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Gewerke übergreifende Schnittstellen im Fokus der energetischen Gebäudesanierung

Um Gewerke übergreifende Prozesse bei der energetischen Gebäudesanierung zu verbessern, konzentriert sich das Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e.V. (itb) in seinem neuen Projekt „Digitales branchenübergreifendes Dienstleistungs- und Weiterbildungsnetzwerk „fokus.energie“ für die Fachkraft von Morgen“ (DiKraft) auf die Entwicklung und Erprobung von maßgeschneiderten Weiterbildungstools, sogenannten „Learning Nuggets“.

Mit der „Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG)“ hat sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, den Gebäudebestand bis 2050 nahezu klimaneutral zu gestalten und damit den Energieverbrauch im Gebäudebereich im Vergleich zu 2008 um bis zu 80 % zu senken. Eine zentrale Rolle zur Erreichung dieses Ziels spielt dabei die energetische Gebäudesanierung. Parallel dazu rücken die digitale Vernetzung von Prozessen sowie die intelligente Steuerung mehrerer Verbraucher und Speichertechnologien immer weiter in den Fokus bei Bauvorhaben.

In der Regel arbeiten mehrere Gewerke parallel an einem Sanierungsvorhaben, wodurch Schnittstellen und Abhängigkeiten zwischen den Gewerken entstehen, die zu Effizienz- und Qualitätsverlusten führen können. Das Projekt „DiKraft“ zielt darauf ab, relevante Gewerke übergreifende Schnittstellenkompetenzen von Fachkräften durch die Entwicklung und Erprobung von maßgeschneiderten Weiterbildungstools zu fördern.

Um die Weiterbildung besonders schmackhaft zu machen, werden die Lerninhalte als sogenannte „Learning Nuggets“ entwickelt. Damit sind kleine und kompakte Lernmodule wie Erklär-Videos, Animationen oder Online-Tutorials gemeint, welche auf allen heutzutage gängigen Endgeräten online abgerufen werden können. Dies ermöglicht eine Entkopplung des Lernprozesses von Ort und Zeit, sodass dieser einfacher in den Arbeitsalltag integriert werden kann. Fachwissen kann außerdem konkret dann abgerufen, wenn es gebraucht wird, u.a. direkt auf der Baustelle. Zusätzlich werden Online-Communities angeboten, um Abstimmungs- bzw. Diskussionsräume für ausgewählte Zielgruppen z.B. Handwerksbetriebe und Projektpartner zu ermöglichen.

Um das erworbene Wissen aller am Vorhaben beteiligten Handwerksbetriebe nachhaltig und mit sichtbarem Mehrwert zu verankern, durchlaufen die beteiligten Handwerksbetriebe in der Endphase des Projekts ein Coaching zur systematischen Entwicklung von Dienstleistungen. Dabei wird auf das bewährte Coaching-Modell des itb zurückgegriffen.

Das auf vier Jahre angelegte Projekt "DiKraft" ist im April 2018 gestartet und in die Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) "Transfernetzwerken Digitales Lernen in der Beruflichen Bildung" eingebettet. Neben dem itb besteht das Projektkonsortium aus dem Netzwerk fokus.energie e.V., das Zentrum für Mediales Lernen (ZML) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das Institut für Ressourceneffizienz und Energiestrategien GmBH (IREES) sowie die Agentur für Kommunikation und Projektmanagement FS|Medien.

 

Ansprechpartnerin:

Dr. Uta Cupok
Tel.: 0721 93107 - 27
Mail: cupok@itb.de

 

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

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