Als Forschungseinrichtung des Handwerks hat das itb im Rahmen des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI) die Aufgabe, unterschiedliche Fragestellungen und Probleme des Handwerks wissenschaftlich zu untersuchen, um damit die Handwerkswirtschaft zu fördern. Hierunter fällt auch die Durchführung wissenschaftlicher Arbeiten, um damit gewerbefördernde Maßnahmen in Verbindung mit den Organisationen des Handwerks einzuleiten oder selbst durchzuführen.
Ziel dieser Arbeiten ist es, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit des Handwerks zu erhalten und wenn möglich zu steigern. Es gilt, innovative Kräfte im Handwerk zur Entfaltung zu bringen, wie dies vom Handwerk als wichtigem Wirtschaftsfaktor erwartet wird.
Betriebe des Handwerks haben, bedingt durch ihre Größe und den Mangel an geeigneten Ressourcen, oftmals nicht die Möglichkeit, selbst richtungsweisende Antworten auf aktuelle oder künftige Fragestellungen zu finden. Hier kommt den Forschungsstellen im Deutschen Handwerksinstitut (DHI) - und darunter auch dem itb - die Aufgabe zu, im Sinne einer "Stabsstelle" generelle Problemstellungen für einzelne Gewerke zu lösen.
Struktur- und Entwicklungsprognosen für einzelne Branchen gelten als gutes Beispiel für diese charakteristischen Arbeiten des itb als "Stabsstelle" für das Handwerk. Das itb hat hierfür inzwischen rund 20 derartiger Studien über einzelne Branchen - jeweils auf Anforderung und in enger Zusammenarbeit mit den entsprechenden Fachverbänden - durchgeführt.
Für das itb als Management-Partner des Handwerks liegen die Themenschwerpunkte seiner Forschungstätigkeit in den Bereichen der Unternehmensführung, in Fragen der optimalen Gestaltung der Fertigungs- und Dienstleistungs-Erstellungsprozesse (insbesondere mit den neuen I+K-Technologien), in den Fragen des Marketing und in der Unterstützung der Betriebe bei arbeitswissenschaftlichen Fragestellungen im Bereich der Personalwirtschaft.
Vorschläge zum Forschungsprogramm des DHI - und damit des itb - erreichen die Institute über die Organisationen des Handwerks sowie über seine Zuwendungsgeber, die Wirtschaftsministerien des Bundes und der Länder. Über diese Schiene steht es allen Handlungsträgern innerhalb des Handwerks offen, Arbeitsvorschläge für das DHI oder speziell für das itb einzureichen. Der Forschungsrat des DHI entscheidet dann, welche Forschungsprojekte die Institute unter Berücksichtigung der jeweiligen Kapazitätsmöglichkeiten vorrangig bearbeiten.
Daneben entwickeln die Institute im DHI selbst eigene Arbeitsaktivitäten in Themengebieten, von denen sie überzeugt sind, damit einen Beitrag zur Steigerung des Innovationspotentials im Handwerk leisten zu können. Diese Aktivitäten werden im Rahmen von Projekten durchgeführt und betreffen naturgemäß auch Angebote von Dritten, wie etwa europäische Gemeinschaftseinrichtungen, die mit ihren Förderprogrammen zur Bearbeitung handwerksrelevanter Fragestellungen im europäischen Verbund aufrufen.
Über das Forschungsprogramm aller Institute im DHI berichtet das "DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramm", das in zweijährigem Turnus veröffentlicht wird. Aktuell ist zur Zeit das "DHI-Forschungs- und Arbeitsprogramm 2005-06".
Der Jahresbericht des DHI als Zusammenfassung der einzelnen Institutstätigkeitsberichte erläutert dann jährlich, welche Arbeitsfortschritte und Ergebnisse die entsprechenden Institute im DHI im jeweils abgelaufenen Geschäftsjahr erreicht haben.
Forschungsprogramm und Jahresberichte des DHI sind bei der Geschäftsstelle des DHI im Hause des ZDH in Berlin kostenlos erhältlich.