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Landtag NRW

Enquetekommission VI

Am 10.3.2017 veröffentlichte der Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen den  Abschlussbericht der Enquetekommission VI „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen gestalten“.

    
Zahlreiche Entwicklungen eröffnen Handwerk und Mittelstand große Chancen und Herausforderungen. Fachkräftemangel, Überalterung der Mitarbeiter und die Konkurrenz um geeignete Fachkräfte sind beispielhaft zu nennen.


Die Kommission hat sich unter anderem mit der Digitalisierung in Handwerk und Mittelstand, mit der Sicherung des Fachkräftenachwuchses, der Gründungskultur und Wettbewerbsfähigkeit beschäftigt. Vor allem die Digitalisierung, die Wirtschaftsbereiche und Wertschöpfungsketten sowie die Ausbildung und die Arbeit selbst verändert, hat die Enquetekommission in den Mittelpunkt ihrer Arbeit gestellt. Die wichtige Entwicklung von Produkten und ihrer Prozesse in der Industrie verstellt aber den Blick auf die enormen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für das Handwerk. Denn auch dort – wie im gesamten Mittelstand – bieten sich durch die fortschreitende Digitalisierung erhebliche Wertschöpfungspotenziale, gleichzeitig müssen jedoch die dafür erforderlichen Weichenstellungen vorgenommen werden.


In ihrem Abschlussbericht legt die Kommission 171 Handlungsempfehlungen zu diesen Themen vor. Die Vorschläge beziehen sich auf Zukunftsfragen des Handwerks und Mittelstandes, etwa darauf, wie Betriebe in einer digitalisierten Wirtschaftswelt wettbewerbsfähig bleiben können und wie Bildung und Qualifizierung sowie die Arbeits- und Rahmenbedingungen dafür weiterentwickelt werden müssen. Die Handlungsempfehlungen richten sich dabei an verschiedene Akteure: u. a. an das Land, die Kommunen, den Bund, die Europäische Union und an die Handwerksorganisationen.


Die Enquetekommission VI setzte sich aus zwölf Abgeordneten der fünf Fraktionen zusammen, die in der 16. Wahlperiode dem Landtag Nordrhein-Westfalens angehörten, sowie fünf von der Präsidentin auf Vorschlag der Fraktionen berufenen Sachverständigen. Neben Felix Kendziora (Vizepräsident Westdeutscher Handwerkskammertag), Andreas Ehlert (Präsident HWK Düsseldorf), Peter Jahns (Leiter der Effizienz-Agentur NRW) und Reiner Nolten (Hauptgeschäftsführer Westdeutscher Handwerkskammertag) wurde auch Andreas Ihm vom itb im DHI e. V. als einer der fünf Sachverständigen berufen.
Die Einrichtung der Enquetekommission VI zum Thema „Zukunft von Handwerk und Mittelstand in Nordrhein-Westfalen gestalten – Qualifikation und Fachkräftenachwuchs für Handwerk 4.0 sichern, Chancen der Digitalisierung nutzen, Gründungskultur und Wettbewerbsfähigkeit stärken“ wurde vom Landtag Nordrhein-Westfalen (16. Wahlperiode) in seiner Sitzung am 20. Mai 2015 auf Antrag der Fraktion der FDP einstimmig beschlossen.

 

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