Details

SINQ

Projekttyp Drittmittelprojekt
Träger gefördert durch das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit 01.03.2017 – 29.02.2020
Betreuer Julia Maxi Bauer
Uta Cupok

Service-Integration und Netzwerkmanagement zur Verbesserung des sozialen Zusammenlebens geriatrischer Patienten im Quartier

 

Motivation

Städte sind Orte des Lebens und des Arbeitens zugleich. Das Wechselverhältnis zwischen den beiden Bereichen soll durch Dienstleistung noch besser erschlossen werden. Innovative Dienstleistung für „Smart Cities“ sind ein Mittel zur Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen in Städten. Auf der Basis integrierender IuK-Technologien werden Chancen für neue Wertschöpfung gefördert. Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger wird gezielt einbezogen, um die in Städten erbrachten Dienstleistungen nutzer- und kundengerecht, jederzeit sicher, vertrauenswürdig und in hoher Qualität verfügbar zu machen. Gleichzeitig sollen die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger sowie die Wettbewerbsfähigkeit der urbanen Wirtschaft nachhaltig erhöht werden. Mit den Handlungsfeldern „Urbane Dienstleistungssysteme integrieren“, „Urbane Ko-Produktion und Ko-Kreation von Dienstleistung“ und „Datenbasierte Dienstleistung und Engineering von Dienstleistung für die Stadt der Zukunft“ bietet der Förderschwerpunkt Raum für Konzepte, Lösungen und Gestaltung vielfältiger Dienstleistungsangebote.

Ältere Menschen mit Betreuungs- und Pflegebedarf im städtischen Quartier

Ältere Menschen, die durch geriatrietypische Probleme in ihrer Alltagskompetenz gefährdet oder eingeschränkt sind, zeichnen sich durch eine individuell zu betrachtende Problemkonstellation aus und sind deshalb zunehmend auf zahlreiche Dienstleistungen angewiesen. Hierzu zählen neben medizinisch/ pflegerischen Leistungen und Daseinsvorsorge auch solche, die die Einbindung in ihr soziales Umfeld und damit Teilhabe ermöglichen. Soziale Netzwerke werden mit Blick auf die soziale Teilhabe gerade in dieser Situation besonders wichtig, da gesundheitliche Beeinträchtigungen zunehmend die Unterstützung von Dritten erforderlich machen. Das existierende Angebot ist groß. Jedoch sind die Betroffenen selbst und ihre Angehörigen mit der Suche und Koordination der Leistungen oft überfordert, was zu großer Belastung und weiteren gesundheitlichen, finanziellen, rechtlichen Problemen führt.

 

Projektziele

Sektorenübergreifender Ansatz

Im Projekt SINQ soll die medizinisch- pflegerische Betreuung solcher Patienten eines Stadtquartiers erheblich verbessert werden, indem alle Akteure (Quartiersmanagement, Klinik, Sanitätshäuser, Selbsthilfegruppen, Therapeuten, Gesundheitshandwerk, Pflegedienste, etc.) zu einem ganzheitlichen und individuellen Dienstleistungsnetz kombiniert werden. Durch Informationstechnik, Sensorik und Hausautomation werden individuelle Bedürfnisse erkannt und berücksichtigt. Ein rechtssicheres Klienten-Portal ermöglicht zusammen mit einer Datenintegrations- und Datenauswertungsplattform die Anbindung technischer Dienstleistungen (telemedizinische Dienste wie Herzrhythmus, Atmung, Aktivitäts- und Verhaltensmonitoring) und Dokumentationsinhalte aus medizinisch-geriatrisch und sozial.-integrativen Diensten. Der SINQ-Dienste-Marktplatz stellt bedarfsgerechte Mehrwertdienste unterschiedlicher Leistungserbringer (z. B. Sanitätshäuser, Selbsthilfegruppen, Therapeuten, Gesundheitshandwerk, Pflegedienste, AG Barrierefreiheit) für den Patienten zur Verfügung. Mobile Dienste-Apps ermöglichen die anforderungsspezifische Dienstleistungsauswahl und Überwachung durch Familienmitglieder, Freunde oder Bekannte.

 Unterstützung und Teilhabe älterer Menschern im Quartier

Größtmögliche Lebensqualität und ein selbstbestimmtes Leben für geriatrische Patienten im Quartier werden erreicht, ohne dass die Betroffenen gegen ihren Willen in eine Pflegeeinrichtung gehen müssen. Die Einbindung bestehender Quartiersmanagementkonzepte des untersuchten Stadtquartiers, sowie bürgerschaftliche und professioneller Dienstleister erlauben eine exemplarische Umsetzung und Darlegung geeigneter Effekte auf das bürgerliche Zusammenleben. Durch die Einbindung weiterer Quartiere soll ein tiefgreifendes Nachhaltigkeits- und Transferkonzept erarbeitet werden. Darüber hinaus werden nutzerorientierten Geschäfts- und Betreibermodelle unter anderen regionalen Bedingungen geprüft.

 

Folgende Verbundprojektpartner sind neben dem itb im DHI e. V. beteiligt:

  • CAS Software AG
  • YellowMap AG
  • Forschungszentrum Informatik (FZI)
  • Mannheimer Quartiersmanagement e.V.
  • Ruprecht-Karl-Universität Heidelberg: Geriatrisches Zentrum der Universitätsmedizin Mannheim
  • Umsetzungspartner: GBG – Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH

 

 

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