar in den Räumen der IHK Region Stuttgart. Dreh- und Angelpunkt der Seminarmethodik ist die Präsentation eines Unternehmers, der als Pilotbetrieb mit diesem modernen Steuerungsinstrument gearbeitet hat und nun gemeinsam mit den Seminarteilnehmern seine Erfahrungen diskutiert. In Stuttgart zeigte Marcello Camerin, Inhaber des Eiscafés Camerin aus Marburg, wie man die Potentiale des „Service Navigators“ optimal ausschöpfen kann (vgl. Foto 1). Erfahrene Mitarbeiter des itb und des Fraunhofer IAO vermittelten überdies anhand weiterer Case Studies das methodische Vorgehen bei der Arbeit mit dem „Service Navigator“. Dies geschah weitgehend im Rahmen kleiner Arbeitsgruppen und in Workshopatmosphäre, wie hier mit Ewald Heinen vom itb und Andrea Rößner vom Fraunhofer IAO (vgl. Foto 2) Zusätzlich erhalten die Berater umfangreiche Begleitmaterialien ausgehändigt wie z.B. einen Leitfaden und einen „Werkzeugkasten“ aus Instrumenten und Methoden.

Dank der Förderung der Transferinitiative durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Bundeslandes sind die Veranstaltungen für alle Berater, die in Baden-Württemberg tätig sind, kostenlos. Zielstellung dieser dritten Phase der Transferinitiative ist es, die zuvor erarbeiteten Instrumente und Methoden einer systematischen Dienstleistungsgestaltung – dem sogenannten Service Engineering – zur Steigerung der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit von Unternehmen des kleinbetrieblichen und mittelständischen Wirtschaftsbereiches mit Hilfe des Projekt-Netzwerkes weiterzuentwickeln. Gleichzeitig soll die Zahl kompetenter Multiplikatoren zu diesem Thema in Baden-Württemberg spürbar erhöht werden, um die Unternehmer fachkundiger beraten zu können. Dies soll nun im Rahmen von drei Beraterschulungen und mindestens sechs Unternehmerveranstaltungen geschehen. Dabei haben die Projektpartner insbesondere die Steigerung der Dienstleistungsproduktivität in KMU im Blick. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auch darauf liegen, wie sich die fortschreitende Digitalisierung auf die Gestaltung dienstleistungsorientierter Unternehmensstrategien und Geschäftsmodelle auswirkt.

In den vorangegangenen Projektphasen wurden verschiedene reproduzierbare Transfermuster geschaffen, die auch nach Ablauf der Förderung weiter eingesetzt werden können und so eine Verstetigung der Transferaktivitäten sicherstellen. Dazu gehören neben der Schulung zu Dienstleistungsberatern auch Unternehmerabende, die gemeinsam mit regionalen Kammern und Verbänden ausgerichtet werden, um die Unternehmer für die Bedeutung neuer Dienstleistungen zu sensibilisieren. Heute stützt sich das Projektteam aus Experten des itb und des Fraunhofer IAO auf mehr als 100 zu Dienstleistungsberatern qualifizierte Berater in Baden-Württemberg (vgl. Link: http://www.itb.de/Forschung/Dienstleistungs-Gestaltung/List-Qualifizierte-Dienstleistungs-berater. Sie wurden in speziellen Seminaren mit dem dafür notwendigen Know-how ausgerüstet. Über 160 Unternehmer beteiligten sich bisher sowohl als Pilotbetriebe an der Entwicklung der Instrumente und Methoden für ein erfolgreiches Service Engineering als auch an verschiedenen Informationsveranstaltungen zu diesem Thema.

(Text my.)

 

Kontakt: Dipl.-Wi.-Ing. Ewald Heinen

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